Am Dienstag wartete bereits unsere letzte Unterkunft auf uns: Am Stiefelsporn hatten wir in Peschici noch einmal für zwei Nächte ein Apartment reserviert. Zuerst machten wir jedoch noch einen kurzen Umweg etwas ins Landesinnere zum Castel del Monte, einem schon von Weitem sichtbaren ackteckigen Castel (in jedem Eck ist ein nochmals achteckiger Turm angeordnet. Das Bauwerk ist UNESCO Weltkulturerbe, doch sein ehemaliger Zweck ist bis heute ein Rätsel.

Schon beim „Jesus von Maratea“ mussten wir unser Auto etwa 2km vor der eigentlichen Sehenswürdigkeit abstellen. Ein Shuttledienst wird angeboten, denn wir beide Male dankend ablehnten. Wir machten uns also zu Fuss auf den Weg zur Burg, unser Auto auf dem fast leeren Parkplatz zurücklassend. Beim Castel hatte es dann aber tatsächlich noch ein paar weitere Touristen. Den Mindestabstand konnte man jedoch auch dort, wie überall in diesen Ferien problemlos einhalten. Das riesige Bauwerk ist vor allem von aussen beeindruckend. Innen ist alles enger, als man es sich von aussen gesehen vorstellt.

Nun ging die Fahrt weiter, wieder Richtung Meer und das Wetter verschlechterte sich leider laufend. Auch führte uns unser Navigationssystem (Google Maps) teilweise über Strassen, welche wohl noch nie ein Tourist gesehen, geschweige den befahren hat. Eng, kurvig, holprig und irgendwo im nirgendwo. Dabei fing es dann auch noch an zu regnen. Schliesslich kamen wir in Peschici an und konnten unser Apartment beziehen. Auch dieses mit einer wunderbaren Dachterrasse, doch bei diesem Wetter war nicht im Traum daran zu denken, auch nur eine Minute draussen zu sitzen.

Tags darauf zeigte sich dass Wetter schon von einer etwas freundlicheren Seite. Also ab ins Auto und mit unserem Navi gings wieder über enge Strassen durchs Landesinnere bis nach Mattinata. Die Route führte tief in den Parco Nazionale del Gargano mit dem Foresta Umbra, einem uralten Birkenwald, der ein riesiges Gebiet umfasst. Es regnete nun wieder in Strömen und das Fahren war für Adi eine rechte Herausforderung. Wenn es nicht durch riesige Pfützen (fast wie eine Wasserquerung in Afrika), oder sonstige riesige Schlaglöcher ging, so mussten wir ganzen Kuhherden ausweichen (Die Kühe waren dann zwar so freundlich, dass Sie selber aus dem Weg gingen ;-)…). Schliesslich erreichten wir den südlich gelegenen Ort Mattinata. Von hier aus startet eine wirklich wunderschöne Küstenstrasse Richtung Vieste und weiter zurück nach Peschici. In Vieste gab es noch einmal richtig gute Meeresfrüchte-Pasta zum Mittagessen.

Das Wetter hatte sich bei Ankunft an der Küste sofort gebessert und es war richtig sonnig als wir zurück in Peschici waren. Wir besichtigten noch das charmante Centro Storico inklusive Degustation von Limoncello bis Grappa in einem kleinen Laden, wo wir auch noch eine Flasche Wein zum Nachtessen einkaufen konnten.

Am Donnerstag mussten wir bereits die Reise nach Fiumicino antreten, wo wir noch eine Nacht einige Kilometer entfernt vom Flughafen im Porto Romano Resort übernachteten. Da wir in einer Anlage mit angeschlossenem Bistro waren, konnten wir sogar nach 18.00 Uhr noch etwas essen.

Heute Mittag sind wir von Rom zurück in die Schweiz geflogen und sitzen nun im Zug Richtung Bern.

Die Reise hat uns beiden gut getan. Wir konnten den Kopf lüften und uns von den letzten anspruchsvollen Monaten gut erholen. Viele Touristen sind uns nicht begegnet. Oftmals war am Wochenende „viel“ los, wenn die Italiener selber unterwegs waren. Auffallend viele Deutsche und Schweizer sind uns mit dem Motorhome oder Wohnwagen begegnet. Für uns war es natürlich schön, dass wir die Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkte, die Wanderwege und Strände praktisch für uns hatten, dass wir nie ein Problem hatten einen freien Tisch im Restaurant oder in der Bar zu erhalten, das soviele schöne Unterkünfte frei waren. Trotzdem wäre es schön, wenn sich die Lage wieder etwas normalisieren würde.

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1 Kommentar

  1. ❤️lech wiukomme u guete start i autag Spannend u intrssannt bis am schluss! Trotz corona heit dir doch schöni u erhousami ferie erläbt D brichte u di schöne föteli im bloc wärde üs fähle, so schön gsi, chli mit ds reise u ds gseh wo dir sit!! Bis gli mau u liebi grüessli vo üs

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