13.01. – 17.01.2023
Die letzten Tage in Tasmanien sind, wie zu erwarten war, schnell vorbeigegangen. Am Freitagmorgen packten wir rasch zusammen und verliessen das Gebiet um den Cradle Mountain in Richtung Launceston. Die zweitgrösste Stadt von Tasmanien liessen wir jedoch (aus Zeitgründen) links liegen, obwohl man auch hier viel unternehmen könnte. Dafür machten wir einen kurzen Cappucchino-Stop in Grindelwald. Das Ferienresort im Tamar Valley wurde von einem Holländer mit einer Vision erbaut. Er wollte in Tasmanien ein Schweizer Dorf errichten. So schnupperten wir kurz etwas «Schweizer» Luft, um danach weiter durch das Tamar Valley zu fahren.

Dieses ist eines der Weingebiete in Tasmanien und so verwundert es bestimmt niemanden, dass wir für das Mittagessen eines der zahlreichen Weingüter anpeilten. Marion’s Vineyard liegt etwas erhöht mit schönem Ausblick auf den Tamar River. Für 10$ kann man 5 verschiedene Weine verkosten und man kann sich sein Plättchen zum Essen mit lokalen Produkten (Käse, Fleisch, Oliven, getrocknete Tomaten usw.) selber zusammenstellen. So genossen wir gemütlich Essen und Wein mit wunderbarem Ausblick.


Nachdem wir uns gestärkt hatten, gings weiter Richtung Norden zum Narawntapu Nationalpark, genauer gesagt zum Badger Beach Lookout. Von dort hat man einen tollen Ausblick auf den Badger Beach und die Küste. Der Strand war so einladend, dass wir spontan unsere Badesachen packten und uns an den Abstieg zum Strand machten. Das Bad im Meer bei sommerlichen Temperaturen war herrlich!



Danach peilten wir unseren Übernachtungsort an. In Beauty Point auf dem Campingplatz hatten wir noch einen Platz ergattern können. Der Platz liegt idyllisch auf einer Landzunge im Tamar River Inlet und wir hatten am Abend nach dem Einnachten Besuch von süssen Pademelons.


Am Samstagmorgen besuchten wir in Beauty Point das Platypus House. Es ist ein Sanctuary für verwaiste Platypusse und Echidnas und man kann die Tiere hier aus nächster Nähe beobachten, was in der Wildnis fast unmöglich ist.




Danach brachen wir auf Richtung Westküste. Zuerst über die Batman Bridge über den Tamar River und anschliessend wieder einmal über kurvige Strassen durch Regenwald und landwirtschaftlich genutzte Gebiete. Die umliegenden kleinen Dörfer vermarkten sich mit Mountain Bike Trails und das Ganze ist recht touristisch, wenn auch eher von Einheimischen genutzt.

Irgendwann gings dann von der Höhe wieder runter ans Meer und wir erreichten St. Helens, wo wir auch wieder einen Campingplatz hatten ergattern können. Leider war uns heute das Wetter nicht so wohlgesonnen: grau in grau und recht frisch, so dass wir uns entschlossen in der Laundry auf dem Campingplatz zu waschen (auch das muss zwischendurch sein). Das war aber schnell erledigt und so nahmen wir den ca. 3 km lange Fussweg am Inlet entlang ins Städtchen unter die Füsse. Zur Belohnung gabs an der Waterfront ein Bier für Adi und ein Glas Weisswein für mich.


Am Sonntag zeigte sich tatsächlich die Sonne wieder. Perfekt um nördlich von St. Helens, Binalong Bay und die Bay of Fires zu besuchen. Am 50km langen Küstenabschnitt findet man nebst schneeweissen Sandstränden immer schöne Felsformationen. Die Felsen sind mit einer Art Pilz bedeckt (tönt grusig, ist es aber nicht) und dadurch schimmern die Felsen in verschiedenen Orange und Rottönen. Beim Aussichtspunkt «The Gardens» konnten wir schöne Fotos schiessen und über den Strand spazieren und die Felsen klettern. Der Name «Bay of Fires», ist übrigens nicht wegen der rötlichen Felsen, sondern weil die ersten Europäer, welche hier vorbeisegelten, die vielen Feuer der dort lebenden Aborigines sahen.




