Während unserer Reise war eines unserer Ziele auf einer Estancia zu übernachten. Estancias sind argentinische Farmen. Als mit Rindfleisch und Wolle noch weltweit gute Geschäfte zu machen waren, häuften die Eigentümer solcher Estancias unvorstellbare Reichtümer an. Heute sind diese Märkte jedoch eingebrochen und es müssen Alternativen gefunden werden. Tourismus ist eine Möglichkeit.

Die Estancia la Estela liegt am Lago Viedma am südlichen Ende wo der Rio Leona beginnt, der schlussendlich im Lago Argentino endet. Die Besitzer konzentrieren sich (leider) voll auf den Tourismus, so dass wir keine echten Landwirtschafts-Tätigkeiten beobachten konnten. Dafür ist die Lage der Estancia ohne Zweifel eine der schönsten, die man sich vorstellen kann. Man sieht nämlich bis zum Cerreo Chalten oder Mount Fitzroy. Zudem ist man hier wirklich abgelegen. Die nächstgelegene Ortschaft ist El Calafate, welche ca. 100km entfernt ist.

Wir wurden zwei Tage lang extrem verwöhnt auf der Estancia: Einerseits mit der tollen Lage, und unserem gemütlichen Häuschen und andererseits wurden wir fein bekocht (Vollpension) und der Schlummertrunk am Abend vor dem Kaminfeuer war auch nicht zu verachten. Adi und ich waren während der ganzen Zeit die einzigen Gäste und wurden von vier Personen betreut, ganz warmherzige liebe Menschen, die sich um unser Wohl kümmerten. Hier mussten wir uns auch wieder einmal echt Mühe geben mit unserem spanisch. Mein Reise Know How Büchleing „Spanisch für Argentinien“ kam voll zum Einsatz.

Was macht man so an einem Tag auf einer Estancia, weit weg von jeglicher Ziviisation? Gestern morgen durften wir als erstes einen Ausritt am Strand machen. Dies war schon von daher ein Erlebnis, als dass ich nicht wirklich Erfahrung mit reiten habe. Ich bekam deshalb Lisa zugeteilt, ein sehr träges und faules Pferd. Lisa mochte eigentlich gar nicht gross mit mir ausreiten, dann jedoch überholte Sie plötzlich Flora (das Pferd von Adi) und trottete dann ganz gemütlich weiter. Flora und Adi wollten dann immer überholen, aber das passte Lisa nicht und Sie fing dann an zu traben, damit sie ja nicht überholt wurde. Für micht, war es also doch recht anstrengend mein Pferd im Griff zu haben, aber alles in allem ein tolles Erlebnis. Danke Lisa, dass du mich nicht abgeworfen hast!

Gegen Abend ging das Programm weiter mit River Rafting, wobei was hier so bezeichnet wird, können wir bei uns auf der Aare zwischen Thun und Bern auch erleben. Wir machten das Rafting mit einer argentinischen Familie aus Buenos Aires, welche in El Calafate im Urlaub ist. Die Argentinier sind wirklich ausnahmslos alles sehr nette und interessierte Leute und wir hatten es sofort ganz lustig zusammen auf dem Rio Leona.

Heute morgen hiess es dann Abschied nehmen von der Estancia und wir haben uns auf den Weg ins Paradies der Hiker und Bergsteiger nach El Chalten gemacht. Das Wetter ist weiterhin wunderschön und wird für die nächsten Tage auch so bleiben. So werden wir sicher die eine oder andere Wanderung machen können.

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5 Kommentare

  1. Danke für den schönen Bericht, ich hoffe, du hast nicht zu viel Muskelkater? Ich reite auch nur in den Ferien, aber dann immer gern. Ein super Bild (Selfie?) von dir und Adi auf dem Pferd. Mit dem Reise-Know-Sprachführer scheint ihr zufrieden, das sag ich gern weiter.

    1. Das Bild ist tatsächlich ein Selfie und war gar nicht so einfach zum machen ;-)… und ja die Reise-Know-How-Sprachführer haben uns schon ein paar mal aus der Patsche geholfen. Und die Argentinier entschuldigen sich immer bei uns, dass Sie nicht spanisch sprechen, dafür sollten wir eigentlich etwas besser ihre Sprache können…

  2. Nöis hobby dir zwöi?? Im aaretal gits viu glägeheite zum rite!! Super das dir so schön wätter heit, mir hei e richtige rägesunntig u da gits nüt bessers aus es fondue zum znacht im fröschemösli 20 bi üsem schätzeli luisa!! Witerhin viu spass u glg u muntsch vreni u hans

  3. Wow! Rittä!!! Hahaha, tatsächlech öpis Nöis. Tönt sehr spannend und da nimmt mä sicher o ä Bitz Muskukater i Chouf! Gniesset jedä Tag hie heimer grad Schmudelwätter hoch 10 Ibruch und i hoffe, dass es morn nid plötzlech aus zuegschneit het und d‘Züg normal fahre…
    Muntsch us dr Heimat!

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