Am frühen Morgen hiess es Abschied nehmen von El Chalten und den Menschen, die überall in dieser Gegend so freundlich und hilfsbereit sind. Vor der Abreise konnten wir dank unserer lieben Receptionistin noch unser vorerst letztes logistisches Problem lösen. Wir mussten dem Autovermieter in Iguazu mitteilen, dass wir einen Tag später als geplant anreisen. Ein solches Telefon auf spanisch trauen wir uns noch nicht zu. Also, alles erledigt und wir konnten die „Rückreise“ nach El Calafate antreten.

Ich hatte vor der Reise ein Apartment im Los Ponchos Boutique Apart gebucht und das war eine richtig gute Idee. In El Calafate angekommen hatten wir nämlich am Mittag plötzlich Hunger und beschlossen im Städtchen einen Hamburger zu essen. Nachdem dieser verspiesen war, wurde uns beim Gedanken an ein Abendessen im Restaurant richtig übel. Aber wir hatten ja ein Apartment und mindestens einmal in den Ferien müssen wir selber kochen. Im La Anonima Supermarkt kauften wir also ein für unser selbstgekochtes Mahl und es war wie immer in den Ferien einfach oberlecker:

Heute morgen stand ein grosses Highlight auf dem Programm: Der Besuch des Perito Moreno Gletschers. Der Gletscher befindet sich gut 70km  entfernt von El Calafate und ist in diesem Teil von Argentinien eine riesige Sehenswürdigkeit. Nicht ganz grundlos: Der Perito-Moreno-Gletscher ist einer der größten Auslassgletscher des Campo de Hielo Sur, des größten Gletschergebietes der südamerikanischen Anden. Bekannt ist der Gletscher vor allem dadurch, dass seine im Lago Argentino endende Gletscherzunge den südlichen Arm des Sees absperrt und aufstaut, der sich dann periodisch entleert. Im Gegensatz zu den meisten Gletschern der Region und auch weltweitzieht sich der Perito-Moreno-Gletscher nicht zurück. Etwa 7 km von der Gletscherzung entfernt soll er sich sogar ca. 2m pro Tag vorwärts bewegen. Die Gletscherzunge ist zwischen 40 und 70 Meter hoch und extrem eindrucksvoll. 

Als Besucher des Nationalsparks kann man kilomterweit an der Abbruchstelle des Gletschers entlangspazieren. Man hat keine Kosten gescheut und es wurde ein Walkway entlang des Gletschers gebaut. Alle paar  Minuten hört man ein Grollen und weiss, dass der Gletscher wieder gekalbt hat. Meistens sind es kleine Stücke, aber ich möchte mir nicht vorstellen, wie es tönt, wenn ein grösseres Stück abbricht. Wir haben uns jedenfalls sage und schreibe 5 Std. beim Gletscher aufgehalten, es war so spannend zu schauen, wo das nächste Stück abbricht… und wir haben gefühlte 1‘000 Fotos geschossen.

Während beim Gletscher gutes Wetter herrschte hat es in El Calafate in Strömen geregnet. Jetzt sind wir bereit für eine neue Klimazone. Wir werden morgen nach Buenos Aires fliegen, dort eine Nacht verbringen und am Donnerstag geht es weiter nach Puerto Iguazu an der Grenze zu Brasilien. Wir freuen uns auf die imposanten Iguazu-Wasserfälle und auf schönes tropisches Badewetter.

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3 Kommentare

  1. Wow, das si postkarte fotos, wi mues das i würklechkeit si!!!! Da chunnt etleches a föteli zäme uf dere reis!!! Di erläbnis mues dr hammer si….schint aus ds klappe, sogar mit dr sprach machet dr fortschritte!! Tschüssli u bis scho gli deheime!!!!

  2. Traumhaft schöne Bilderbuchfotos! Wir wünschen euch weitere wunderschöne Tage mit viel Sonnenschein! Viele liebe Grüsse und Küsse , Marianne und Robi

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