Am Donnerstag haben wir die letzte Region erreicht, welche wir in diesen Ferien bereisen wollen: Apulien. Wir haben über Airbnb ein Häuschen direkt am Meer für die nächsten zwei Nächte reserviert. Marina die Mancaversa unser Wohnort liegt zwischen Gallipoli und Torre San Giovanni am ionischen Meer. Der Ort ist im Gegensatz zu seinen Nachbarn eher ruhig und beschaulich. Für uns gerade richtig so, wir suchen ja nicht den Trubel. Allerdings ist momentan so oder so alles sehr ruhig in Italien. Dafür wurden wir mit wunderschönen Sonnenuntergängen verwöhnt.



Am Freitag haben wir die ganze ionische Küste gegen Süden abgeklappert. Auf der Litoranea (der Küstenstrasse) fährt man meist ganz am Meer entlang und durchquert Ferienorte wie Torre San Giovanni. In diesem Ferienort war dann auch noch am meisten los und wir konnten in einem schönen Café einen Cappucino geniessen.

Auffallend ist, dass die Orte alle mit dem Namen Torre beginnen. In jedem Ort gibt es dann auch so einen Torre zu bestaunen, der wohl früher zur Sicherung der Küste durch einfallende Sarazenen oder andere Völker diente. Den schönsten Torre haben wir ganz im Süden in Torre Vado gefunden.

Schliesslich erreichten wir vor dem Mittag den südöstlichsten Punkt des italienischen Festlandes, das Capo Santa Maria di Leuca. Ein grosser weisser (immer noch bewohnter) Leuchtturm steht neben einer riesigen Basilicata, die sich rühmt im Juni 2008 den damaligen Papst Benedikt empfangen zu haben. Daneben treffen hier das ionische und das adriatische Meer aufeinander.


Nun fuhren wir über die Schnellstrasse wieder nordwärts bis zur schönen Hafenstadt Gallipoli. Die Altstadt liegt auf einer Felseninsel und ist durch eine Brücke mit der auf dem Festland gelegenen Neustadt verbunden. Am Hafen gibt es kostenfreie Parkplätze und von dort kann man das Centro Storico umlaufen, Einblick in die vielen schmalen und schönen Gässchen nehmen, immer wieder auf das türkisfarbene Meer hinausschauen und in einem der schönen Bars einen Drink geniessen.


Der Freitag war auch unser 21. Hochzeitstag und so gönnten wir uns am Abend in einem Restaurant in Marina Mancaversa eine feine Seafood-Pasta. Gut hat Adi unsere Stirnlampen eingepackt, so dass wir nach dem Essen über den Felsenstrand zurück zu unserem Haus laufen und so noch ein bisschen verdauen konnten.

