Für den heutigen Beitrag konnte ich einen Gastblogger gewinnen! Viel Spass beim Lesen unserer Erlebnisse aus der Sicht von Adi:

Die nächste Etappe stand auf dem Programm, von Santa Maria zuerst hoch zum kleinen alten Städchen Castellabate oberhalb. Nun das war nach meinen, doch bereits gut antrainierten Fahrkünsten kein Problem. Oben angekommen, konnte sich Sandra nach einer Zusatzschlaufe wieder erinnern, wo der Aussichtspunkt war, um auf Santa Maria runter zu staunen.

Danach gings wieder mehr oder weniger runter an die Küste und dort alles auf kleiner, sehr kurvenreicher Strasse, weiter Richtung Süden. Irgendwann hiess es wieder hoch in die Berge, nicht nur weil Sandra ein weiteres Örtchen auf der Karte entdeckt hatte, sondern weil tatsächlich die Strasse dort durchführt. Vor dem Anstieg sah ich noch kurz eine Beschilderung mit einem halben Roman drauf und einem Fahrverbot. Als Süditaliener nimmt man das nicht wirklich mehr ernst und ich fuhr drauf los. Die Strasse war auch nicht übler als die anderen Tage, der Verkehr sehr überschaubar. Nun nach etlichen tausend Kurven nochmals das Schild und mit einem wesentlich grösseren Fahrverbot. Na ja, es ging ja doch noch weiter… aber leider nur noch ein paar Kilometer, dann war Schluss. Deutlich gab man international mit Bildern zu verstehen, dass hier nur noch Blaulichter und Sondergenehmigungen zur Weiterfahrt erlaubt sind. Blöd, alles kehrt und retour zur Küste runter. Hier nochmals eine andere Strasse, die das Navi nicht vorschlug, aber nach weiteren Kilometern befanden wir uns wieder auf derselben Strasse… saublöd. Was nun? Sandra und ich konsultierten nun Googlemaps genauer und da gab es tatsächlich einen riesigen Umweg, über kleine Strässchen ins Hinterland, der uns zum Ziel etwas südlicher am Meer führen könnte. Also los gehts, mit einem weiteren Anlauf. Kurve um Kuve schraubten wir uns mit dem VW T-Cross ins nirgendwo. Mal wieder ein alter Häuserhaufen mit ganz engen Strassen, dann wieder endlose Olivenbäume, die am Hang kleben und wieder eine der zahllosen Haarnadelkurven. Irgenwo im Nirgendwo, eine Abzweigung zu Sandra‘s Dörfchen, kurze Beratung, keine Schilder die hinweisen das es nicht weitergeht.. also los… noch enger, noch abgelegener, aber es ging vorwärts und plötzlich waren wir da und wider auf unserer gedachten Strecke.

Jetzt hiess es weiter der Küste nach Richtung Palinuro mit einem ganz ganz kleinen Kap. Dort angekommen, kurzer Versuch ans Ende des Kaps mit dem Auto zu kommen, vergebens… ok, halb so wild wir sehen eigentlich auf der ganzen Strecke wunderschöne und wilde Küstenabschnitte. Das Navi so trainiert, den nächsten Abschnitt vorzuplappern, trauten wir unseren Ohren nicht… eigenlich sollte es der Küste nach gehen, aber nein schon wieder in die Berge. „Wegen gesperrter Strasse befindest du dich auf der kürzesten Stecke zum Ziel“, Mann, das gibts doch nicht wieder rauf, über einen Pass, wieder hundert Kurven. Klar, ich liebe solche Strassen und hatte Spass am Fahren aber irgendwann möchte man ja auch ankommen.

Endlich wieder am Meer bei Marina die Camerotta, genehmigten wir uns eine Cola und einen Caffé und entschieden uns in Maratea in einem kleinen B&B zu übernachten. Also nochmals ein wenig in die Berge und mitten in die engen Gassen. Soweit mein Erfahrungsbericht über die Cilento-Küste 🙂

In Maratea angekommen, fing es natürlich gleich wieder an zu regnen. Trotzdem, Maratea Borgo liegt wunderschön gelegen über dem thyrrenischen Meer, mit engen Gassen, schönen Plätzen und der eigenen Christus-Statue, fast wie in Rio de Janeiro.

Den Abend verbrachten wir zuerst in der Bar, mit der Hälfte der Einheimischen (vorwiegend männlich, die das Spiele Inter Mailand gegen Milan verfolgten) und danach in einem gemütlichen Restaurant, in dem man für uns vorzüglichen Fisch zubereitete.

Am Morgen früh, mussten wir natürlich noch die Christus Statue besichtigen, es könnte ja sein, dass wir Rio de Janeiro, das ja eigentlich auch auf unserer Bucket List steht, nie besuchen können. Also ging es nochmals über kurvige Strassen hoch zu einem schönen Aussichtspunkt. Den teilten wir dann mit einer Busladung voller Italiener, deshalb fuhren wir ziemlich rasch wieder weiter.

Das Wetter ist so so la la. Sonne, Wolken und Regengüsse wechseln sich ab. Die Strecke führt abwechslungsreich am Meer entlang. Schreckliche, heruntergekommene Hotelbunker wechseln sich ab mit kleinen Städten und wunderschönen Strandabschnitten, die aber leer sind. Die Badesaison ist vorbei.

Am Nachmittag sind wir schliesslich in Tropea angekommen, wo wir die nächsten drei Nächte verbringen werden. Das Wetter wird immer besser und wir wohnen in einem Airbnb ca. 10 Min zu Fuss von der wunderschönen Altstadt entfernt. Gestern Abend kochten wir selber, wir haben uns lange darauf gefreut und heute gibt es einen faulen Ferientag, mit viel Glück können wir sogar noch ein Bad im Mittelmeer nehmen.

Apropos, wenn ihr mehr von Adi hören möchtet: das geht nur, wenn ihr diesen Beitrag munter kommentiert und liked 😉!

 

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4 Kommentare

  1. Lieber Adi, es ist sehr schön und interessant Deinen Bericht zu lesen! Die Fotos erinnern uns sehr an unsere vergangenen Ferien in Süditalien. An die Christusstatue in Maratea, die wir im Jahr 2008 besucht haben! Wir wünschen Dir und Sandra wunderschöne Tage in Tropea! Wir freuen uns auf weitere spannende Berichte von Euch Beiden! Liebe Grüsse und Küsse Marianne und Robi

  2. Hey Adi!
    Ja, das kenne ich. Es gibt eine Menge solcher Strassen und provisorische Umleitungen, welche anstatt 2 Monate plötzlich 5 Jahre dauern…. das kommt durchaus vor. Nur gut, dass Sandra nicht mehr so schnell nach Ueli brüllt, wie sie das als Kind gemacht hat!
    Weiterhin viel Spass und hoffentlich ein bisschen mehr Wetterglück!
    Salutoni e bacetti an euch zwei!

  3. Hallöchen adi, o du bisch i dr lag ä intressannte u spannende reisebricht i bloc ds schribe Super, mach witer so!!!! Hesch mit dr sandra jobtusch gmacht,Mir si gspannt was dir zwöi no aus erläbet!! Häbets guet u glg vreni u hans

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