In der Nacht auf Sonntag drehte das Wetter. Man konnte direkt hören, wie die Front kam und ab dem frühen Morgen regnete es bis am Abend und wieder in die Nacht hinein ununterbrochen. Den Wecker um 04.30 für den frühen Gamedrive stellten wir jedenfalls grad ab und drehten uns noch einmal im Bett um. Irgendwann gab es in unserer Outdoorküche bei frostigen Temperaturen Frühstück. Gegen Mittag entschlossen wir uns die ca. 50 km nach Satara, dem nächsten grossen Camp zu fahren, um dort etwas zu Mittag zu essen.

Die meisten pflanzenfressenden Tiere stört der Regen nicht bzw. sie sind ja nonstop mit Fressen beschäftigt und so sahen wir im strömenden Regen, doch das eine oder andere Tier.


Beeindruckt waren wir von den Hippos, die an diesem Mittag sehr aktiv im Wasser „herumalberten“.

In Satara gabs Burger und Buffalo-Pie und dann stöberten wir im Camp-Shop noch etwas in den Souvenirs. Kurz nach 15.00 Uhr machten wir uns auf den Rückweg nach Tamboti.

Das Nachtessen kochten wir in der Outdoor-Küche, es regnete noch immer in Strömen, da glustete es uns nicht, den Grill zu starten. Trotzdem die Lammgigotsteaks und ein grüner Salat mit Gurken und Tomaten schmeckten trotzdem gut. Um 21.00 waren wir bereits im Bett.

Der Regen prasselte immer noch aufs Zeltdach, als der Wecker wiederum um 04.30 läutete. Zmörgele und packen und um 06.15 starteten wir zu unserem nächsten Camp.
Der Regen liess nun etwas nach und wir bewunderten die vielen frischgewaschenen Tiere unterwegs.


Im Olifants Camp gabs einen Cappuccino und auf dem Sighting Board sahen wir, dass auf unserer Strecke Löwen gesichtet worden waren. Im App, dass ich heruntergeladen habe, sah man auch den ungefähren Standort, doch die beiden Löwinnen seien im hohen Gras versteckt… und mit viel Glück haben wir Sie tatsächlich gefunden. Zwei braune Steine im Gras, mit dem Feldstecher war ich nicht sicher: sind das nun Ohren und dann streckte eine der Löwinnen tatsächlich Ihren Kopf aus dem Gras. Welch ein Glück. Eine Viertelstunde konnten wir beobachten, wie die beiden so da lagen, sich ab und zu kehrten oder streckten. Ein richtiges Highlight an diesem trüben Tag.

Und dann hatten wir kurz vor unserem Camp Mopani tatsächlich noch einmal Glück. Es habe an einer Seitenstrasse einen „Kill“ gegeben. Ein Löwe, zwei Löwinnen mit sechs Jungen hätten ein Gnu erlegt. Wir sahen leider nur den Löwen, der noch in der Nähe der Strasse lag. Morgen versuchen wir vielleicht noch einmal unser Glück dort. Der Regen soll nämlich endgültig aufhören und vielleicht scheint ja die Sonne wieder mal.


Inzwischen freue ich mich auf Impala und Gnusteak vom Grill, viel Gemüse und Knoblauchbrot. Von unserem Haus haben wir Blick auf den Pioneer Dam und wir hören die Hippos. Wunderbar.
