Der Wecker klingelte erst um 05.30 Uhr. Heute mussten wir Tamboti bereits verlassen und weiter Richtung Norden reisen. Deshalb war zuerst frühstücken angesagt und um 07.00 Uhr verliessen wir mit Sack und Pack dieses so idyllische Camp.
Unsere Fahrt führte uns ziemlich schnell via Satara Richtung Norden.

Zuerst aber, sahen wir noch einmal eine riesige Autoansammlung dort, wo wir gestern auch mit Feldstecher nichts entdeckt hatten. Ein komisch aussehender Baum erregte meine Aufmerksamkeit. Etwas war auf dem obersten Ast zu sehen. Bevor ich mir den Baum näher anschauen konnte, sah ich plötzlich eine Schwanzbewegung unter dem Baum. Mit dem Feldstecher entdeckte ich einen Leoparden und im Baum hing seine Beute, ein Impala. Das hätten wir also mit etwas mehr Geduld bereits gestern entdecken können. Der Leopard verschwand dann ziemlich schnell im Dickicht, er würde sicher wieder zurück kommen, aber wir mussten ja weiter.
Es ging nun auf Teerstrasse zackig Richtung Norden, zum Olifant River. Das gleichnamige Camp (Olifant) wollten wir für eine Kaffeepause ansteuern. Es liegt erhöht auf einem Hügel mit wunderbarer Aussicht auf eben diesen Fluss. Diese Aussicht bestaunten wir also, bevor wir weiter Richtung Norden fahren wollten. Wir waren gerade auf die Strasse Richtung Letaba abgebogen, da kam hinter uns ein Auto das lichthupte wie verrückt. Ein schwarzer Südafrikaner informierte uns, dass ihm, als wir neben der Tankstelle in Olifants vorbeifuhren (er arbeitet dort) aufgefallen war, dass der hintere linke Reifen ziemlich platt aussah. Er könne sich das anschauen und wahrscheinlich auch reparieren. Adi wusste bereits, dass der Reifen Luft verlor (sehr langsam) aber hatte das im nächsten Camp anschauen wollen. Doch so ein nettes Angebot wollten wir nicht ausschlagen. Die Südafrikaner sind schon sehr hilfsbereit, das merkten wir heute wieder einmal.


So verloren wir zwar eine halbe Stunde Zeit, dafür bekam Adi eine Schulung in Pneu-Reparatur. Das kann für eine nächste Reise durchaus nützlich sein. Wir machten uns mit einem geflickten Reifen auf den Weg Richtung Norden. Die Fahrt ging nun mehr oder weniger entlang von breiten Flüssen. Auf den Olifants folgte bald der Letaba und genau dieses Camp steuerten wir nun für’s Mittagessen an.

Gestärkt mit einem Burger ging es bald weiter. Mit all dem Wasser ringsherum hatten wir bald «Hippo-Land» erreicht. Vorerst machten wir noch eine 4×4 Runde zu einem Aussichtspunkt über den Fluss und dann gings auf der anderen Flussseite entlang bis zu unserem Camp Shimuwini. Eine Elefantenherde nach der anderen versperrte uns den Weg. Wir waren total fasziniert und benötigten dementsprechend lange, bis wir schlussendlich das Bushveld-Camp erreichten und unser Cottage Nr. 2 bezogen.
Die 13 Cottages des Camps sind schön in Reih und Glied mit Blick auf den Letaba River gelegen. Im Fluss und an Land war einiges los. Hippos, die sich sonnten und zwischendurch laut röhrten. Impalas, Zebras und Wasserböcke, die zum Wasser kamen um zu trinken. Es wurde nicht langweilig.



Mit Apéro und Abendessen zubereiten verging die Zeit sowieso wie im Flug. Zum Essen bereitete uns Adi eine Art «Rumpsteak» auf dem Grill zu. Dazu gab es Gurken und Rüeblisalat und Knoblauchbrot.

Nach dem Abendessen machten wir noch einen kurzen Spaziergang zum Hide mit Blick auf den Fluss. Glühwürmchen flogen durch die Nacht. Zwischendurch hörte man wieder die Hippos und eines graste auf der anderen Seite des Flusses. Ein riesiges (ca. 3m langes) Krokodil schwamm lautlos von einem Ufer zum nächsten. Mit unserer starken Taschenlampe konnten wir alles gut beobachten. Shimuwini hat uns einen wunderschönen afrikanischen Abend in der Wildnis beschert. Wir werden sehr gerne wiederkommen.
Liebe Sandra, lieber Adi,
sehr interessante Berichte und schöne Fotos!
Wir wünschen euch weiterhin schöne, erlebnisreiche Ferientage!
Liebe Grüsse
Therese und Ruedi