Nach dem Gewitter sind wir noch einmal in Richtung Norden nach Positano aufgebrochen. Die Wanderung auf dem „Sentieri degli Dei“ haben wir schweren Herzens auf ein anderes Mal verschoben, da wir nicht wussten, wie sich die Regenmassen der vergangenen Nacht auf die Beschaffenheit des Wanderweges ausgewirkt hatten.
Ich habe die Amalfiküste aus Kindheitstagen mit sehr viel Verkehr in Erinnerung. Oft chaotisch, eng und laut. Nun da wir Mitte Oktober unterwegs sind, fehlt ein Faktor: es hat wenig Verkehr. Trotzdem oder gerade deshalb, muss man immer auf der Hut sein. In jeder Kurve ist es möglich, dass der entgegenkommende Fahrer die Kurve schneidet, überholt wird auch an unübersichtlichen Stellen und ein kleiner Schwatz zwischen zwei sich entgegenkommenden Fahrern kann jederzeit stattfinden.
In Positano angekommen haben wir uns entschlossen mitten im Ort auf einem bewachten Parkplatz zu parken. Ein teurer Spass, dafür wären wir schnell beim Auto, sollte sich das Wetter wieder drastisch verändern. Das Wetter veränderte sich dann auch schnell, aber wir hatten Glück und es wurde schnell immer schöner.


Mit dem schönen Wetter war es dann auch so richtig schön, durch die engen Gassen zu spazieren und später in einem Restaurant am Meer feinste Meeresfrüchte zu essen.




Um doch noch ein Bild zu erhalten, wie es sich angefühlt hätte den Weg der Götter zu erwandern, sind wir noch zum Endpunkt, dem oberhalb von Positano gelegenen Montepertuso gefahren.

Zurück in Ravello besichtigten wir noch die Villa Cimbrone und die Villa Rufolo. Wer die Sissi Filme auch so gerne schaut wie ich, dem kommt vielleicht die Aussicht bekannt vor: die Szenen, in welchen Sissi auf Madeira am kuren ist, wurden nämlich in Ravello gedreht.


Vor dem Abendessen konnten wir dann doch noch unsere wunderbare Terrasse unserer Unterkunft geniessen.

Gestern Morgen haben wir die Costiera Amalfitana Richtung Süden verlassen. Man fährt vorbei an der Hafenstadt Salerno in Richtung Paestum. Die Gegend dort ist urplötzlich ganz flach. Es ist ein langer Küstenstreifen an dem sich vor Paestum Campingplatz an Campingplatz reiht. Danach folgen Badeferien Hotels am kilometerlangen Sandstrand. An diesem Küstenstreifen haben die Griechen hunderte Jahre vor Christus die Stadt Poseidonia gegründet. Die Stadt wurde zwar später von den Römern beschlagnahmt und in Paestum umbenannt. Trotzdem kann man noch heute die drei griechischen Tempel besichtigen, welche zwischen 600 und 400 v. Chr. erbaut worden sind. Um die Tempel herum sind auch noch die Ruinen der anderen Gebäude, sogar ein kleines Kolosseum zu besichtigen. Dieser Teil ist jedoch nicht so gut erhalten wie Ercolano oder Pompei.



Nach Paestum geht die Fahrt wieder in die Berge. Nach der Küstenstadt Agropoli folgt ein Ort, der mir aus meiner Kindheit auch in bester Erinnerung ist. In Santa Maria di Castellabate habe ich mit meiner Familie manch schöne Badeferien verbracht. So war es für mich auch klar, dass wir im Ort übernachten wollten. Manches hat sich verändert: der schöne Corso zum Beispiel. Die engen Strassen und wie schnell man sich in Ihnen verfahren kann, das ist immer noch gleich. Adi ist im italienischen Verkehr aber mittlerweile so entspannt unterwegs, dass wir unsere Unterkunft nach der Zickzack-Fahrt durch die engen Gassen doch noch problemlos fanden.




Wir haben in einem schönen B&B mitten im Städtchen übernachtet. Unsere Vermieterin Alfonsina ist totaler Bern Fan. Viele Jahre hat Sie ihre Winterferien bei Bekannten in Neuenegg verbracht und dann jeweils schöne Ausflüge in die Umgebung unternommen. Nun hat Sie das Geburtshaus ihrer Grossmutter in eine schöne Unterkunft umgebaut.


Ich liebe euren Blog und die coolen Fotos ! Danke dass wir mitreisen dürfen! Genießt es einfach! Liebi Umarmig