Als wir vor rund einem Jahr diese Reise zu planen begannen, war uns ziemlich schnell klar, dass wir das Kap Horn sehen wollten. Wir fanden dann heraus, dass das gar nicht so einfach ist, da dieses vom Landweg nicht zu erreichen ist. Es gibt quasi nur die Stella Australis eine Mischung aus Kreuzfahrt- und Expeditionsschiff, welche 2 x wöchentlich beim Kap Horn vorbeikommt. Also buchten wir eine Kabine auf diesem rund 200 Passagiere fassenden Schiff.
Am 25. Oktober durften wir in Ushuaia im Office von Stella Australis unsere Koffern abgeben und um 18.00 war Einschiffung. Für uns war es abgesehen von einer Fährüberfahrt von Genua nach Sizilien das erste Mal, dass wir auf einem Schiff übernachteten und ein geführtes Programm mit Ausflügen usw. mitmachten. So hatten wir auch ein wenig gemischte Gefühle, ob das dann auch etwas für uns sein würde.

Die Begrüssung an Bord war sehr herzlich und unsere Kabine mit einem grossen Panoramafenster schon einmal top. Um 19.00 Uhr sollten wir uns im Salon Darwin auf dem 5. Oberdeck für den Begrüssungschampagner, Vorstellung der Crew und einem Sicherheitsbriefing einfinden.
Beim Sicherheitsbriefing wurde uns dann erklärt, wie die Landgänge mit dem Zodiac ablaufen, wie wir uns anziehen mussten (wasserfeste, warme Kleidung und Schuhe, Schwimmweste), wie der Ein- und Ausstieg ins Boot läuft, dass wir die Anweisungen der Expeditionsleiter befolgen müssten usw. Danach wurde uns anhand einer Präsentation gezeigt, wie der Landgang am nächsten Tag beim Kap Horn ablaufen würde, wenn er denn stattfindet. Zwischenzeitlich ging es auch schon los mit unserer Fahrt.
Um 20.30 Uhr wurde uns im Speisesaal ein feines 4-Gang-Menu reserviert und wir lernten unsere Tischnachbarn Sabrina und Remo aus dem Rheintal kennen (mit Ihnen haben wir uns sofort gut verstanden und haben die Landgänge, die Apéros und Schlummertrunke gemeinsam gemacht). Zudem feierte der ganze Speisesaal noch Adi‘s Geburtstag (eine Überraschung der Crew) mit einem gesungenen Happy Birthday und unser Tisch bekam Geburtstagskuchen und Champagner.
Und dann war es schon Zeit zum schlafen. Der Wecker war auf 5.45 Uhr gestellt, denn kurz nach 06.00 Uhr morgens sollten wir am Kap Horn eintreffen.
Wenn ich Kap Horn höre kommt mir sofort stürmisches Wetter in den Sinn und tatsächlich ab ca. 02.00 morgens schaukelte es heftig und es breitete sich ein flaues Gefühl im Magen aus. Vielleicht war auch der zu erwartende Ausflug Schuld, denn die bevorstehende Zodiacfahrt vom Schiff zum Kap tönte mit dem Ein- und Aussteigen schon recht abenteuerlich.
Kurz nach 06.00 Uhr morgens konnten wir dann tatsächlich den ersten Blick auf das Kap werfen und kurz darauf entschied unser Kapitän, dass wir das Kap auch besuchen dürfen.

Es gibt drei Faktoren, welche bei einem Landgang mit dem Zodiac zu beachten sind:
– Wind nicht heftiger als 30 Knoten
– Wellen während der Fahrt auf dem Zodiac nicht zu hoch
– Wellen beim anlanden nicht zu heftig, da gerade beim Kap ein paar der Angestellten im Trockenanzug im Wasser stehen mussten um den Zodiac festzuhalten, damit wir Passagiere trockenen Fusses an Land kamen.
Und dann ging es los und wir kamen tatsächlich trockenen Fusses zum Kap. Nach der Landestelle hat es eine Treppe mit einigen hundert Stufen und dort begrüsste uns der „Leuchtturmwächter“, ein Offizier der chilenischen Armee, welcher mit seiner Familie für ein Jahr am Kap lebt. Sein kleiner Sohn war auch dabei und Sie schüttelten jedem Passagier die Hand und hiessen ihn willkommen.
Der Besuch des Kaps hat unsere Erwartungen mehr als übertroffen. Hier ein paar Impressionen:





