Auch die Nacht in Biyamiti hatte noch einmal richtige Afrika Vibes für uns bereit. Mitten in der Nacht weckte mich Adi und sagte mir ich solle mal hören, was da vor unserer Haustüre so abgeht. Es war sagenhaft: Die Wildhunde schienen nun bei uns in der Nähe zu sein, denn es bellte und jaulte ohrenbetäubend, dazu hörte man einen Löwen brüllen. Es schien so richtig Action zu sein, bei uns ums Cottage. Diese Nachtgeräusche machen für uns einen Afrika-Urlaub erst so richtig aus. Ich habe dann richtig gut geschlafen.

Der Wecker läutete am Morgen auch erst um 06.30 Uhr. Da wir sowieso bereits wieder abreisten, hatten wir beschlossen gemütlich zu frühstücken, mit Blick auf den Biyamiti River und uns dann auf den langen Weg nach Tamboti (unserer nächsten Unterkunft) zu machen.

Wir wählten eine Route, welche nicht der Hauptstrasse folgt, sondern über Gravel Road ging. Die Strasse war unterschiedlich gut in Schuss, manchmal frisch gegradet und manchmal mit ganz schlimmen Corrugations, die einen recht durchschütteln. Aber die Szenerie war fast über die ganze Strecke wunderschön. Und es war Elefantenland. Vor drei Jahren haben wir in dieser Gegend nur wenige Elefanten gesehen, jetzt wimmelte es nur so, von Herden mit Jungtieren bis zu einsamen Bullen. Und Elefanten sind immer spannend, da Sie auch mit uns Menschen (bzw. Autos) interagieren. Kommt das Auto zu nahe wird mal trompetet und mit den Ohren geflattert. Gefährlich würde es, wenn der Elefant die Ohren anlegt, doch das war heute nie der Fall und wir versuchen auch immer den Elefanten genug Platz zu geben. Grösstenteils ist Ihnen das Auto auch recht egal, denn Sie müssen ja Gas geben mit futtern. Immerhin essen Sie 18 Stunden am Tag und zwischen 150 – 200 kg Pflanzenmaterial.

So verlief die ganze Fahrt kurzweilig, noch mit einer Löwensichtung zwischendurch. Wir hatten enormes Glück. Eine Löwin hatte gerade die Strasse überquert, eine zweite war daran, als wir angefahren kamen. Es dauerte nicht einmal eine Minute, dann waren die zwei im Gebüsch verschwunden. So sieht man wieder einmal, dass es auch viel Glück braucht, um diese Tiere zu sehen.

Nach 9 Stunden Fahrt und zwei Pausen, in den beiden grossen Camps unterwegs (Dort gibt es Restaurants und Einkaufsläden) waren wir im über 200 km entfernten Tamboti angekommen. Das Camp ist ein Zeltcamp, das heisst wir übernachten in grossen Safarizelten mit Outdoorküche und einem „Badezimmerzelt“ und einem schönen Blick über das ausgetrocknete Flussbett des Tamboti Rivers. Heute Abend kochen wir im Potje: Straussengulasch mit Gemüse und Teigwaren.

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