Regen, Regen, Regen begrüsste uns am frühen Morgen in Puerto Natales. Das im Wetter App angekündigte schöne Wetter war nirgends zu sehen. Auch das Wasser war immer noch abgestellt, also keine Dusche und Zähneputzen usw. wie wir uns das von Afrika gewöhnt sind. Wenigstens konnten wir im Hotel ein Zmorge geniessen und brachen vor dem Mittag Richtung Torres del Paine auf. Schon bald nach Puerto Natales bogen wir auf Gravel Road ab und während das Wetter endlich immer besser wurde, wurde auch die Landschaft immer schöner und interessanter. Wir näherten uns tatsächlich den südchilenischen Anden.

Schliesslich erreichten wir unser Ziel, das Hotel Rio Serrano, welches direkt vor dem Parkeingang gelegen ist. Wir schienen wieder einmal alles richtig gemacht zu haben, da wir in einem der wenigen Zimmer mit Balkon untergebracht wurden, und von hier bietet sich uns folgender Blick:

Diese Bergkette wollten wir uns näher ansehen. So fuhren wir noch am selben Tag zum ersten Mal in den Park.

Der Torres del Paine Nationalpark ist der wohl bekannteste Park in Südchile und heisst auf Deutsch „Türme des blauen Himmels. Nachdem wir im Park unterwegs waren und wir ja beide schon an vielen Orten auf dieser Erde waren, müssen wir sagen, es ist einer der schönsten Flecken Erde, den wir jemals gesehen haben.  Natürlich trägt das wunderbare Wetter ganz viel dazu bei, aber die Landschaft ist auch extrem abwechslungsreich: Gletscher (werden wir erst morgen sehen), hohe Berge, türkisfarbene grosse und kleine Seen, Wasserfällen und grüne Wiesen mit Frühlingsblumen. Hier ein paar Impressionen:

Auch die Tierwelt ist sehr vielfältig und ich kann bereits wieder zwei Tiere auf meiner Bucket List abhaken: Guanacos und Nandus. Was man auch sehr oft sieht sind verschiedene Vogelarten und Hasen, sehr sehr viele Hasen 😉

Was wir noch nicht gesehen haben ist der Andenkondor und der Puma. Aber wer weiss, vielleicht haben wir ja morgen Glück!

Heute haben wir noch eine Wanderung unternommen. Sehr viele Touristen, welche den Park besuchen, sind nicht wie wir mit dem Auto unterwegs sondern mit Rucksack und Wanderschuhen. Im Torres del Paine gibt es den W-Trail und den O-Trail. Beides sind mehrtägige Wanderungen und man übernachtet jeweils in sogenannten Refugios. Diese sind wohl mit unseren SAC-Hütten vergleichbar. Da wir die Zeit nicht haben und auch ganz schön luxuriös mit dem Auto unterwegs sind, beschlossen wir, wenigstens einen kleinen Teil dieser Trails zu laufen. Wir sind also beim Las Torres Hotel gestartet und fast bis zum Chileno Basecamp, welches auf halbem Weg zum Las Torres Lookout liegt, gewandert. Das war ein Erlebnis und ich verneige mich vor allen, welche den W- oder O-Trail im gesamten laufen und das mit dem Rucksack gefüllt für einen mehrtägigen Aufenthalt auf dem Rücken.

Die morgigen Wetterprognosen versprechen wiederum einen wunderschönen Tag und wir freuen uns auf unseren Ausflug inkl. Schiffahrt zum Grey Glacier!

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2 Kommentare

  1. Wunderschön, merci vielmal für den ausführlichen Bericht und die sehr schönen Fotos! Viele liebe Grüsse und Küsse Marianne und Robi

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