Am frühen Morgen schien sich die Sonne doch wieder etwas mehr durchzusetzen. Für uns war das aber eigenlich egal, da wir Richtung Adelaide weiter mussten. Nun mussten wir uns also von Schlumpfs bis im Februar verabschieden…
Danach gings los. Zuerst rund 245 km bis wir den Stuart Highway wieder erreichen würden. Dort ein kurzer Stop beim Roadhouse. Wir sind aber sofort nach dem Tanken wieder geflüchtet, da sich eine Busladung Touristen dort breitgemacht hatte. Nun hatten wir ca. 500km bis zur Opal-Stadt Coober Pedy vor uns. Mit Cola, Schoggi, Sugus, Sandwich und Partymusik (Sylvester-Mix lässt grüssen… Bei uns im Auto wurde lauthals Atemlos oder das Burebüebli gesungen oder Macarena „getanzt“) schafften wir die Strecke schliesslich relativ problemlos und konnten um den Mittag die Grenze vom Northern Territory nach South Australia überqueren.
Gegen Coober Pedy fingen sich die „Maulwurfhügel“ an zu häufen. Die Opalsucher graben Löcher in den Boden und daneben liegt jeweils der Erdhaufen, der tatsächlich etwas von einem überdimensionalen Maulwurfhügel hat.
Der Ortsname Coober Pedy ist die englische Schreibweise des Aborigine-Begriffs kupa piti was soviel heisst wie „das Loch des weissen Mannes. Die Ortschaft nennt sich Opalhauptstadt der Welt und ist tatsächlich der grösste Förderer von Opalen weltweit. Da es in den Sommermonaten in Coober Pedy extrem heiss wird, leben viele seiner Bewohner in unterirdischen Wohnhöhlen sogenannten Dugouts. So sieht man tatsächlich wenn man durch die Stadt fährt nicht sehr viele Wohnhäuser.


Da es bereits 17.00 Uhr war, als wir auf dem Campground eingerichtet waren, entschlossen wir uns, das Städtchen noch kurz zu erforschen und danach auswärts essen zu gehen. Bei einem feinen Steak und einer Flasche Rotwein konnten wir den Abend gemütlich ausklingen lassen.
Am nächsten Morgen nach dem Frühstück wollten wir uns noch die Breakaways ansehen. Dies sind farbige sehr fotogene Hügel, die von weitem wie weggebrochen aussehen. Man wähnt sich auf einem anderen Planeten, wenn man sich das Ganze von den Lookouts aus ansieht. Deshalb waren die Breakaways auch Filmkulisse für Filme wie Mad Max oder Priscilla – Queen of the Desert.


Auf dem Weg zurück nach Coober Pedy fährt man auch am sogenannten Dog Fence vorbei. Dieser gewaltige Zaun erstreckt sich über Tausende von Kilometer von der Ost- an die Westküste Australiens und soll die Dingos im Norden von den saftigen, gluschtigen Schafen und Rinder im Süden abhalten. Schon nur einen kurzen Teil dieses Zaunes zu sehen ist sehr eindrücklich.

Zurück in Coober Pedy machten wir noch eine selfguided Tour in der Old Timers Mine. Die stillgelegte Mine ist mitten im Städtchen gelegen und mit Bauhelm geht es durch dunkle und enge Gänge wo einem das Prozedere mit der Gewinnung von Opalen erklärt wird und man sieht, wie die Schürfer früher gelebt und gearbeitet hatten. Gottseidank hatten wir Helme auf, sonst wären wir jetzt wohl beide im Spital mit mindestens einem Schädelbruch 😉 …

Nachdem wir unsere Vorräte noch aufgestockt hatten, nahmen wir noch die restlichen 540km des Stuart Highways bis Port Augusta unter die Räder.
Der Stuart Highway war über weite Strecken sicherlich nicht die spannendste Strecke, trotzdem konnten wir auf den 4’500 Kilometern viel Outback-Luft schnuppern und einige grossartige und spannende Sehendwürdigkeiten erleben. Es war ein Erlebnis!!
Am Abend auf dem Campingplatz von Port Augusta wurden wir spontan zu unseren Nachbarn John und Luise auf einen Schlummertrunk eingeladen. John und Luise sind sogenannte „Grey Nomads“, Australier im Ruhestand, welche einen grossen Teil des Jahres im Wohnmobil in Australien herumreisen. Wieder einmal konnten wir so erleben wie freundlich und unkompliziert und interessiert die Aussies sind.
Liebe Sandra, lieber Adi, eure Beiträge sind super, interessant! Wir lesen sie mit grosser Begeisterung! Wir wünschen euch noch viele, positive Erlebnisse! Liebe GrüsseMami, Papa ,(Marianne u. Robi)
Liebe Sandra, lieber Adi,
Immer wieder verfolgen wir eure unendlich lange Reise auf der australischen Karte und euer super Reiseblog ist dabei sehr aufschlussreich. Der Zufall will es, dass Thery im letzten Sommer und ich gerade jetzt, während eurer Reise, das Buch „Jenseits des leuchtenden Horizonts“ von Elizabeth Haran, gelesen haben. Es erzählt von Opal Sucher und Händler in Coober Pedy, den Aborigines rund um den Ayers Rock und Alice Springs etc. Die Geschichte spielt sich allerdings im Jahre 1957 ab und damals war das Reisen noch viel mühsamer als heute. (Elizabeth Haran hat mehrere Bücher von Australien geschrieben, zum lesen sehr empfehlenswert).
Letzte Woche haben wir einen Torbeck, Barossa Valley, 2013, Woodcutter’s Shiraz, aus dem Keller geholt und genossen. Sehr fein, ihr könnt euch auf die Degustation freuen!
Wir wünschen euch bei den Degu’s viel Genuss und Spass!
Weiterhin schöne Ferien und liebi Grüess und Küess
Ruedi und Thery
Das tönt sehr interessant. Wir werden uns die Schriftstellerin merken !
Wir sind grad unterwegs ins Barossa Valley. Ein Freund aus Perth hat uns für Mirgen eine Verkostung in der Torbreck Winery organisiert. Wir freuen uns sehr. Heute stehen Two Hands und Langmeil auf dem Programm… Und wer weiss was es noch alles gibt. Wir übernachten in Tanunda und können das Auto mehr oder weniger stehen lassen!
Liebe Grüsse, Sandra&Adi