Am frühen Morgen mussten wir uns von Simu und Meret verabschieden und los ging es die verbleibenden    ca. 100 km bis zum Ausgang des Kakadu Nationalparks.

Nun bogen wir wieder auf den Stuart Highway ein, der Darwin und Adelaide auf über 3’000 km miteinander verbindet. Der Stuart Highway ist erst seit 1987 durchgehend asphaltiert. Da kann man sich schwer vorstellen, wie beschwerlich früher die Reise gewesen sein musste. Heute ist die Strasse in sehr gutem Zustand und es hat sehr wenig Verkehr. Entsprechend schnell kommt man voran, es ist jedoch für den Fahrer anstrengend die Konzentration zu halten, geht es doch fast immer geradeaus und die Landschaft sieht für lange Kilometer immer gleich aus. 

Unseren ersten Stop machten wir in Katherine einer „grösseren“ Stadt im Northern Territory. Wir mussten dringend unsere Vorräte wieder auffüllen und auftanken. Der gut sortierte Woolworths macht einem das Einkaufen aber sehr einfach.

Zu einem gepflegten Camperleben gehört ja bekanntlich das Ankunftsbierchen und natürlich auch ein Glas Rotwein zum essen. Im Northern Territory gelten, bedingt durch die grossen Alkoholprobleme der Aboriginals, sehr strenge Regeln was den Alkohol betrifft. So kann man z. B. nicht vor 14.00 Uhr Bier und Wein kaufen. Wir waren jedoch bereits vor dem Mittag in Katherine und viel zu bieten hat das Städtchen nicht wirklich. Also weiter ohne die Alkoholvorräte aufzustocken.

In Mataranka konnten wir schliesslich sogar Cask-Wine kaufen (was in Alice Springs zum Beispiel verboten ist) und ein Burger im Roadhouse füllte unsere Bäuche für den letzten Teil unserer Etappe.

In Daly Waters schlugen wir schliesslich das Camp für die Nacht auf. Daly Waters besteht aus einem Pub mit Motelzimmern und Campingplatz, einer Tankstelle und zwei, drei Häusern. Der Ort wurde gegründet, weil Qantas in den 30er-Jahren einen Zwischenlandungsplatz für ihre Flüge von Süd nach Nord und umgekehrt benötigten. Das Pub ist sehr uhrig und obwohl es so abgelegen ist, wird hier auch an einem Mittwoch Abend richtig gefeiert.

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Am nächsten Morgen ging es gleich wie gestern auf dem Stuart Highway weiter. Etwa alle 50km steht ein Roadhouse mit einer Tankstelle, ab und zu gibt es noch ein paar wenige Häuser. Sonst immer diesselbe schnurgerade Strasse unter dem strahlendblauen Himmel. Gegen Mittag hatten wir Tennant Creek erreicht. Dies ist eine etwas grössere Ortschaft, welche von den umliegenden Goldminen lebt. Der Ort ist für eine Stadt im Nirgendwo sehr gepflegt und es hat sogar ein Schwimmbad und ein Kino. Im kleinen Shoppingcenter konnten wir uns verpflegen und danach besuchten wir noch das Goldminenmuseum. Wir waren aber wie schon den ganzen Tag, die einzigen Touristen, so dass wir ziemlich bald weiterfuhren.

Nach etwa 100 km erreichten wir ein Highlight unserer Fahrt über den Stuart Highway: Die Devils Marbles, eine Ansammlung von grossen runden Steinen, welche aussehen, wie wenn Sie von einem Riesen in die karge Wüstenlandschaft geworfen worden wären. Man sieht die Steinformationen auch vom Highway aus, trotzdem ist es empfehlenswert den kurzen Abstecher zum Besucherparkplatz zu machen. Nach einem kurzen Spaziergang bei 40 Grad im Schatten waren wir jedoch froh, wieder ins klimatisierte Auto einsteigen zu dürfen.

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Noch ca. 25 km und wir erreichten Wycliffe Wells die UFO-Hauptstadt Australiens, wo es auch einen Campingplatz gibt. Wir waren die einzigen dort, ein recht komisches Gefühl. Der Campingplatz ist übrigens nicht wirklich zu empfehlen, er ist leider sehr heruntergekommen, obwohl die Plätze schön schattig waren.

Heute ging es dann die letzten 370km bis Alice Springs. Noch einmal unzählige Roadtrains auf dem Stuart Highway und eine Landschaft, die nun nicht mehr tropisch war, sondern eher wüstenartig. Kurz vor Alice waren wir dann auf der Höhe des Tropic of Capricorns (auf diesem Breitengrad sagt man, sind nördlich die Tropengebiete und südlich gibt es vier Jahreszeiten).

In Alice Springs kauften wir wieder für die nächsten 4 Tage ein und machten danach noch einen Abstecher in die East McDonnell Ranges. Wir konnten drei wunderschöne heilige Stätten der Aboriginals besichtigen: Emilys Gap, Jessies Gap und Corroboree Rock. Auch hier keine Anzeichen von Touristen, wir waren mutterseelenallein.

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Nun sitzen wir auf dem Campingplatz von Alice Springs und geniessen unser Ankunftsbier. Morgen geht es über die West McDonnell Ranges bis zum Uluru. Wir werden also die nächsten drei bis vier Tage offline sein.

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