Heute Mittag haben wir den Kruger Nationalpark leider verlassen. Die letzten zwei Nächte haben wir noch in Sirheni einem Bush-Camp mit schönen Cottages verbracht.

Sirheni wollten wir unbedingt besuchen. In der Nähe führt eine wunderschöne Strasse einem  (fast ausgetrockneten) Flussbett entlang. Vor drei Jahren hatten wir hier geniale Sichtungen: Löwen, Elefanten die in den Flussteichen planschten und immer wieder alle anderen pflanzenfressenden Tiere. Dieses Jahr war leider alles anders. Wir vermuten, dass die Tiere wegen den Regenfällen nicht zum Flussbett müssen, sondern irgendwo sonst in der Region Wasser finden. Auf jeden Fall gab es am Mittwoch ein paar einsame Büffel, einige Impalas, wenige Giraffen und viele Hippos und Krokodile. Und über weite Strecken einfach nichts als Landschaft. Das war schon etwas enttäuschend, aber es zeigt wenigstens, dass es in den Nationalparks von Südafrika nie langweilig wird. Man kann 20x die gleiche Ecke besuchen und erlebt immer wieder etwas anderes.

Weil es fast keine grossen Tiere hatte, machten wir uns halt auf die Suche nach kleinen Tieren, die man zuhauf findet, wenn man die Augen etwas aufmacht. Sumpfhühner, Squirrel, Vögel wie der Hornbill und der Dung-Beetle, ein Käfer, der aus dem Elefantendung 2 – 3 x so grosse Kugeln wie seine Körpergrösse formt und Sie in Sisiphusarbeit über die Strasse transportiert.

Als versöhnlichen Abschluss dieses Tages sahen wir dann in der untergehenden afrikanischen Sonne doch noch eine Elefantenherde dahinziehen.

In unserem Cottage erlebten wir wieder einmal den wunderschönen Sternenhimmel der südlichen Halbkugel. So viele Sterne auf einen Haufen am schwarzen Himmel (weil keine Lichtquellen) gibt es meiner Meinung nach nur im südlichen Afrika. Man sieht die grösseren Sterne sogar auf meinem mit dem Iphone geschossenen Föteli. Dazu gabs ein „Frosch-Konzert“, wie es das auch hier nur hier gibt ;-)…

Heute Morgen, bei schönstem Sommerwetter ging es auf die 175km lange Strecke zum Phalaborwa Gate, dass wieder etwas südlicher liegt (je südlicher im Kruger, desto tierreicher). Und tatsächlich erlebten wir tiermässig wieder etwas mehr. Mehrere Elefantenherden, oft auch mit jungen Tieren und eine riesige Büffelherde kreuzten unseren Weg. So haben wir den Park mit wehmütigem Herzen verlassen, aber mit dem Wissen, dass wir bald wieder kommen möchten.

Nun befinden wir uns für zwei Nächte in der Kruger Cliffs Lodge und gönnen uns etwas Luxus, aber auch self Catering, bevor wir uns am Samstag auf den Rückweg nach Johannesburg machen.

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