Am Morgen wurden wir herzlich von den Südafrikanern verabschiedet und wir entschieden uns für die kurze Route von Bitterpan zu den Hauptstrassen des Parks. Die ganze Landschaft erschien uns viel klarer und noch farbenprächtiger als vorher. Es schien als hätte der Regen den Staub fortgewaschen.

Nach kurzer Zeit waren wir wieder auf der Linkstrasse auf der wir gestern das Löwenmännchen gesehen hatten. Leider war der bereits weiter gezogen. Da wir für die nächste Übernachtung die Kgalagadi Lodge, welche sich etwa 5km ausserhalb des Parks befindet, ausgewählt hatten, konnten wir noch den ganzen Tag auf Gamedrive gehen. Es war aber wie immer wenn es geregnet hat. Die Tiere sind nicht mehr gezwungen, zu den Wasserlöchern (die natürlich am Strassenrand platziert sind) zu kommen, sie haben genügend Möglichkeit irgendwo im Park in einer Pfütze den Durst zu löschen. So sahen wir dementsprechend wenig Tiere.

Unser Highlight des Tages waren schlussendlich die Giraffen, die wir im Auob-Tal auf dem Weg zu einer Wasserstelle antrafen. Wir hätten diesen anmutigen Tieren noch stundenlang zusehen können, wie Sie sich vorsichtig der Wasserstelle nähern und auch zuerst links und rechts schauen, bevor Sie sich bücken um zu trinken. Beim Trinken sind Giraffen nicht so wendig und können so von Raubtieren viel einfacher angegriffen werden. Glücklicherweise waren jedoch keine dieser Spezies in der Nähe.

Je weiter südlich wir kamen, umso mehr grosse Wasserpfützen hatte es auf der Strasse. Hier musste der Sturm auch unheimlich gewütet haben, denn von den Bäumen hatte es viele Blätter auf der Strasse. Die Pfützen zu durchfahren war auch nicht ohne, unser Pilani liess uns zwar nicht im Stich aber zwei-dreimal hatte auch er Mühe nicht grad einzusinken.

Auf dem Weg nach Twee Rivieren sahen wir doch noch einige Springbok-, Gnu- und Oryx-Herden und wir erfreuten uns noch einmal an diesen schönen Tieren. Im Camp gab es einen kurzen Stopp um wieder Luft in die Reifen zu pumpen und im Laden einige Kleinigkeiten zu kaufen. Nun dauerte es nur noch ein paar Minuten und wir hatten das Tagesziel erreicht. Die Kgalagadi Lodge liegt zwar an der Strasse zum Park, die schönen Chalets sind jedoch auf einer grossen langgezogenen Düne verteilt und bieten einen schönen Ausblick auf die Kalahari. Noch einmal genossen wir die schöne Aussicht und für einmal einen klaren Sternenhimmel. Wunderschön war es in dieser Gegend. Wir werden bald wiederkommen.


Am nächsten Morgen klingelte der Wecker ausnahmsweise erst um halb sieben. Nachdem wir gepackt und gefrühstückt hatten, ging es knapp 240 km in den Süden nach Upington. Zuerst fuhren wir weiter durch die uns bekannte Landschaft. Kurz vor der Stadt wird es jedoch immer grüner. Upington liegt am Gariep (Orange River) dem grössten Fluss Südafrikas. Wie ein grünes Band schlängelt sich der Fluss von den Bergen Lesothos im Osten bis zum Atlantik im Westen.  Upington liegt direkt am Fluss und ist zudem ein kleines und in Europa gänzlich unbekanntes Weinanbaugebiet Südafrikas.

Klar, dass wir nach dem Grosseinkauf für die nächsten Tage, den Orange River Wine Cellar besuchten, einerseits um etwas Kleines zu essen, andererseits um den uns unbekannten Wein von hier zu probieren. Bei einem Winetasting entschieden wir uns für ein paar Flaschen Wein zum mitnehmen für unterwegs.

 

Nun übernachten wir heute im River Place Manor, einem kleinen Hotel direkt am Gariep. Wir haben bereits ein afrikanisches Hochzeit im Hotelgarten miterlebt, im Swimmingpool gebadet und freuen uns nun auf ein südafrikanisches Braai im hoteleigenen Restaurant.


Unser nächster Stop sind die Augrabies Falls.

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