Wir sind seit gestern in Puerto Iguazu, auf der argentinischen Seite der Iguazu Wasserfälle.

Am 8. und 9. November sind wir von El Calafate zuerst nach Buenos Aires gereist, haben dort übernachtet und am nächsten Tag ging es weiter, alles in allem 5 Std. Flug… Argentinien ist riesig.

Am Flughafen von Puerto Iguazu haben wir wieder ein Auto übernommen, welches wir am 16. November am Flughafen in Buenos Aires abgeben werden… eine richtige Schwarte, mit mehr als 100‘000 km auf dem Buckel… hoffentlich schaffen wir es bis zum Endziel unserer Reise ;-)… auch die Übernahme verlief wieder sehr speziell, da der Mitarbeiter von Alamo kein Englisch sprach und uns auch sonst nicht allzu kompetent vorkam. Als Kauffrau ist es für mich immer etwas speziell, wenn ein Angestellter im Büro so einfache Sachen nicht beherrscht, wie ein Papier falten oder mit einer Computertastatur umgehen… Immerhin konnten wir unser Auto nach langem endlich übernehmen und losfahren.

Wir checkten im Hotel ein und machten danach nicht viel mehr als das Dreiländereck (Argentinien – Paraguay – Brasilien) zu besuchen und am Abend etwas essen zu gehen. Wunderbar, wenn man bis spätabends ohne Jacke draussen sitzen kann!

Heute morgen hiess es noch einmal einen Grenzübertritt zu meistern, diesmal nach Brasilien. Bei den Iguazu Fällen ist es aber so touristisch, dass das ganze Prozedere sehr rasch und unkompliziert ablief (ich habe zwar den leisen Verdacht, dass wir nie mehr nach Brasilien einreisen dürfen, weil wir bei der Ausreise irgendwie den Ausreisestempel verpasst haben, aber Argentinien liess uns wieder einreisen und so werden wir am 16. November wohl problemlos unseren Rückflug in die Schweiz buchen können).

Gestern Abend haben wir am Dreiländereck in Puerto Iguazu noch gesehen, wie der Rio Iguazu träge in den Rio Parana mündet. In diesem Moment kann man sich nicht vorstellen, welche Urgewalten knapp 20km flussaufwärts toben. Die Iguazu Fälle sind im wahrsten Sinne des Wortes ein Naturwunder, denn der bis dahin 1300 km lange Fluss stürzt in mehreren hundert einzelnen Fällen bis zu 70m tief.  Wir haben die Victoriafälle und die Niagara Fälle gesehen, aber so etwas wie die Iguazu Fälle ist absolut einzigartig:

In einer Gesamtlänge von ca. 2700 m stürzen durchschnittlich 1700 Kubikmeter  Wasser in der Minute in etwa 257 Fällen hinab. Dies allerdings in zwei Stufen. Der Grund ist, dass der Iguazu über ein hoch gelegenes Basaltplateau fliesst, dass dort plötzlich abbricht.

Im brasilianischen Park angekommen fielen die ersten Regentropfen (der Wetterbericht hatte das bereits vorangekündigt). Mit einem Bus wurden wir zu einem ca. 1,5 km langen Weg gefahren, wo man an einem Teil der Fälle entlang gehen kann. Es war einfach nur imposant diesen Weg zu gehen und immer wieder neue kleinere und grössere Wasserfälle zu erblicken. In der Zwischenzeit wurde der Regen immer stärker und am Garganta del Diablo, wo man wirklich ganz nah zu den Fällen gehen kann waren wir schliesslich bis auf die Haut durchnässt, trotz Regenpelerine. Es hat sich aber auf jeden Fall gelohnt, es war fantastisch, diese Naturgewalt so zu erleben.

Nachdem wir uns etwas getrocknet und noch ein paar Souvenirs gekauft hatten, ging es zur nächsten Sehenswürdigkeit einem Vogelpark. Während die Sonne langsam wieder hervorschaute konnten wir durch die verschiedenen Gehege spazieren und einheimische sowie auch Vögel von anderen Kontinenten von ganz nah bewundern. Der Park hat uns auch sehr gut gefallen.

Morgen versprechen die Wetterprognossen allerschönstes Wetter und wir werden noch die argentinische Seite der Fälle besuchen. Der Reiseführer verspricht das noch grössere Erlebnis als auf der brasilianischen Seite. Wir sind gespannt!

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