17. November 2019

Nichts Neues anfangen lautet unsere Devise und so klingelte der Wecker wieder einmal um 05.30 Uhr. Nach einem kurzen Frühstück fuhren wir los Richtung Norden.

Der Nambung Nationalpark mit den Pinnacles liegt rund 200km von Perth entfernt. Die Fahrt führt zuerst durch das Stadtgebiet und die Vororte von Perth, danach folgt relativ bewaldete Strecke, welche nicht mehr durchgehend bewohnt ist. Einen ersten Stop machten wir jedoch in Lancelin bei einem Café, wo wir Cappuccino und Long Black mit Croissants bestellten. Touristen gab es im kleinen Ort keine, aber am Sonntag Morgen kurz nach 08.00 Uhr waren dennoch viele Australier bereits unterwegs und stärkten sich mit Frühstück, Kaffee oder Tee.

Von Lancelin aus, führt die Strasse durch Gebiet mit hohen weissen Sanddünen. Von weitem sieht es fast ein bisschen aus wie Schnee. Wenn man jedoch die Temperaturangabe im Auto anschaute wusste man sofort, dass dies nicht sein konnte. Schon am frühen Vormittag zeigte der Temperaturmesser 30 Grad und mehr an.

Schliesslich erreichten wir den Nambung Nationalpark mit den Pinnacles, Steinformationen in einer Sandwüste. Wie die Pinnacles entstanden sind, weiss man nicht genau, aber die folgenden Fotos zeigen, wie schön sie anzusehen sind.

Nachdem wir die 4 km Rundpiste mit dem Auto abgefahren und mehrere hundert Fotos geschossen hatten, machten wir noch einen kurzen Halt im Visitor Centre. Danach ging die Fahrt wieder südwärts Richtung Perth. Unser Eintrittsticket in den Nambung Nationalpark berechtigte uns, am selben Tag zum Besuch des 50km nördlich von Perth gelegenen Yanchep Nationalpark. Der Park ist ein Naherholungsgebiet von Perth mit Wäldern, Seen, Grillstellen, Restaurant, Café, Wanderwegen und einer für Australien typischen Tierwelt.

Bevor wir in den Park hineinfuhren machten wir noch einen Halt in Two Rocks, wo wir etwas assen. Danach gings hinein in den Park zum grossen Parkplatz in der Nähe des Visitor Centres. Von dort führen verschieden Wege am Loch McNess entlang bis zum Koala Boardwalk. Eine kleine Koala Kolonie wohnt hier in den Wipfeln der Eukalyptusbäume. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass diese Koalas aus Ostaustralien angesiedelt wurden, da es im Westen keine freilebenden Koalas mehr gibt. Wir haben uns trotzdem gefreut, noch einmal ein paar der herzigen Tiere zu sehen.

Auf dem Rückweg zum Auto begegneten uns auch noch zahlreiche Känguruhs, die auf den Rasenflächen weideten.

Vom Yanchep Nationalpark fuhren wir zurück in die City und da das Thermometer heisse 37 Grad anzeigte auf direktem Weg zum Scarborough Beach, wo wir in den indischen Ozean tauchten. Das Wasser ist zwar recht kühl, aber es war eine wahre Wohltat abzutauchen.

Nach diesem ereignisreichen und schönen aber strengen Tag, hatten wir keine Lust mehr auf auswärts essen. So deckten wir uns beim IGA in Leederville mit frischem Fisch, Meeresfrüchten und Gemüse ein und gingen (nach einem Apéro in einem der zahlreichen Bars) nach Hause.

18. November 2019

Der Wecker klingelte nicht ganz so früh wie am Vortag, trotzdem bestiegen wir kurz vor 08.00 Uhr den Rottnest Express in Fremantle südlich von Perth.

Rottnest Island ist eine Insel, rund 20km westlich von Perth, im indischen Ozean. Die Insel hat zwei spezielle Eigenheiten: Sie ist einerseits quasi autofrei und verfügt über keine grosse Infrastruktur, ausser am Ort, wo die Fähre ankommt, andererseits leben auf Rottnest Island, die Quokkas, eine Beuteltierart, welche wie eine überdimensionale Ratte aussieht, und die es praktisch nur hier gibt.

Mit dem Ticket für die Fähren hatten wir auch gleich Velo gemietet, mit denen wir über die Insel fahren wollten. Gesagt, getan, bei der Ankunft auf Rottnest Island bekamen wir ein Velo und einen Helm und los gings. Dummerweise ging bei Adi nach etwa 3km Fahrt die Velokette kaputt, so dass wir noch einmal zurückfahren mussten.

Danach konnten wir‘s aber richtig geniessen. Auf der Insel gibt es verschiedene Velowege. Fast alle, führen entlang der wunderschönen Buchten und Strände. Man wähnt sich fast in er Südsee, wenn man die wunderbaren Farben betrachtet.

Sobald die Fahrt durch das bewaldete Inselinnere führt hat man die Chance die putzigen Quokkas zu sehen. Die Tiere sind nachtaktiv und suchen sich tagsüber einen Platz unter einem schattigen Baum. Beim Leuchtturm hatten wir dann schliesslich Glück. Das Quokka war extrem interessiert an uns und wir hatten eine Riesensspass mit dem putzigen Tier.

Gebadet haben wir auch noch am Armstrong Beach. Man wähnt sich wirklich in der Südsee, wenn man die weissen Strände und das türkisblaue glasklare Wasser anschaut.

Zurück beim Fährenterminal gönnten wir uns noch einen Lunch um 14.00 Uhr ging es mit der Fähre wieder nach Fremantle.

Auch Fremantle ist einen Besuch wert. Es ist die älteste europäische Siedlung in Western Australia und in den Strassen findet man schöne Läden, Restaurants und Bars.

Danach gings wieder zurück nach Leederville. Dieses Mal wollten wir auswärts essen. Das machten wir schliesslich auch im Siena‘s einem italienischen RestaurantD, welches im Familienbesitz ist.

 

19. November 2019

Der heutige Tag begann alles andere als freundlich. Packen war angesagt und der Checkout aus unserem liebgewonnen Apartment. Nach einem Abstecher an den Lake Monger, Subiaco und der Südseite des Swan Rivers gings an den Flughafen:

GOOD BYE Australia! We hope to see you again soon!

An den easygoing Way of live haben wir uns ab der ersten Minute gewähnt. Den Slogan „no worries“ nehmen wir uns für lange, lange Zeit sehr zu Herzen. Und wir können uns an zahlreiche wunderbare Erlebnisse, schöne Natur und Tierwelt und einfach an das unkomplizierte Sein erinnern. Nun geht die Reise weiter zum letzte Teil unserer Ferien: Singapur!

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