Nach Frühstück und Mittagessen ankerten wir bereits in der Wulaia Bay und machten uns zum zweiten Landgang bereit. Dieser Landgang lief etwas anders ab, da wir in Gruppen eingeteilt wurden und einen Guide zugeteilt bekamen, der uns viel Wissenswertes über die Geschichte und die Natur von Tierra del Fuego erklärte. Wulaia heisst in der Sprache der Yamana Indianer schöne Bucht und das war Sie auch:


Der ereignisreiche erste Tag ging mit einem guten Abendessen und anschliessendem Schlummertrunk zu Ende.
Am nächsten Morgen wurden wir für den bevorstehenden Ausflug am Nachmittag zum Aguila Gletscher gebrieft und genossen die Fahrt durch die schöne Landschaft. Am Nachmittag ging es wieder auf den Zodiac und wieder geführt zu unserem ersten Gletscher auf dieser Reise. Das Wetter, welches sich bis dahin zwar trocken aber bewölkt gezeigt hatte, wurde dabei von Minute zu Minute besser und der Gletscher (wird zwar nicht der grösste sein auf unserer Reise) war gewaltig:



Zurück auf dem Schiff wurde bereits die Verabschiedungsveranstaltung durchgeführt, natürlich wieder stilgerecht mit Champagner, während neben uns wunderschöne Landschaften vorbeizogen.


Heute morgen wäre nun noch der letzte Landgang auf dem Programm gestanden, zu den Magellan-Pinguinen auf der Isla Magdalena etwas nördlich von Punta Arenas. Leider hat es zu stark gewindet und wir durften nicht an Land.
So haben wir die Stella Australis am Mittag schon wieder verlassen in Punta Arenas mit einem positiven Fazit über die Reise: wir hatten überaus freundliche, hilfsbereite und kompetente Guides, auch sonst sehr freundliches Personal an Bord des Schiffes, sehr sehr leckeres Essen (Die Waage wird sich freuen) und eine wunderbare Landschaft, welche wir das Privileg zu sehen, geniessen durften. Feuerland ist noch nicht überlaufen, wenn man bedenkt, dass wöchentlich 400 Touristen, diese abgelegene Gegend besuchen. Die Natur ist hier in vielen Teilen noch intakt, aber auch hier hat sich bereits vieles verändert. Es bleibt nur zu hoffen, dass auch in Zukunft nicht mehr Menschen diese abgeschiedenen Flecken am Ende der Welt besuchen können.
Wir sind jetzt in Punta Arenas in unserem Hotel und es regnet, regnet, regnet in Strömen. Am Nachmittag wollten wir noch einen andere Pinguinkolonie in der Nähe besuchen, diese ist jedoch ausserhalb der Saison nicht zugänglich. Wir sahen immerhin viele Vögel, Lamas, Kaninchen und Kühe.
Jetzt machen wir uns bereit für ein letztes Abendessen mit Sabrina und Remo, bevor wir morgen Richtung Puerto Natales aufbrechen.
Unglaublich was ihr beide da erlebt hattet!! Wunderschöne fotos!! Es ist schon so, wir haben doch das alles schon mal gehört u film gesehen von unseren korsika-freunden! In wirklichkeit muss es noch viel viel schöner sein!! Wir sind froh das alles gut verlaufen ist u keine schwierigkeiten hattet mit auf den ausflügen mit dem zodiac!! Geniesst eure abenteuerliche fantastische reise weiterhin und ❤️Grüsse vreni u hans
Hey zämä!
Wunderschön! Mir mögä euch gönnä, dass fasch aus het klappet! Adis Geburi wird o unvergässlech! Dickä Muntsch! D&M&J
Liebe Sandra, lieber Adi, fantastisch, was Ihr alles bis jetzt erlebt habt, auch freut uns, dass Adi, einen tollen Geburtstag hatte! Und natürlich die Fotos sind wunderschön, wir geniessen Eure erlebnisreiche, interessante Reise mit, Sandra Du schreibst sehr interessant, wir freuen uns schon wieder auf den nächsten BerichtWir wünschen Euch weiterhin erlebnisreiche schöne FerienHäbet Sorg,Marianne und Robi
Liebe Sandra, lieber Adi, Fantastisch, dass ihr so interessante, erlebnisreiche Ferien geniessen könnt! Der Bloc verfolgen wir mit grossem Interesse, grosses Kompliment Sandra , kurzweilig geschrieben! Geniesst es, viele liebe Grüsse und Küsse Marianne und Robi
Besten Dank für den spannenden Beitrag und die schönen Fotos. Freue mich riesig über jeden Reisebericht. Geniesst es weiterhin und ganz liebe Grüsse