
Der Hluhluwe-iMfolozi Nationalpark ist der älteste Nationalpark Südafrikas (gegründet 1895) und liegt nordöstlich der Stadt Durban. Wir waren 1992 bereits im Hluhluwe-Teil, können uns aber kaum mehr daran erinnern.
Dieses Jahr haben wir im iMfolozi-Teil im Mpila Camp ein Safaritent für zwei Nächte gebucht. Die Anfahrt nach Mpila führt zuerst durch recht dicht bewachsenes, sehr grünes (es hat wohl auch hier bereits geregnet) Gebiet, quert einen Fluss und führt auf einen Hügel mit schönem Blick über den Park. Im Mpila Camp angekommen checkten wir gleich ein und erfuhren, dass wir auf ein 5-Bed-Chalet „upgegradet“ worden waren, weil die Safaritents momentan renoviert werden. Schade wir hätten uns auf das „Buschfeeling“ gefreut. Nichtsdestotrotz haben wir unser riesiges Haus bezogen und uns gleich gefreut, dass wir Nyalas und Wildschweine auf dem Grundstück hatten. Mpila ist sowieso speziell für ein Camp in einem südafrikanischen Park, weil es nur von einem Elefantenzaun umgeben ist. Alle anderen Tiere, also auch Raubkatzen können ungehindert durch das Camp spazieren und so wird man als Gast auch angewiesen, sich in der Nacht nur noch ums eigene Haus herum aufzuhalten.

Zuerst gings aber auf einen Nachmittag-Abenddrive auf dem wir leider nicht allzu viel sahen: von weitem eine Elefantenherde, die den Fluss überquert, wahrscheinlich ein paar Hippos, die ihren Rücken sonnten (könnten auch Steine gewesen sein) und zahlreiche Impalas, Nyalas, Zebras und Wildschweine. Trotzdem gefällt mir so ein Gamedrive immer gut, weil man nie weiss was einen erwartet, wenn man um eine Kurve fährt.


Bei der Rückkehr um ca. 18.00 Uhr starteten wir gleich mit kochen, weil es hier um 19.00 schon finster ist. Wir hatten im Supermarkt gestern gut aussehendes „Wildfleisch“ gefunden und dazu gab es gemischtes Gemüse vom Grill. Der Wecker wurde auf 04.30 gestellt und deshalb waren wir um 21.30 bereits im Bett.


Punkt 04.30 läutete der Wecker. Da der Stromgenerator im Camp erst um 05.00 läuft, gabs kein Kaffee und kurz nach 05.00 Uhr waren wir unterwegs. Zuerst waren die Sichtungen eher mager. Das Gelände lässt ein „in die Weite sehen“ nicht zu. Gemerkt haben wirs so richtig, als wir aus den Augenwinkeln noch grad einen grossen grauen Schatten sehen, der von der Strasse ins Dickicht wechselt. 10 Sekunden später sieht man schon nichts mehr und wir hatten bereits angenommen, das da grad erst Elefanten vorbeigekommen waren, da viele frische Äste und frischer Dung am Weg lag.

Etwas später wechselte die Landschaft und wurde weiter und offener. Dann überschlugen sich die Ereignisse. Zuerst Nashorn mit Jungem, danach eine grosse Nashorntruppe mit mindestens 8 Tieren, beim Hide am Wasserloch mehrere Elefantenherden und dazwischen immer wieder die üblichen Verdächtigen. Neu dazu gesellten sich noch Giraffen.



Zufrieden und überglücklich kamen wir für Frühstück und Siesta wieder zu unserem Haus zurück. Vor 16.00 Uhr ging es bereits wieder los. Der Nachmittag-Abend-Gamedrive stand auf dem Programm. Wir entschieden uns für einen anderen etwas kürzeren Loop und waren zuerst leicht enttäuscht. Zwar begegneten wir nebst den üblichen Tierarten einem grumpy Büffel und einer wunderschön gezeichneten Giraffe, sonst war nicht viel los.


Doch dann „bäm“ links neben uns tauchten plötzlich 3 Geparden auf. Wow, da vergisst man fast zu atmen. Die drei Jungs liefen eine Zeitlang vor uns auf der Strasse, sie schienen nichts so glücklich, das wir da waren. Als dann von der Gegenseite noch ein anderes Fahrzeug kam, bekamen Sie wirklich Angst und wir erlebten Sie in kurz in Sprintaction. Wir konnten sie dann noch eine Zeitlang auf der rechten Seite bewundern bevor Sie aus unserem Blickfeld verschwanden.

Beim Hide, den wir angepeilt hatten,war nicht viel los (ein paar Schildkröten, die sich auf einem Stein sonnten und so machten wir uns bald auf den Rückweg zum Camp. Unterwegs begegnete uns ein weiteres Highlight, eine riesige Büffelherde an einem Wasserloch.


Zuhause angekommen stand bereits wieder das Abendessen auf dem Programm: Rumpsteak, Kartoffelstock und Salat. Mit vollen Bäuchen ging’s um 21.30 Uhr ins Bett. Der Wecker war wieder auf 04.30 Uhr gestellt.
Unsere Lieben, wir haben alles mit grossem Interesse gelesen und die vielen wunderschônen Fotos angeschaut!
Super schön