Nach dem grauslichen Abend waren die Flatterviecher am nächsten Tag gottseidank verschwunden und wir konnten in Ruhe unser Zmorgen geniessen (jedenfalls wenn man sich die Fliegen wegdenkt, die ab Sonnenaufgang am liebsten in Nasen, Ohren und Münder von menschlichen Wesen verschwinden).
Kurz nach 08.00 Uhr verliessen wir Shady Camp in Richtung Kakadu. Selbstverständlich legten wir beim Eingang einen Stop ein, um das Eingangsschild zu fötelen und danach noch einmal bei der Aurora Lodge um den Kakadu Pass zu kaufen (Eintrittsticket) zu kaufen. Unsere erste Sehenswürdigkeit waren danach die Rock Paintings in Ubirr. Es ist faszinierend zu sehen, wie die Aboriginals vor tausenden von Jahren bereits ganze Geschichten in die Felswände malten. Auf einem interessanten Rundweg sahen wir einiges an Aboriginal-Kultur. Zum Rundgang gehörte noch ein kurzer Aufstieg zu einem Viewing-Point, der schöner nicht sein könnte! Jeder Schweisstropfen beim Aufstieg hat sich gelohnt. Die Aussicht war bombastisch.

Next stop war Cahills Crossing. Dies ist die Grenze zum Arnhem Land, dem Land der Aboriginal. Es gibt also auch in Australien eine Grenze und zwar eine Flussgrenze wo die Strasse durch den East Alligator River führt. Leider hatten wir kein Visum für Arnhem Land, so konnten wir nur zusehen, wie einige Autos die Querung machten.
Damit wir noch Tags kochen konnten suchten wir danach unseren Campingplatz (Merl, auch mitten im Busch aber mit Duschen) auf. So eine Dusche ist schon etwas schönes bei 40 Grad im Schatten.
Nach der Abkühlung gingen wir hinters kochen: Schweinssteak an Champignonsrahmsauce, Adi’s Buschkartoffelstock und Salat. Uns sogar essen konnten wir noch während es hell war. Es hatte aber auch nicht so viele Viecher wie im Mary River Nationalpark. Vielleicht lag es am Feuer, dass wir nach dem Essen noch anzündeten.
Am nächsten Morgen ging es neben der Minenstadt Jabiru vorbei nach Nourlangie, wo wir noch einmal Felsmalereien und eine grandiose Aussicht geniessen konnten.
Am Mittag erreichten wir Cooinda. Dort konnten wir in der Lodge eine Flussfahrt auf dem Yellow Water (dies ist eine Inlandlagune, welche während der Regenzeit mit dem South Alligator River verbunden ist) buchen. Die Flussfahrt war der Hammer. Unser Guide, halb Aboriginal, halb weiss, versorgte uns mit den interessantesten Informationen über seine Kultur und fuhr mit uns kreuz und quer durch die Lagune und über den South Alligator River (die Regenzeit hat bereits begonnen und deshalb ist das Wasser bereits höher als andere Jahre). Was der Mann alles sah ist unbeschreiblich von den kleinsten Vögeln (Kingfisher) über kranke Barramundis und Störche bis zu einem ca. 2m langen Salzwasserkrokodil (wenn ihr einem Kroki in dieser Grösse begegnen solltet, einfach eins auf die Schnauze hauen, ist es grösser habt ihr sowieso keine Chance aufs überleben, dies der O-Ton unseres Guides). Wir waren nach der Fahrt alle ganz geflasht.

Da die Lodge in Cooinda einen wunderbaren Pool besass und alle Annehmlichkeiten beschlossen wir dort zu bleiben. Schliesslich war es Adi’s Geburtstag und da sollte man sich etwas gutes Tun.
Am Abend wurden wir schliesslich von Schlumpfs verwöhnt mit Fajitas. Ich glaube nicht, dass jemand schon mal im Kakadu Nationalpark solch köstlich Fajitas gegessen hat. Sowieso liebe Schlumpfis, vielen herzlichen Dank für alles. Wir hatten ein paar wunderschöne Ferientage mit euch. Der Anfang unserer Ferien hätte nicht besser sein können. Und Auf Wiedersehen beim Uluru...
Nun geht es für uns zu Zweit weiter Richtung Alice Springs!