Am Morgen nach einem leckeren Frühstück in der Red Sands Country Lodge brachen wir auf Richtung Nordwesten. Unser Ziel war der Kgalagadi Transfrontier Park.
Zuerst gings auf gut geteerter Strasse Richtung Van Zylsrus. Der kleine Ort hat ein sehr gut bewertetes Hotel mit einem schönen Café. Vielleicht übernachten wir irgendeinmal dort, dieses Mal gab es einfach eine kurze Pause. Nun waren wir in Afrika: Ziegen auf der Strasse, San-Leute, ein Hin und Her und Sonne und Hitze pur.


Nach Van Zylsrus begann eine 147 km lange Gravel Road Strecke bis zum Örtchen Askham. Wir befanden uns nun in Cattle Country. Eine Farm reihte sich an die andere und Kühe und Ziegen prägten das Strassenbild. Auf Warnschildern waren immer wieder Schafe abgebildet, diese haben wir jedoch nicht gesehen.
In Askham geht die Fahrt noch einmal auf geteerter Strasse weiter Richtung Twee Rivieren. Das ist einerseits das grösste Camp des Kgalagadi Park und andererseits die Grenzstation nach Botswana. Da wir nicht nach Botswana einreisten, meldeten wir uns als Overnight Visitor an der Rezeption an. Es gab etliche Covid-Formulare auszufüllen und uns wurde Fieber gemessen und dann durften wir das Camp betreten und unser Chalet beziehen.
Der Kgalagadi Transfrontier Park ist für uns einer der schönsten Parks im südlichen Afrika. Aufgrund seiner abgelegenen Lage, hat es nicht „Massentourismus“ wie z. B. Im Pilanesberg Nationalpark. Dazu ist die Landschaft mit den roten Sanddünen, dem grünlich-gelben Spinifex-Gras und den afrikanischen Bäumen einfach nur traumhaft anzuschauen. Und last but not least leben hier die legendären Kalahari Löwen mit ihren dunklen Mähnen und die Chance ist gross, wenigsten Einen anzutreffen. Was es im Park nicht gibt sind Elefanten, Rhinos und Zebras. Die werden wir aber später noch einmal sehen können.


Wir bekamen auch ein Permit, welches wir auf den Gamedrives mitführen mussten und wenn wir zurück im Camp waren, wieder abgeben mussten. Und dann gings auch schon los auf den ersten Gamedrive. Um in den Park zu gelangen, muss man aussteigen ein Tor öffnen und dieses wieder schliessen. Ich als Beifahrerin hatte diese Aufgabe gefasst. Adi sagte noch zu mir: Beeil dich dann, damit dich der Löwe nicht frisst auf der anderen Seite. Tja so abwegig war das gar nicht, knapp 3 km weiter lag schon die erste Löwendame faul unter einem Baum. Welch ein Highlight.
Wir fuhren trotzdem bald weiter, weil sie sich so schön versteckte und freuten uns ab der vielfältigen Tierwelt am Wasserloch noch etwa 1 – 2 km weiter. Viele weitere Parkbesucher waren auch dort parkiert und plötzlich brach Hektik aus. Mit dem Feldstecher konnten wir in der Ferne das Löwenrudel, zu dem wohl die Löwin von vorhin gehörte beobachten, wie Sie auf einer Düne hockten. Dort hatten Sie natürlich den Überblick. Auch die Tiere am Wasserloch wurden unruhig und entfernten sich in die andere Richtung.



Wir fuhren noch ca. 30 km gegen Norden und konnten Gnus, Oryx-Antilopen, Springböcke, Sekretäre und vieles mehr beobachten. Da um 19.00 Uhr Schluss war, das Gate wurde dann geschlossen, kehrten wir wieder um, und konnten nochmals die Löwen beobachten, wie Sie sich über die Düne zurückzogen. Noch einmal Glück gehabt, liebe Tiere am Wasserloch.



Nach so einem Parktag ist der Hunger gross. Adi grillierte uns ein Rindsfilet am Stück und dazu gab es Tomatensalat und Pilze und Peperoni vom Grill.
05.20 klingelte der Wecker. Im Camp hörte man überall das die Fahrzeuge beladen wurden. 05.35 Uhr fuhren bereits die ersten los, obwohl der Park erst um 06.00 Uhr seine Tore öffnet. Als wir kurz vor 06.00 Uhr losfuhren wussten wir warum. Bei der Stelle, wo man sein Permit abholt hatte sich bereits eine lange Schlange gebildet. Die Ranger arbeiteten jedoch schnell und effizient. Um 06.05 Uhr waren wir bereits wieder im Park. Bei schöner Morgenstimmung fuhren wir in etwa die gleiche Runde wie am Vorabend. Dieses Mal war uns das Sichtungsglück nicht so hold.

Zurück im Camp hiess es frühstücken, packen und aufbrechen. Nachdem wir bisher das Nossob-Tal befahren hatten, war nun das Auob Tal an der Reihe. Etwas mehr als 100 km nördlich an der namibischen Grenze befindet sich das Kalahari Tented Camp, wo wir die nächste Nacht gebucht hatten.
Auf ging‘s! Wir waren nicht mal so lange unterwegs, sahen wir bereits die ersten Herden der üblichen Verdächtigen, friedlich am grasen. Es ging nicht lange kam ein Auto von Norden her und der Fahrer informierte uns, dass eine Gepardenfamilie die Strasse herunterlaufe. Sofort fuhren wir weiter und siehe da, nach 2 km Fahrt sahen wir eine Ansammlung von Autos und zwischendrin die Geparden, eine Mutter mit ihren drei Jungen. Ganz entspannt liefen die Vier auf der Strasse ihrem Futter entgegen. Wir kehrten unser Auto und nahmen im Schritttempo die Verfolgung auf. Spannend wurde es als die Springböcke und Oryxantilopen in Sichtweite kamen. Die Gepardendame fing an sich anzuschleichen, während zwei der Jungen es ihr gleich taten. Das Dritte schien uns etwas verträumt. Es lief weit hinter den anderen und schien sich überhaupt nicht zu kümmern. Da gibt es also auch Charakterzüge bei wilden Tieren.


