Unsere Reise führte uns nun bis in den äussersten Nordosten von Südafrika, in den touristisch eher vernachlässigten Norden des Krüger Nationalparks. Auch für uns war das Neuland.

Um 07.00 Uhr verliessen wir unser schön gelegenes Bushveld-Camp Richtung Norden. Bereits auf den ersten Kilometern konnten wir uns über erneute Elefanten-Begegnungen freuen. Bald bogen wir auf die geteerte Main Road ab und steuerten als erstes das Mopani Camp an, um uns dort einen Capucchino Take away zu holen. Das Camp ist wunderschön am Pioneer Dam gelegen und Adi und ich fingen an Pläne für eine erneute Krüger-Reise zu schmieden. Mopani würde als Übernachtungs-Camp definitiv dazugehören.

Weiter gings Richtung Shingwedzi. Das Camp kennen wir bereits von 2007 als wir mit Vreni und Hans den Krüger bereisten. Es war damals unsere nördlichste Übernachtungsgelegenheit. Shingwedzi kommt lagemässig nicht ans Mopani Camp heran, aber wir stoppten trotzdem kurz, einfach aus nostalgischen Gründen.

Und dann kam Neuland. Kurz nach Shingwedzi querten wir den «Tropic of Capricorn». In der südlichen Hemisphäre befindet sich dort die Grenze zu den Tropen. Man merkt den Unterschied, es wird tatsächlich immer feuchter je nördlicher man kommt. Auch die Landschaft veränderte sich zusehends. Die Sicht von der Strasse aus wurde eher schlichter, durch die trockenen Mopane Bäume und sonstiges Gestrüpp. Bald bogen wir wieder auf eine Dirt Road ab, die entlang eines Flusstals führte. Kurze Loops führten immer wieder zum Fluss und es tummelten sich dort zahlreiche Tiere. Nach dieser Schlaufe führte die Main Road weiter nördlich, bis wir schliesslich zu unserem nächsten Camp, Punda Maria abbogen. Nun hatte es auch immer weniger Autos, die unterwegs waren. Es schien zu stimmen, dass die meisten Touristen den südlichen Teil des Parks bereisen. Auch die Distanz zwischen den Main-Camps wird immer grösser, je nördlicher man kommt.

Das Camp ist im Vergleich zu den anderen Main Camps klein, verfügt aber über einen Shop, ein Restaurant und eine Tankstelle. Wir hatten eines der sieben «Glamping-Zelte» gebucht. Diese haben zwar nicht viel Ausblick aber eine schöne Terrasse zum grillieren. Da die Temperatur ca. 38 Grad betrug testeten wir nach dem Check in aber zunächst den Swimming Pool und gönnten uns danach im Restaurant ein kühles Bier.

Dann war’s schon wieder an der Zeit zu grillieren, dazu zu aperölen und Pläne für den nächsten Tag zu schmieden. Zum Znacht gab es Eland-Steak, Teigwaren mit Zucchini und Bohnen und kleine Kürbisse vom Grill.

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Tagwache um 04.45 Uhr, schnell ein Kaffee und los gings Richtung Süden.


Wir hatten beschlossen noch einmal die schöne Strecke am Fluss nördlich von Shingwedzi zu befahren. Nach der 40km langen Anfahrt gab es Büffel, Zebras, Impalas und Giraffen zu bestaunen.

Wir wünschten uns aber natürlich eine Löwen- oder Leopardensichtung. Und tatsächlich an einem Fluss-Loop standen zwei Autos und die Insassen schauten mit Feldstecher und ihren langen Fotorohren rüber zur anderen Flussseite. Wir suchten diese nun auch mit unserem Feldstecher ab, als wir plötzlich eine Löwin entdeckten, die aus dem Gebüsch gelaufen kam. Nun sahen wir auch die anderen beiden Löwinnen, welche es sich erhöht, mit gutem Ausblick auf das Flussufer bequem gemacht hatten. Wunderbar! Nun konnten wir’s uns gemütlich machen.

Viel Action gab es nicht. Ich hatte den Eindruck, dass die drei (vielleicht von einer erfolglosen Jagd) etwas gefrustet waren. Die drei hingen faul herum, ab und zu streckte sich Eine etwas oder rollte sich auf den Rücken. Trotzdem ist es immer wieder schön, diese Raubkatzen zu beobachten.

In der Nähe hatte sich mittlerweile eine Elefantenherde am Fluss eingefunden, welche mit viel Freude am Planschen und Trinken war. So konnten wir uns kaum entscheiden, in welche Richtung wir schauen sollten.

Bald war es an der Zeit Adieu zu sagen. Wir mussten uns auf den Rückweg zum Camp machen, um dort noch gemütlich zu «brunchen». Anschliessend gabs noch einmal ein kühles Bad im Pool, bevor wir noch einmal zu einem Game Drive starteten. Es gibt rund um Punda Maria eine 25km langen Runde, welche wir fahren wollten. Der Drive war nicht sehr ergiebig (vereinzelte Kleintiere, Zebras, Giraffen) aber landschaftlich sehr schön.


Schon war es an der Zeit unsere schöne Terasse im Camp zu geniessen. Adi bereitete Rumpsteak und langstieliger Broccoli auf dem Grill zu, dazu gab es Saucen-Kartoffeln. Um 21.30 Uhr waren wir bereits wieder in den Federn.

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