Am nächsten Morgen ging es weiter Richtung Süden. Es gab noch ein paar schöne Aussichtspunkte auf dem Weg, aber evt. war es auch wegen des immer noch schlechten Wetters, an die Highlights vom vorherigen Tag kamen sie alle nicht heran.

Bald hatten wir Lake Louise erreicht und entschlossen uns als erstes die Vorräte aufzustocken. Lake Louise ist ja nicht nur der See, der vielleicht 5 km vom Städtchen entfernt ist, sondern auch eine Ortschaft. Wobei einen Ortskern sucht man vergeblich. Es gibt aber zumindest eine kleine Shopping Mall mit Supermarkt, Bäckerei, Liquor Store usw.

Nachdem wir eingekauft hatten, sahen wir ein, dass wir hier keine Übernachtungsmöglichkeiten finden würden. Es war alles verstopft mit Touristen und Kanadiern, die das verlängerte Labour Day Weekend geniessen wollten, also fuhren wir noch einmal 25km zurück zum Mosquito Creek Campground und fanden dort sogar noch ein Plätzchen (4. Nacht ohne Dusche, ich glaube das hatten wir nicht mal in Afrika ;-)…).

Danach gings noch einmal nach Lake Louise, wo ich den besten Kauf der bisherigen Ferien tätigte: ein paar lange Unterhosen bzw. Leggins. Endlich wieder einmal warme Beine. So konnten wir dann auch die „Gondola“ ins Skigebiet von Lake Louise nehmen (dort finden jeweils sporadisch im Winter auch Skirennen mit Beat Feuz und co. statt.) An der Talstation kann man auswählen, ob man in einer geschlossenen Kabine oder auf einem Sessellift hinauffahren will. Wir entschlossen uns, warm eingepackt für den Sessellift. Leider liess sich auf der Bergfahrt keiner der Grizzlys blicken, die sonst ab und zu unter dem Lift spazieren sollen.

Auf dem Berg machten wir eine kurze Wanderung zum einzigen Restaurant und gönnten uns dort eine heisse Spargelsuppe mit Jakobsmuschel (sehr, sehr lecker). Danach gings wieder ins Tal hinunter und sofort zu unserem Campingplatz. Mittlerweile regnete es wieder in Strömen und wir merkten einmal mehr, dass wir uns auf 1‘800 m. ü. M. befanden, es war a….kalt.

Dass muss ich jetzt einmal sagen: Die Campingplätze in den Nationalparks sind wirklich wunderschön gelegen und wir konnten bisher keinen Einzigen geniessen. Auch diesen Abend verbrachten wir in unserem zugegebenermassen sehr komfortablen und schönen Camper.

Der Wecker läutete am nächsten Morgen sehr früh, denn wir wollten so früh wie möglich beim Lake Louise sein, bevor die Touristenmassen eintreffen würden.

Unser Fazit zum Lake Louise: Ein zugegebenermassen schöner See, mit tollen Wandermöglichkeiten. Sicherlich aber nicht der schönste See auf unserer Reise bisher. An den Lake Maligne kommt er nicht heran. Und auch schon um 08.00 Uhr morgens hatte es uns einfach zu viele Touristen. Wir haben den Trail am See entlang gemacht und sind dann sofort geflüchtet, Richtung Yoho Nationalpark. Mehr davon im nächsten Beitrag.

Übrigens, das Wetter am Samstag Morgen beim Lake Louise war einigermassen.  Vielleicht wird uns der Wettergott, doch noch etwas wohlgesonnener.

Vielleicht gefällt dir auch das:

2 Kommentare

  1. Ciao zämä!
    Öii Reis tönt sehr spannend, trotz Cheuti und Rägä…
    Inzwüschä bini wieder am Schaffe und ha o nüt vor Sunne, wo hie schynt! Darum gniesset‘s no ganz fescht!! Dickä Muntsch, Daniela

  2. Unsere Lieben, endlich konnten wir Euren sehr interessanten Reisebericht lesen, und Eure schönen Fotos bewundern! Trotz schlechtem Wetter geniesst Ihr Eure Reise offensichtlich sehr, dass freut uns für Euch! Wir wünschen Euch weiterhin wunderschöne Ferien, hoffentlich bei warmem, sonnigem Wetter! Häbet Sorg, gniesset’s! Vili liebi Grüessli u Küssli Mami u Papa, Marianne u Robi

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert