Der Teide ist nicht nur die höchste Erhebung Teneriffas und Spaniens sondern mit 7’500 Meter Höhe über dem Meeresboden der dritthöchste Inselvulkan der Erde. Seit 2007 ist das Gebiet UNESCO Weltnaturerbe und natürlich ist ein Ausflug Pflicht, wenn man auf Teneriffa ist. Praktischerweise fährt eine Seilbahn bis 100 Höhenmeter unterhalb des Gipfels (man könnte auch hinaufwandern, wir entschlossen uns für die Seilbahn).

Wir waren ja bereits am Mittwoch neben der Bergstation vorbei gefahren und hatten gesehen, wie viele Leute und Autos sich bereits um 11.00 Uhr rund um die Station tummelten, deshalb klingelte auch heute morgen wieder der Wecker. Unser Ziel: um 09.00 Uhr bei der Bergstation zu sein mit einer Fahrzeit von über einer Stunde. Das schafften wir auch und ergatterten vor Ort Tickets für eine Bergfahrt um 09.50 Uhr. Der Besuch des Teide ist für diejenigen, die mit der Bahn hinauffahren übrigens auf eine Stunde limitiert. Wer auf den Gipfel will, braucht eine Sonderbewilligung, welche kostenpflichtig ist und diese Personen können natürlich auch länger bleiben. Wir hatten jedoch nur das Standard-Retour-Ticket gebucht.
Also rauf mit der Gondel welche maximum 45 Personen fasst. Bei der Bergstation kann man sich für zwei kurze Wanderungen zu schönen Aussichtspunkten entscheiden. Die Wanderzeit beträgt 15 – 20 Minuten pro Weg und ist, wenn man normal trittsicher ist, keine Hexerei. Wir machten uns also auf den Weg zum ersten Aussichtspunkt, von wo aus man Richtung Nordküste sieht. Das Wetter spielte auch wunderbar mit und keine Wolken trübten unsere Sicht.




Es langte auch noch für den zweiten Aussichtspunkt, auf dem man Richtung Süden sieht. Auch dieser Viewpoint war wunderbar, immer wieder mit Blick zum Gipfel an dem hunderte Leute herumkraxelten. Wir genossen das schöne Wetter, obwohl es knackige 9 Grad „kalt“ war. Mit der Sonne und unseren Softshelljacken, die endlich einmal zum Einsatz kamen, war das aber gar kein Problem.



Zurück bei der Gondelbahn schauten wir noch nach, ob die Gemsen, die wir bei der Ankunft gesehen hatten, immer noch da waren, aber jetzt hatte es wohl zu viele Menschen und Sie waren weg. Wir machten auch Platz für neue Touristen und fuhren ins Tal zurück.
Mit unserer Conchita machten wir uns auf den Rückweg. Einen kurzen Stopp legten wir noch bei einer weiten Ebene ein. Von dort führt ein Wanderweg auf den Montana Blanca. Man kann aber auch einfach ein bisschen spazieren und die Felsformationen bewundern (die uns teilweise sogar an die Pinnacles in Westaustralien erinnerten).



Unser nächstes Ziel war nun Puerto de la Cruz. Am Dienstag hatten wir ja einen kurzen Stopp gemacht und entschieden, dass wir noch mehr sehen wollten. Wir parkierten beim Playa Martianez. Dort führt eine sehr schöne Strandpromenade bis zur Altstadt.




Puerto de la Cruz hat uns sehr gut gefallen. Die Küstenstadt hat trotz zahlreichen Touristen viel Charme. Das Meer war heute sehr wild. Wir hatten eigentlich noch unser Badezeug dabei, aber es wehte klar die rote Flagge am Strand und freiwillig wäre ich bei diesen Wellen sowieso nicht ins Wasser gegangen. Vielleicht macht das aber gerade diesen Charme aus (im Gegensatz zu den Touristenorten im Süden), wir genossen ganz einfach die Temperaturen von 27 Grad mit immer noch wolkenlosem Himmel, mit leckeren Tapas und Wein und Bier.



Zurück in unserer Finca langte es sogar noch für ein Sonnenbad auf unseren Liegen und nun sind wir bereits wieder mit Abendessen vorbereiten beschäftigt. Morgen bricht bereits der letzte ganze Tag unserer Ferien an und wir müssen unsere Vorräte aufbrauchen, weil wir morgen Abend noch einmal nach Puerto de la Cruz fahren um feinen Fisch zu essen.