13.12.2022 Wind Natur und Kängurus
Es ist ein Vorteil, wenn man bereits in der Nähe der Attraktion ist oder in unserem Fall, auf der Attraktion übernachtet. So wie auf der ca. 110 Kilometer südwestlich von Adelaide im Gulf Saint Vincent gelegenen Kangaroo Island. Sie hat eine Ost-West Ausdehnung von 145 km und eine Fläche von ca. 4400km2.
Somit mussten wir nicht allzu früh aus den Federn und konnten noch gemütlich frühstücken, bevor Roo gestartet wurde.
Es ging erstmals in den nordwestlichen Zipfel zum Cape Borda das mit einem kleinen Leuchtturm und einer grossartigen Aussicht über die hohen Klippen aufwarten soll. Doch bereits auf dem Weg dahin, der sich im letzten Drittel in eine gut befahrene Dirt-Road änderte, schlug das sowieso windige Wetter in horizontalen Nieselregen um.

Somit war der Stopp dort auch nur sehr kurz und wir fuhren Richtung Süden zu einem der grossen Highlights, dem Flinders Chase National Park. Ich war schon neugierig, wie der Park nach den heftigen Waldbränden 2020 aussehen würde. Es heisst, es wäre über 90% der Waldfläche abgebrannt. Schon speziell, was die Natur bereits nach knapp drei Jahren hinkriegt. Es ist eigentlich alles wieder saftig grün, nur die grossen und hohen Eukalyptus-Bäume sind komplett verkohlt. Die kleineren Bäume und Büsche erholten sich bereits und nur die oberen Zweige sind noch kahl. Alles in Bodennähe ist grün, buschig und blättrig wie eh und je…

So begleitete uns diese Natur bis zu den Sehenswürdigkeiten; dem Admiral Arch, einem grossen Felsbogen, der etwas über Meereshöhe eine kleine Halbinsel trennt. Darin und drum herum etliche Seals (Neuseeländische Fellroben) die faul herumlagen; einige Kilometer weiter die Remarkable Rocks, Millionen Jahre alte Felsformationen, die sich aus einer Magmablase gebildet haben und seitdem der Witterungen trotzen. Sehr eindrücklich zwischen diesen Kunstwerken durch zu schlendern und dies nun sogar bei etwas Sonnenschein.







Danach gings weiter an der Südküste der Insel Richtung Osten, mit einem kleinen Stopp bei der Vivonne Bay, einer riesigen Sandbucht.

Danach quer durch die Insel nordwärts, um auf der anderen Seite bei einer ebenfalls malerischen Badebucht namens Stokes Bay halt zu machen. Dort zog es uns zuerst in ein lokal bekanntes Strandbeizli, the Rock Pool Cafe, um uns ein erstes kleines Apero zu gönnen und einen Happen zu essen. Gestärkt spazierten wir noch zur Bucht. Der Weg dorthin ist tatsächlich etwas abenteuerlich, weil die Bucht nur durch grosse Felsen und Steine erreicht werden kann. Sandra hat diese trotz der Enge und Dunkelheit locker gemeistert und wurde dafür mit einem Traumstrand belohnt. Leider liessen es die Temperaturen und der bissige Wind nicht zu hier länger zu verweilen resp. ein Bad zu nehmen.


Nach einem erlebnisreichen Tag sind wir nun zurück in unserem grossartigen Chalet und geniessen die Rundumsicht bei einem Bier resp. Wein und bereiten das Abendessen vor. Es soll einen Lammbraten mit Gemüse und Kartoffeln geben.
14.12.2022 Seals und Wein
Gut ausgeschlafen aber noch etwas vollgefressen vom gestrigen Lammbraten steht heute der östliche Teil der Insel auf dem Programm. Zuerst gings zum Seal Bay Conservation Park wo den Seals (hier die australischen Seelöwen) gleich mehrere Buchten als Rückzugsort abgesperrt wurden. Der Zugang ist nur via Parkeingang und gegen Gebühr möglich. Es waren ein Boardwalk auf eigene Faust oder eine geführte Tour machbar. Wir beide entschieden uns für den Walk, da dieser auf einem Steg genauso nah an den Strand führt wie diejenige mit Guide.


Ein breiter Fussweg, alles auf Holzpfählen, begleitete uns ca. 500m die recht steilen Klippen hinunter und über bewachsene Sanddünen bis hin zur einer der breiten Buchten. Bereits von Weitem waren die Seals zu erspähen, wie sie faul am Strand lagen. Je näher man kommt, desto differenzierter sind die Unterschiede. Mal ein grosses Männchen mit seinem dunkelbraunen Fell, dann Weibchen (Grau mit hellem/gelblichem Bauch) mit aber auch ohne deren Pups (Babys). Ganz unten angekommen inmitten der Büsche, die aus der Düne ragen, konnten tatsächlich noch weitere Seelöwen ausgemacht werden. Zudem war nun auch etwas Betrieb auszumachen. Eine Seelöwin suchte offensichtlich nach ihrem Pup, ihre Schreie waren richtig herzzerreissend. Ob sie’s gefunden hat wissen wir nicht, denn sie verschwand hinter der Düne in den Büschen.



Für uns zwei gings nun weiter Richtung Osten. Ein kurzer Tankstopp und dann auf das Weingut False Cape. Einer der Weissweine von dort ist bei Sandra seit Jahren ganz hoch im Kurs. Eine kleine Degustation durch deren überschaubares Sortiment und dann noch etwas leckeren Fingerfood in einer sehr gemütlichen Outdoor-Location (oder einfach Garten) und wir waren in unserem Downunder Feeling…


Nun machten wir uns bereits wieder auf den Rückweg mit einem Stopp, um auf den Prospect Hill zu laufen. Eine Treppe mit ca. 500 Stufen führt auf einen Hügel mit einer grandiosen Rundumsicht über den engsten Teil der Insel und somit kann die Nord- und Südküste erblickt werden.


Via kleinen Umwegen, wie American River, Snelling Beach, gings wieder zu unserem Chalet zurück. Noch etwas zu Umwegen, Kangaroo Island hat einige Hauptstrassen die geteert sind und an deren liegen auch die meisten Hauptsehenswürdigkeiten. Aber viele Strassen sind GravelRoads (Dirt Roads) die wir ebenso oft gefahren sind. Diese Roads sind in einem sehr guten Zustand und lassen sich problemlos mit normalen Autos zurücklegen.

Nun sind wir am Abendessen vorbereiten… einfach aber lecker… Partyfilet mit Gemüsereis. Morgen verlassen wir Kangaroo Island in Richtung Adelaide.
Wenn man den hoch interessanten Bloc liest und die wunderschönen Fotos bewundert , fühlt man sich sehr nahe bei Euch Zwei Lieben! Grosses Kompliment , wir umarmen Euch Beide ganz fest!