Heute Morgen beim Erwachen plätscherte immer noch munter der Regen aufs Dach. Bei kühlen 12 Grad brachen wir (nicht ganz so motiviert) kurz vor 08.00 Uhr auf zum nahegelegenen Plitvicer Nationalpark.
Am 8. April 1949 wurde dieser Park zum ersten Nationalpark Kroatiens erklärt. 1979 wurde der Park dann auch noch auf die Liste des UNESCO Welterbes aufgenommen. Wer früher Winnetou-Filme geschaut hat, dem kommt die Landschaft eventuell bekannt vor. Unter anderem wurde der „Schatz am Silbersee“ dort gedreht.
Der Nationalpark ist für seine kaskadenförmig angeordneten Seen weltbekannt, von denen an der Oberfläche derzeit 16 sichtbar sind. Diese bildeten sich durch den Zusammenfluss einiger kleiner Flüsse sowie durch unterirdische Karstzuflüsse. Die entlang einer Fliessrichtung angeordneten Seen sind durch natürliche Barrieren voneinander getrennt, ein Merkmal von einzigartigen Naturvorgängen. Die besonders labilen sogenannten Travertin-Barrieren entstehen durch ein Wechselspiel von Fliesswasser, Luft und Vegetation. (Quelle: Wikipedia).
Trotz des regnerischen Wetters entschädigte uns bereits der erste Blick auf die (vier) unteren Seen. Das glasklare grünlich schimmernde Wasser der einzelnen Seen und immer wieder Wasserfählle die die Seen miteinander verbinden ergeben wunderbare Fotoaufnahmen und man kann sich kaum satt sehen. Die Wanderwege sind teilweise auf Holzstegen, welche über das Wasser führen angelegt oder führen am Wasser entlang. An den Hotspots wie z.b. dem Veliki Slap (grosser Wasserfall und tatsächlich auch der grösste Kroatiens) sammeln sich die Touristen. Auf den Wegen zwischendurch ist man mit viel Glück manchmal sogar eine zeitlang alleine unterwegs. Trotz dem schlechten Wetter wimmelte es aber nur so von Touris. Der Plitvicer Nationalpark ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Kroatiens.





Nachdem wir die vier unteren Seen erwandert hatten, nahmen wir ein Elektroboot, dass über den Kozjak See zu den 12 oberen Seen führt. Dort unternahmen wir noch einmal eine kleine Rundwanderung (immer noch im Nieselregen, aber auch hier mit schönen Ausblicken) bevor wir uns von diesem schönen Ort verabschiedeten und Richtung Sommer weiterfuhren.



An der Küste ist nämlich der Sommer wieder zurück. Die Fahrt führte uns über die A1 bis nach Sibenik am adriatischen Meer. Von dort führt eine schöne Küstenstrasse südwärts. Wir sind nun etwas nördlich von Primosten auf einen Campingplatz direkt am Meer gelandet und geniessen die wohltuende Wärme mit Meersicht.

Gewöhnungsbedürftig ist in Kroatien, dass das Meer nicht offen ist. Kroatien ist ein Land der Inseln und wenn man auf dem Festland ist, ist die Chance sehr gross, dass man auf eine oder mehrere Inseln sieht. Doch das Meer ist glasklar und temperaturmässig immer noch im sommerlichen Bereich.


Morgen werden wir noch einige Kilometer zurückfahren, Richtung Krka Nationalpark. Danach geht es weiter südwärts über Split Richtung Dubrovnik. Die Wetterprognosen versprechen nun wirklich sommerliches Wetter mit Temperaturen um die 30 Grad. Wir freuen uns…
Das gseht aus mit oder ohni Rägä mega schön und speziell us! ❤️ witerhin viu Spass und Fröid die nöiä Ortä z‘entdeckä!
Dickä Muntsch