Nach unserem Schlemmerabend in St. Lucia (Seafood Platter vom allerfeinsten, aber leider keine Hippos in den Strassen gesehen), hiess es am morgen bereits wieder alles packen und weiter.

Unser Ziel hiess uMkhuze Game Reserve. Dieses befindet sich auch im iSimangaliso Wetland Park aber nicht am Wasser und verspricht die Big 5. Der Park ist relativ unbekannt bei internationalen Touristen und wir waren gespannt was uns tiermässig aber auch infrastrukturmässig erwartete.


Am Gate wurden wir ganz herzlich begrüsst und merkten einmal mehr, dass nicht jedermann auf der Welt weiss, wo die Schweiz liegt. Wir wurden nämlich gefragt, wieviele Tage wir von der Schweiz unterwegs nach Südafrika waren. Als wir erklärten, dass wir aus Europa kommen und geflogen sind war das Aha-Erlebnis gross.

Infrastrukturmässig müssen wir ein Kränzchen winden. Alles ist einiges besser im Schuss als im viel bekannteren Hluhluwe-iMfolozi-Park. Die Wegweiser sind alle lesbar und die Hides sind wirklich schön angelegt. Und Tiere hat es auch einige !

Grundsätzlich darf man in einem südafrikanischen Nationalpark nicht aus dem Auto aussteigen. Das hat auch einen guten Grund. Im Park ist auch immer viel Vegetation und man sieht nicht immer sofort, ob nicht doch ein Löwe im Busch hockt oder ein Nashorn ein paar Meter weiter grast (dazu später mehr ;-)). Es gibt jedoch Plätze, an denen man „auf eigenes Risiko“ aussteigen darf. Sie sind nicht eingezäunt, aber befinden sich an einer Lage, die von der Parkbehörde als sicher genug zum aussteigen eingestuft wird. Es sind teilweise Picnicsites oder eben die vorher erwähnten Hides. An einem solchen Hide steigt man aus dem Auto und geht ein paar Meter weiter durch ein Holztor in einen abgesperrten Bereich. Man läuft noch einmal 100 – 200 Meter und kommt zu einem Haus mit schmalen Ausgucken auf ein Wasserloch. So „merken“ die Tiere nicht, dass Sie beobachtet werden, wenn Sie zum trinken kommen. Diese Hides waren der Hammer im uMkhuze Nationalpark und wir haben zwar keine spektakulären Sichtungen gehabt, aber immer wieder Tiere gesehen, die zum Wasserloch kommen.


Am Abend gabs bei uns im Cottage (auch nicht eingezäunt) ein Rumpsteak mit viel Gemüse und Knoblibrot, alles vom Grill.

Heute morgen gings dann noch einmal auf einen Morgendrive. Hier steuerten wir noch einen Aussichtsturm an. Auch dort kann man aussteigen und klettert auf einen Holzturm um oben die Aussicht auf die Savanne zu geniessen. Beim Aufstieg ging mir ganz kurz durch den Kopf, dass da theoretisch ja auch Tiere hinaufsteigen können, z. B. Löwen. Von oben ein wunderschöner Ausblick mit einem Rhino ein paar Meter von unserem Auto entfernt. Dies zeigte uns, dass man die Tiere tatsächlich nicht so einfach sieht.


Unsere Reise ging dann weiter Richtung eSwatini. Der kleine Binnenstaat, früher Swaziland genannt, war unser nächstes Ziel. Der Grenzübertritt war, wie wirs uns im südlichen Afrika gewohnt sind. Es hat sich seit 2014 noch nichts geändert. Viel Bürokratie, Zettel die man nicht verlieren darf, Ausreisestempel, Einreisestempel nicht vergessen. Trotzdem ging es recht zackig und wir waren in eSwatini unterwegs. Nach ca. 50 km kam eine „Disease Control“. Damit hatten wir in Swaziland nicht gerechnet, obwohl wir solche Kontrollen vor allem von Botswana kennen. Es geht darum, dass man bestimmte Esswaren meist rohes Fleisch und Milchprodukte nicht über diese „Grenze“ nehmen kann.  Unser Kühlschrank ist ja recht gut bestückt, trotzdem mussten wir nur unsere Milch abgeben. Der Kontrolleur hatte wohl nicht so gross Ahnung wie ein Schweinsfilet aussieht oder was Sour Cream ist. Er durchsuchte unseren Kühlschrank akribisch aber nahm uns tatsächlich nur die Milch ab. Glück gehabt, denn heute Abend gabs Schweinsfilet, Rahmkartoffeln und Gemüse.

Wir befinden uns im Hlane Royal Nationalpark und geniessen den Abend in unserem Cottage mit Blick aufs Wasserloch. Morgen vor der Abreise werden wir noch einen geführten Sunrise Drive in diesem Big Five Reservat machen und hoffen natürlich endlich Löwen zu sehen.

Vielleicht gefällt dir auch das:

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert