Am frühen Morgen verliessen wir Jasper via Icefields Parkway. Diese ca. 230 km lange Strasse wird als eine der schönsten Bergstrecken in Kanada angesehen. Dem ist sicher so, wir hatten durchwegs schlechtes Wetter und trotzdem war die Strecke abwechslungsreich, mit vielen Sehenswürdigkeiten neben der Strasse. Die beiden ersten Stops machten wir wieder mal bei zwei sehr schönen Wasserfällen: Die Athabasca Falls und die Sunwapta Falls. Adi und ich stellten fest, das Wasserfälle in Kanada etwa gleichbedeutend sind mit Springböcken in Afrika. Wer schon in Afrika auf Safari war, weiss was ich damit meine!

Der Parkway steigt danach rasch höher und wir hatten schnell mal die Baumgrenze erreicht. Man konnte auch ganz gut sehen, dass auf den Berggipfeln frisch gefallener Schnee lag und beim Aussteigen bei den diversen Viewpoints war es ganz schön kalt.

Am Mittag hatten wir das Icefield Centre beim Columbia Icefield erreicht. Das Eisfeld liegt verborgen in den Rockys und speist gleich mehrere Gletscher sowie drei bedeutende Flusssysteme. Im Centre buchten wir für 13.00 Uhr das Icefield Glacier Adventure. Dabei fährt man mit Spezialbussen mit mannshohen Rädern (es gibt weltweit 24 und 22 davon sind hier im Einsatz; die anderen Zwei in der Antarktis) über die Gletschermoräne auf den Athabasca Glacier. Gut hatten wir vorsorglich Winterkleidung eingepackt. Die konnten wir hier gebrauchen. Die ganze Fahrt machte immensen Spass und unsere Driverin Sam (ausgebildete „Gletscherologin“) versorgte uns mit vielen interessanten Fakten über die Gletscher beim Columbia Icefield.

Auf dem Gletscher konnten wir für eine halbe Stunde aussteigen und in einem speziell abgesteckten Bereich herumlaufen. Ausserhalb dieses Bereichs zu spazieren wäre ziemlich sicher keine gute Idee, denn schon auf dem Weg fuhren wir an Gletscherspalten und -löchern vorbei. Danach ging es mit dem Bus zurück.

Im Ticket inbegriffen ist auch ein Besuch des Glacier Skywalk. Dabei spaziert man auf einer Glasplattform die aus einer Felswand herausragt und hat dabei gute Sicht auf das darunterliegende Tal mit Wasserfällen und Sicht bis zu den Gletschern.

Mittlerweile war es bereits später Nachmittag und Zeit einen Campingplatz zu suchen. Diesen fanden wir am Rampart Creek. Unser Platz war wunderschön am Fluss gelegen und da sich zwischendurch sogar ein paar Sonnenstrahlen zeigten, konnten wir sogar eine tolle Abendstimmung geniessen.

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