Place of great Noise (Platz des grossen Lärms) heisst Augrabies in der lokalen Khoikhoi Sprache.
Die Wasserfälle sind von Upington in gut 1,5 Stunden erreichbar, wir entschieden uns jedoch für die etwas längere „Quiver Tree Route“, welche über Gravel Road führt, entlang eines malerischen Gebirgszugs mit den nach der Strecke benannten Quiver Trees. Ihr könnt euch hier selber ein Bild machen, wie die Köcherbäume, wie Sie auf Deutsch genannt werden, aussehen.



Mit Fotostopps und Umweg erreichten wir den Augrabies Falls Nationalpark trotzdem kurz vor dem Mittag. Nach dem obligaten ersten Check-in am Gate mit Fieber messen und Covid-Formularen ausfüllen, meldeten wir uns im Main Camp an der Rezeption, um den Schlüssel für unser Cottage entgegen zu nehmen.
Im Main Camp hatten wir bereits 1997 und 2002 übernachtet. Für dieses Mal erwartete uns eine sehr spezielle Übernachtungsstelle. Im Internet hatte ich ausfindig gemacht, dass seit einigen Jahren mitten im Nationalpark an der Schlucht wo der Gariep Richtung Atlantik fliesst (nach den Wasserfällen) ein einzelnes Cottage steht. Und ich hatte (wahrscheinlich aufgrund von Corona) das Glück, dass dieses für die zwei Nächte, die wir im Park bleiben wollten frei war. Die Schlüssel wurden uns dann auch ausgehändigt und wir machten uns erstmal zu Fuss auf den Weg zu den Aussichtspunkten am Wasserfall. Wie wir es uns von den zwei letzten Besuchen gewohnt sind war die Hitze gross und unsere Laufgeschwindigkeit passte sich automatisch den afrikanischen Verhältnissen an.
Die Fälle können von einem Laufsteg und einigen Aussichtsplattformen sehr einfach begutachtet werden. Es sind die grössten Wasserfälle Südafrikas und der Gariep stürzt hier 56 Meter in die Tiefe. Wie immer ein echtes Schauspiel zum anschauen.



Nach der Besichtigung der Fälle war es an der Zeit unser „Gorge Cottage“ aufzusuchen. Das Cottage ist unterhalb der Aussichtsplattform Oranjekom gebaut und die Aussicht ist einfach unbeschreiblich. Dazu kommt wie schon gesagt die einsame Lage. Sobald um 18.30 Uhr der Park für Besucher schloss, waren wir mit den Tieren und vielleicht noch einem Ranger mutterseelenallein in dem 820 km2 grossen Park.



Wir genossen den Abend, wie immer mit einem feinen Nachtessen. Schweinsfilet mit Blumenkohl und Broccoli.
Am Morgen früh zündete bereits die Sonne in unser Cottage mit den grossen Fensterfronten. Das war auch gut so, denn wir hatten ein volles Tagesprogramm in Planung. Aber wo war die Hitze geblieben. Tatsächlich versprachen die Prognosen heute Höchstwerte von 24 Grad (normalerweise kann man um diese Jahreszeit noch 10 Grad hinzufügen). Auch in Südafrika spielt das Klima verrückt.
Uns konnte es Recht sein. Wir hatten eine Wanderung auf dem Dassie Trail geplant. So konnten wir diese bei kühlem aber sonnigen Wetter starten. Vorher starteten wir auf dem Campingplatz des Main Camps noch die Waschmaschine mit unserer schmutzigen Wäsche.
Der Dassie Trail führt sehr abwechslungsreicht durch steiniges hügliges Gebiet aber auch durch sumpfige Gebiete mit Schilf sowie durch Sand. Höhepunkt war die „Besteigung“ des etwa 100 m hohen Moon Rocks, wo wir eine Gruppe Paviane verjagten. Ich bin froh, war es nicht umgekehrt.




Ausserdem sahen wir auf der Wanderung auch die Dassies nach denen der Trail benannt sind. Die überdimensionalen Meerschweinchen sind tatsächlich mit Elefanten verwandt.
Nach der Wanderung und dem tumbleren unserer Kleider, machten wir uns noch auf zum Gamedrive etwas weiter in den Park hinein. Die Landschaft ist unglaublich, stellenweise sieht es aus wie auf dem Mond, dann sieht man die vielen ausgetrockneten Flussbette, welche die Strasse kreuzen und die sich in der Regenzeit wohl mit Wasser füllen. Im Park leben mehr als 50 verschiedene Tierarten, gemäss Reiseführer unter anderem Antilopen, Zebras und Giraffen. Die Giraffen haben wir dann tatsächlich auch gefunden.


Zurück in unserem Gorge Cottage genossen wir noch einmal einen schönen Sonnenuntergang. Währenddessen entdeckten wir dann auch unsere Nachbarn eine Dassie Familie (Mutter mit vier Jungen). Dassies sind sehr soziale und neugierige Tiere und tatsächlich nach anfänglichem Zögern, kamen die Tiere immer näher, damit Sie uns beobachten konnten. Und wir konnten dadurch mit unserer Kamera mit grossem Objektiv wunderbare Fotos schiessen.

Zum Abschluss des Abends grillierte uns Adi wunderbare Lammkoteletts von der Upington Butchery. Dazu gab es Gemüse vom Grill und Gurken-Tomatensalat.

Sälü zäme
So schön di Föteli u di tolle Brichte vo öine Ferie Gniessets Liebi Grüess vo daheime
Ciao Zäme, so schön, der Bericht wie immer, sehr interessant, spannend, die sehr schönen Fotos, vielen Dank Euch Zwei Lieben, dass wir Eure super schöne Afrikareise miterleben könnenViele liebe Grüsse und Küsse von uns Zwei
Hallöchen üsi liebe, ä wunderbare zytvertrieb bi däm trüebe spätherbschtleche wätter di spannende brichte ds läse!! Äs fägt öii intressannti reis mit ds erläbe, isch doch etleches wo mir o kenne!!!! Aber het sich i au dene jahr o sicher viu veränderet! Aber d tierwäut isch blibe, gsehts a de super föteli a!!! Häbets witerhin guet u viu liebi grüessli unes feschts drücki!!!