Am Mittwoch morgen strahlte die Sonne vom Himmel und wir konnten den Urunga Boardwalk noch nachholen. Der 1km lange Boardwalk startet am Kalang River, führt eine Weile dem Fluss entlang bis zum Zusammenfluss mit dem Bellinger River und weiter hinaus bis zum offenen Meer. Man konnte gut sehen, das zurzeit Ebbe war, aber das Wasser vom Meer wieder bis zu den Flussmündungen hineinfloss. Ein wunderschöner Morgenspaziergang!

Danach war es an der Zeit aufzubrechen. Bevor es weiter an der Küste entlang ging, wollten wir noch einen Stop im Inland, im Dorrigo Nationalpark machen. Er liegt am sogenannten Waterfall Way, einer schönen Gebirgsstrasse auf einem Hochplateau an der Great Dividing Range. Die Great Dividing Range ist Australiens grösster Gebirgszug und erstreckt sich praktisch von Norden nach Süden an der Ostküste des Kontinents entlang.

Beim Dorrigo Rainforest Centre startet der 6,5 km lange Wonga Walk, der durch den Regenwald und an drei kleinen aber eindrücklichen Wasserfällen entlang führt. Das Highlight sind die Crystal Shower Falls, bei denen ein Boardwalk hinter die Fälle führt. Auch sonst ist der ganze Walk ein Erlebnis. Die vielen Tierstimmen, vor allem Vögel und Frösche und die riesigen Farne und Bäume geben einem das Gefühl, das hinter jedem Baum ein Dinosaurier lauern könnte. Kleine Geckos und sogar eine Schlange begegneten uns auf dem Trail. Zum Abschluss besuchten wir noch den 75 Meter langen Skywalk, der über den Baumwipfeln einen spektakulären Blick auf das Plateau bietet.

Gegen Mittag fuhren wir wieder Richtung Küste und bis zu unserem Tagesziel Port Macquarie. Die Hafenstadt an der Mündung des Hasting Rivers hat nicht wahnsinnig viel zu bieten, ein Strand und der Pazifik zum abkühlen waren für uns jedoch genug.

Den Abend verbrachten wir in einem hübschen Airbnb in Strandnähe. Ein warmer Sommerabend auf einer grossen Terrasse, noch einmal ein leckeres Känguruhfilet vom Grill zum Nachtessen. Was will man mehr.

Am Donnerstag gings weiter südwärts. Bewusst etwas auf Umwegen, fuhren wir durch den Myall Lakes Nationalpark mit grossen Süsswasserseen. Bald folgen die Zwillingsstädte Tuncurry und Forster. In Forster gabs noch einen kurzen Halt. Eigentlich wollten wir einen Cappucchino trinken. Doch der 26. Januar ist Australia Day (Nationalfeiertag) und die Café’s waren entweder geschlossen oder voll mit Australiern, die den freien Tag genossen.

Anschliessend gings auf schnellstem Weg Richtung Hunter Valley. Es ist eines der grossen Weinanbaugebiete in Australien und natürlich wollten wir hier den lokalen Wein probieren. Zuerst gabs jedoch eine Stärkung im Café Jimmy Joans. Danach ein kurzer Stop im General Store von Pokolbin um lokale Spezialitäten für das Nachtessen einzukaufen und der Check-In in unsere Vineyard Villa inmitten von Weinbergen und Kuhweiden etwas ausserhalb von Pokolbin.

Zuerst besuchten wir das Weingut Brokenwood. Der Aufenthalt war nur kurz, da diese Winery im Hunter Valley selbst fast keine Weine herstellt und man praktisch nur Weine vom Schwesterngut in Südaustralien verkosten kann. Wir probierten dort dann die einzigen drei Weine vom Hunter Valley im mittleren Preissegment. Den Semillon hätte ich sofort gekauft, würden wir noch länger in Australien herumreisen. So verliessen wir die Winery aber bald wieder und gingen weiter zu Tullochs. Eine der ältesten Wineries im Hunter Valley, schön gelegen etwas erhöht mit einer gemütlichen Terrasse. Mittlerweile war die Tagestemperatur auf 38 Grad gestiegen, so dass wir gerne im gekühlten Tasting Room Platz nahmen. Hier gab es sechs Weine zum testen und wir hatten explizit Wein aus dem Hunter Valley verlangt. Das kriegten wir dann auch, zusammen mit Kommentaren unseres sehr kompetenten und lustigen Weinberaters. Für das Abendessen kauften wir eine Flasche Shiraz.

Gleich neben unserer Unterkunft befand sich die Winery Pooles Rock, wo wir noch einen kurzen Stopp machten. Auch dort durften wir sechs verschiedene Weine verkosten und kauften uns auch dort noch ein Souvenir für zuhause: ebenfalls einen sehr feinen Shiraz.

Zurück in unserer Unterkunft konnten wir noch einmal einen schönen Sommerabend geniessen. Bei lokalen Köstlichkeiten wie Brot, Fleisch, Käse und Wein gabs noch einmal Känguruhs im Abendlicht und in der Ferne Blitze und Gewittergrollen. Das Gewitter und der Regen holten uns in der Nacht noch ein…

Am Freitag gings vom Hunter Valley direkt wieder ans Meer. Auf dem alten Pacific Highway gings an grossen Salzwasserseen (der Lake Machquarie ist der grösste Salzwassersee in New South Wales) und an Orten wie The Entrance und Budgewoi vorbei.

Sydney kam immer näher und in Narrabeen, das nördlich von Manly liegt, machten wir noch einen kurzen Mittagsstopp. Noch einmal 45 Minuten Fahrt, ein letzter Tankstopp und wir hatten die Harbour Bridge, eines von Sydneys Wahrzeichen erreicht. Mit Queenie gings direkt über die Brücke in die Innenstadt, wo wir Sie wohlbehalten bei Hertz ablieferten.

Nach 12’202 km mit Roo, Wallie, Percy, Tessa, Jamie und Queenie haben wir nun unser Endziel in Australien erreicht. Wir werden in den nächsten Tagen nun noch Sydney erkunden, bevor unser Flugzeug am Montag Nachmittag Richtung Singapore abhebt.

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1 Kommentar

  1. Unsere Lieben, 12202 km in Australien ist eine super Leistung! Man sieht an diesen Mega vielen Kilometern dass Ihr mit sehr vielen wunderschönen, spannenden unvergesslichen Erlebnissen im Gepäck am Donnerstag 3.2. nach Hause kommt! Vielen herzlichen Dank für den sehr Intressanten Bloc und die vielen wunderschönen Fotos, die uns immer grosse Freude bereitet haben! Wir freuen uns auf das Wiedersehn mit Euch 2 Lieben sehr! Viele liebe Grüsse und Küsse von uns Zwei

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