Die Tierherden wiederum wurden richtig wachsam, sie hatten bemerkt, dass Gefahr im Anzug war. Die Oryxantilopen schauten, dass Sie rasch fortkamen, während die Springböcke sich ganz eng zueinander drängten und auch Richtung Süden wanderten. Das war etwas Pech für die Geparden. Sie müssen sich recht nahe anschleichen können, damit Sie dann mit ihrem schnellen Sprint loslegen können. So suchten sich die Vier auf einer kleinen Anhöhe hinter Büschen einen Ruhe- und Beobachtungsplatz. Die Tiere unten im Tal blieben zwar noch wachsam aber fingen wieder an zu fressen. Die Geparden wiederum beobachteten das Ganze (ausser Nr. 4, der immer noch in seiner Traumwelt zu leben schien) und hofften, dass die Herden wieder etwas näher kommen würden. Wir mussten leider irgendwann aufbrechen, Richtung unsere Unterkunft und kamen nicht mehr mit, ob’s Futter gegeben hat. Dafür hatten wir sagenhafte Fotos schiessen können. So nahe sind wir Geparden noch selten gekommen.
Es ging nicht lange, kam schon das nächste Highlight: Mitten auf der Strasse zwei Löwen die gerade beschäftigt waren sich zu paaren. Es gab von beiden Seiten kein Durchkommen mehr und wir konnten das ganze Paarungsritual aus nächster Nähe beobachten. Bis der Strassenunterhalt mit Traktor und einer breiten Maschine, die die Gravelroad glatt planiert, ankam. Da mussten die Löwen wohl oder übel weg und verzogen sich unter einen Baum neben der Strasse. Kaum war das Fahrzeug weg, sprangen Sie bald einmal wieder auf die Strasse, wo Sie direkt vor unserem Auto weitermachten. Man sah nur noch den Kopf des männlichen Löwen und es fehlten ein paar Zentimeter und dann wären Sie unter unserem Auto gelegen. Irgendwann rollten wir zurück und fuhren neben den beiden vorbei. Sie ruhten sich gerade aus, bevor es dann wohl noch lange so weiterging.

Weitere Tiersichtungen folgten. Für uns sind das immer schöne Erlebnisse, auch wenn natürlich nicht alle so spektakulär sind. Irgendwann erreichten wir Mata Mata. Das grosse Camp liegt direkt an der namibischen Grenze. Wir meldeten uns an der Rezeption und erklärten, dass wir ins Kalahari Tented Camp wollten, das ca.3 km (wieder zurück) entfernt liegt und wo nur „Übernachtungsgäste“ Zutritt haben.
Nach kurzer Fahrt zurück hatten wir das schön gelegene Zeltcamp bald erreichten und durften unser Zelt Nr. 11 beziehen. Die Unterkunft verfügt eigentlich über zwei Zelte: Das Schlafzelt mit Badezimmer und ein Küchenzelt, dazu noch eine Terrasse mit Sicht über die Pfanne unter uns. Alles ist eingehagt, denn das Camp selber liegt in der Wildnis. Der anwesende Wärter ermahnte uns, nur am Strässchen wo die Zelte stehen, entlang zu gehen. Sobald die Sonne untergegangen war, durften wir unsere Unterkunft gar nicht mehr verlassen. Das war für uns aber ganz ok. Ich machte dann doch noch einen kurzen Spaziergang um unser Zelt zu fotografieren, es war aber ein recht komisches Gefühl und ich kehrte ziemlich schnell wieder um.

So genossen wir noch den Abend bei einem Straussen-Rumpsteak, grünen Spargeln, Bratkartoffeln und der Magie des südlichen Afrikas, die uns immer wieder aufs Neue in ihren Bann zieht.

❤️❤️❤️ das isch ja dr Oberhammer, was dir aus für Tier chöit beobachte und vor d‘Linse überchömet. Dir heit würklech Glück! Fröiä mi scho ufe nächscht Bricht!
Dä chunnt scho gli… dr Adi het a Tastatur müesse… morn no Biudli ifüege u när chöi mir ne ufelade…
Ganz toll, was ihr schon alles Spannendes und Interessantes
erlebt habt!
Wir wünschen euch weiterhin viele schöne Momente und Erlebnisse und geniesst weiterhin eure Ferien!
Liebi Gruess
Therese und Ruedi
Ungloublech was dir a tier aus ds gseh überchömet!! Ds löie prozedere heimelt üs, da mir das o einisch hei chönne erläbe!! Sehr spannende bricht sandra u adi aus super grillör!! Witer so, fröie üs uf e nächscht intressannt erläbnis bricht! Liebi grüessli vreni u hans♂️♀️
Das isch unglaublich, die viele Tier, wo Dier beobachtet, einfach super, das Glück gönne mier Euch sehr! Mier fröie üs scho uf die nächschti Fortsetzig, äs isch sooo spannend! Liebi Grüess u Küss vo üs Zwöi