Am Mittag mussten wir aufbrechen. Unsere Fahrt führte nun gegen Süden, Richtung Coles Bay und den Freycinet Nationalpark. Da wir für diese Nacht noch keinen Campingplatz hatten, wollten wir beizeiten in der Nähe sein, denn die buchbaren Plätze waren bereits wieder ausgebucht. Nach einem Mittagsstop auf dem Weingut Devil’s Corner mit Degustation, Holzofenpizza und Shrimps konsultierten wir wieder einmal Wikicamps und konnten tatsächlich einen Übernachtungsplatz ausfindig machen, der etwa 15 km vor Coles Bay liegt. Paintball & Camping hiess das ganze und entpuppte sich als schöner Platz mit Bäumen und einer gemütlichen Bar, wo wir selbstverständlich ein Apéro genossen. Den Camper konnte man einfach wieder irgendwo hinstellen und Platz hatte es auch genügend.


Am Montagmorgen hiess es dann, auf zur berühmten Wineglass Bay. Diese liegt im Freycinet Nationalpark und sieht von oben tatsächlich ein bisschen wie ein Weinglas aus. Den schönen Namen hat Sie jedoch eher aus tragischen Gründen, denn früher wurden hier noch Wale gejagt und deren Blut färbte nach erfolgreicher Jagd die Bucht rot.
Nichtsdestotrotz, die schöne Wanderung zum Wineglass Bay Lookout und die 1’000 Stufen hinunter zum Strand (und auch wieder hinauf) müssen einfach sein. Trotz bewölktem Himmel starteten wir um ca. 09.00 Uhr am Besucherparkplatz. Der Ausblick vom Lookout war trotz fehlender Sonne sehr schön und der Strand, wenn man unten steht, gewaltig. Riesig, breit mit weissem Sand und hohen Wellen, die an den Strand rollen.




Kurz vor dem Mittag mussten wir auch hier aufbrechen und uns auf die Reise Richtung Hobart machen. Eine kurze Mittagspause in Orford und weiter gings, wir wollten noch auf den Mount Wellington (den Hausberg von Hobart) für denn es während unseres Aufenthalts in der Hauptstadt von Tasmanien einfach nicht gereicht hatte.
Leider wurden wir kurz vor der Tasman Bridge, welche in die Stadt hineinführt, gestoppt. Die ganze Brücke war gesperrt, weil ein Lastwagen, beladen mit Ziegel, umgekippt war. Stattdessen fuhren wir noch kurz zum Rosny Hill Lookout, um doch noch einmal einen Blick auf die City zu erhaschen. Dann ging es auf unseren gebuchten Campingplatz beim Flughafen Hobart, wo wir am Abend noch unsere Vorräte verkochten. Noch einmal gab es ein leckeres Stück Rindsfilet mit grünen Bohnen, Rüebli und Kartoffeln.

Heute Morgen haben wir noch das Bonorong Wildlife Sanctuary besucht. Es ist ein Auffangzentrum für verletzte und verwaiste Wildtiere. Die meisten werden wieder ausgewildert. Das Sanctuary hat uns sehr gut gefallen und die Tierhaltung macht einen super Eindruck. Wir spazierten zuerst auf eigene Faust durch das Gelände, auf dem sich Scharen von Känguruhs tummeln. Sie sind sehr zutraulich und man darf Sie streicheln und mit extra zur Verfügung gestelltem Futter füttern (allerdings werden diese Tiere nicht mehr ausgewildert). Für Adi und mich ein Riesenspass und glaube für die Kängis auch.



Anschliessend machten wir eine geführte Tour durch das Gelände mit und erhielten viele interessante Infos über Wombats, Tasmanian Devils und Echidnas. Auch hier gelangen uns ein paar gute Schnappschüsse.



Das Sanctuary beherbergt auch Vögel und damit auch Emus, die wir nun endlich von etwas näher beobachten durften.

Am Mittag mussten wir uns schliesslich von Tessa trennen, die uns während 11 Tagen zuverlässig von Ort zu Ort brachte. Nun sitzen wir am Flughafen in Hobart und warten auf unseren Flug nach Brisbane. See you in Queensland.
Hallo zäme
So schöne Bilder danke ! Geniesst die Weiterreise ….. Wir haben auf dem Rosswald ( Handörgeliwätter ) aber immer super präparierte Pisten ⛷️ geniessen natürlich auch das Apero !!!! Liebe Grüsse usem Bärgwässerli
Ich stelle mir das australische Grindelwald sehr merkwürdig vor:) war gerade wunderschön wieder mit euch „zu reisen“❤️
Gute Reise nach Queensland!
Unsere Lieben,, Grindelwald in Tasmanien ist irgendwie komisch, aber sieht gut aus! Herzlichen Dank für die wunderschönen Fotos, sehr herzig mit den Känguruhs und natürlich auch immer für den interessanten Bericht! Weiterhin wunderschöne Ferien in Queensland mit lieben Grüssen und Küssen von uns Zwei