Endlich, endlich wird das Wetter nun doch besser. Wir haben von Sonntag bis Mittwoch für drei Nächte ein Airbnb in Tropea gebucht. Unser Vermieter ist Giuseppe ein pensionierter Arzt, wir haben also sozusagen zum Reihenhäuschen mit Gartensitzplatz und top eingerichteter Küche noch den Mediziner dazugebucht, sollten wir krank werden.

Der erste ganze Tag in Tropea beginnt wolkig. Noch will sich die Sonne nicht so ganz zeigen. Wir fahren deshalb erst einmal südlich zum Capo Vaticano. Das kleine Kap verfügt über einen Aussichtspunkt von dem man bei guter Sicht bis zur Meerenge von Messina sieht, also dort wo Sizilien nahe an Festland Italien trifft. Wir haben Glück, die Sicht ist gut.

 

Gleich neben dem Aussichtspunkt führt ein Wanderweg hinunter zu einer kleinen Sandbucht. Wir nehmen die kurze Wanderung in Angriff, wissend, dass wir die Höhenmeter, welche wir hinuntersteigen, auch wieder hinauf müssen. Macht nichts, wir müssen noch ein paar Kalorien der vergangenen Tage abtrainieren. Unten angekommen, gibt es dann auch eine erste Möglichkeit die Wassertemperatur im Mittelmeer zu kontrollieren. Für mich als „Nicht-Aare-Schwimmerin“ doch etwas frisch, aber das Mittelmeer ist durchaus noch „bebadbar“.

Nach dem Ausflug ans Kap geht es auf Seitensträsschen wieder nordwärts. Auf Youtube haben wir gesehen, dass in Pizzo das Tartufo-Eis erfunden wurden. Da die Sonne nun wirklich durchgedrungen ist, ist eine Glace doch wirklich eine gute Idee. Pizzo ist auch ohne Tartufo ein schön gelegenes Städtchen, in dem wir auch noch einmal ein paar Höhenmeter zurücklegen. Und das Tartufo ist wirklich sehr lecker.

Für einen Montag haben wir genügend unternommen. Zurück gehts nach Tropea, wo wir uns im Städtchen einen Apéro genehmigen wollen. Im schönen Lokal mit Ausblick auf die Flanierzone und viele Läden, werden wir nebst unserem Glas Weisswein und der Stange Bier mit einem superfeinen Apéroplättchen verwöhnt. Als wir abwinken, nachdem der Kellner uns fragt, ob er noch einmal auffüllen soll, gibt es stattdessen noch eine Früchteplatte. Wo soll jetzt das Nachtessen noch hin, haben wir doch eingekauft um Pasta zu kochen. Nun gut eine Portion Pasta ging dann doch noch rein. Auf die Waage möchte ich jetzt grad nicht stehen.

Am Dienstag war dann wirklich ein Schönwettertag angesagt. Zwar nur 21 Grad, aber für uns Schweizer ist diese Temperatur ja schon toll (Die Italiener erzählen uns ja überall wo wir hinkommen, dass die Temperatur normalerweise noch viel höher ist, bis 30 Grad und dies weit in den November hinein.). Eigentlich wäre bei uns ja jetzt auch ein Strandtag vorgesehen, wir entschliessen uns jedoch, stattdessen Zungri zu besuchen. Vor hunderten von Jahren haben sich die einheimischen dort zurückgezogen und Höhlenwohnungen gebaut, um sich in den Bergen vor den überfallenden Sarazenen zu schützen. Diese Wohnungen kann man heute besichtigen (natürlich ohne Einrichtung, aber man kann sich ein wenig vorstellen, wie die Menschen dort gehaust haben).

Danach war dann aber doch Strand und Meer angesagt. Von der auf dem Felsplateau gelegenen Stadt Tropea sind wir hinunter zum Meer und Strand gelaufen. Das Meer, einfach ein Traum: türkisfarben und glasklar. Am Strand hatte es doch auch ein paar Leute am sonnen und am baden. Wir sind am Strand, barfuss, im Meer gelaufen, haben uns ein Apéro gegönnt, einfach genossen, entschleunigt, entspannt… Und danach noch den Sonnenuntergang genossen, fast ein bisschen kitschig.

 

Am Abend haben wir noch ein Abendessen in einem Fischrestaurant genossen. Der Schwertfisch und der Thunfisch haben beide sehr gut geschmeckt. Wir haben die Tage in Tropea sehr genossen. Der Ort ist wunderschön und momentan nicht von Touristen überrannt, das geniessen wir sehr!

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2 Kommentare

  1. Unsere Lieben, wir sagens immer wieder, super, intressanter Bloc, wunderschöne Fotos, am liebsten wären wir auch dort. Gniessets, liebi Grüess u Küss vo üs Zwöi

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