29. Oktober 2019
Heute erwartete uns ein Highlight unserer Reise. Das Wilsons Promontory, der südlichste Punkt des Festlandes Australien und ein Nationalpark mit einer wahnsinnigen Vielfalt an Landschaften und Tieren.
Am Morgen erreichte uns dann auch noch die gute Nachricht, dass wir um 15.00 Uhr beim Tidal River Campground im Park einen Ersatzcamper in Empfang nehmen konnten.
Nun mussten wir uns doch etwas beeilen, damit wir noch einkaufen und trotzdem pünktlich im Campground eintreffen würden. Mit einer Viertelstunde Verspätung trafen wir schlussendlich ein. Wir hatten jedoch die Nachricht erhalten, dass der Ersatzcamper Verspätung hatte und erst um 16.20 Uhr eintreffen würde. Schlussendlich wurde es nach 17.00 Uhr. Wir hatten uns jedoch bereits einen schönen Stellplatz ausgesucht und Manu und Chrischte konnten auf unserem Platz bereits den ersten Wombat sichten (Adi und ich warteten derweil auf dem Day Visitor Parkplatz auf unseren Ersatzcamper).

Die Umräumerei war dann kurz etwas anstrengend und wir vermissen immer noch den Orangensaft und den Bushman Mückenspray. Beides liegt wohl noch im alten Camper.
An diesem Abend hatten wir Wombat-Sichtungs-Glück. Gleich mehrere dieser possierlichen Tiere hielt sich in der Nähe unseres Campers auf. Während wir unsere Lammkoteletts mit Ofengemüse zubereiteten, mussten wir zwischendurch unterbrechen um die Tiere auf Fotos und Film festzuhalten.
30. Oktober 2019
Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum five Mile Carpark um den schönen Wilsons Prom zu Fuss zu entdecken. Am Morgen früh, war schon einiges los auf der Strasse aber alle Autos bogen schlussendlich beim Mount Oberon ab, so dass wir schliesslich ganz alleine beim Carpark parkten und den Walk Richtung Millers Landing und Vereker Lookout in Angriff nehmen konnten. Die Wanderung führte durch waldiges Gebiet und wir sichteten nebst den lustig aussehenden „Korkbäumen“ ein Emu und ein Wallaby. Schliesslich verliessen wir den Busch und erblickten das grosse Inlet an dem sich Millers Landing befindet. Wir staunten ab der Massen von schwarzen Schwänen, die sich (zu Fuss) im seichten Wasser zwischen den Mangroven tummelten.


Nun ging es wieder einige Schritte zurück, bis wir den Aufstieg zum Vereker Lookout in Angriff nehmen konnten. Die Aussicht auf die Bucht sowie das bergige Gebiet mit geschliffenen Felsen (wie zufällig hingeworfene Murmeln) und Felsformationen, die mich stark an die Seychellen erinnerten, das alles war so abwechslungsreich, dass wir gar nicht merkten, wie weit wir hinaufstiegen. Oben angekommen eröffnete sich uns eine grandiose Rundsicht über das Wilsons Prom.



Der Abstieg führte dann mehrheitlich wieder durch bewaldetes Gebiet, was aber nicht weniger abwechslungsreich war und den Schatten nahmen wir gerne in Kauf, es war bereits ausgesprochen warm.
Mit dem Motorhome ging es wieder Richtung Tidal River. An der schönen Whisky Bay gab es ein Picknick am Strand zusammen mit Möwen, welche gerne etwas abbekommen hätten. Danach waren wir wieder am Campground, wo wir gleich eine weitere Nacht buchten.

Von Tidal River aus gibt es auch mehrere Walks und da es erst kurz nach 14.00 Uhr war, brachen wir ziemlich rasch auf. Die Strecke führt zuerst am Fluss entlang über einen Steg auf die andere Seite und führt dann auf der anderen Seite immer höher hinauf, bis sich der Blick auf Strand und Meer eröffnet. Der Weg führt dann entweder weiter zum nächsten Strand dem Squeaky Beach oder noch höher zum Tidal River Lookout, wo man schönste Rundumsicht auf die nahegelegenen Strände und Buchten geniessen kann. Wir entschieden uns für den Lookout und danach ging es wieder runter bis zum Steg zurück.

Nach diesem Fussmarsch hatten wir uns ein Apéro redlich verdient. Und zudem erwartete uns ein fürstliches Abendessen. Selbstverständlich mussten wir es selber kochen, aber wer hat schon Mal ein Roastbeef im Ofen gegart an einer Champignons Rahmsauce, Kartoffelstock (selbstgemacht) und einen Gurken-Tomaten-Mozzarella-Salat im Camper gekocht? Der Appetit war jedenfalls riesig und das Essen der Hammer!