Was für ein Tag. Wir kommen kaum mehr dazu durchzuatmen. Aber der Reihe nach.

Tagwach war um 04.30, denn um 05.30 startete unser Sunrise-Drive im Hlane Royal Nationalpark. Der kleine Park ist in drei Abschnitte geteilt und nur in einem Sektor hat es Löwen, also gings auf allgemeinen Wunsch zuerst dorthin. Gleich beim Eingang sah unser Guide Löwenspuren im Sand und folgte diesen und siehe da, vor uns tauchten plötzlich zwei wunderschöne Löwenmännchen auf, beide sehr faul und zumindest derjenige der näher bei uns lag sehr desinteressiert. Als man von weitem eine Pavianfamilie hörte wurde der zweite Löwe doch noch recht aktiv und wollte wissen was da los ist. Für uns gabs jedenfalls tolle Foto- und Filmmomente.

Weiter gings in den Sektor ohne Löwen, wo wir aussteigen durften und mit ein paar Impalas eine Kaffeepause machten. Danach gings noch auf die Suche nach Rhinos, die wir schlussendlich bei uns im Camp am Wasserloch antrafen.

Leider mussten wir weiter. Es ging wieder über die Grenze nach Südafrika. Diesmal recht zackig und sofort weiter Richtung Komatipoort. In der Grenzstadt zu Mozambique machten wir Grosseinkauf und fuhren die kurze Strecke bis Crocodile‘s Bridge, dem südöstlichsten Eingangstor zum Kruger Nationalparks.

Nach den Eintrittsformalitäten fuhren wir die ersten Kilometer noch relativ ereignislos durch die Gegend. Nachdem wir in eine kleinere Strasse in Richtung unseres Bushcamps abgebogen waren gings jedoch los.

Unter einem grossen Baum lag ein Rudel Wildhunde, zwar recht faul und schläfrig, aber für uns ein riesiges Highlight. Wildhunde hatten wir schon lange nicht mehr gesehen. Auf der weiteren Fahrt Richtung Camp sahen wir Zebras, Giraffen und grosse Elefantenherden ganz nah. Auch die Landschaft am Crocodile River entlang ist wunderschön.

Im Camp angekommen gings nach dem aus- und einräumen unseres Gepäcks gleich wieder los. Wir wollten noch einmal zu den Wildhunden, weil diese am späteren Nachmittag wieder aktiv werden und sich für die Jagd bereit machen. Kurz vor dem „Wildhunde-Baum“ trafen wir auf einen Haufen Autos, die rund um einen Baum gruppiert waren. Da liegt es nahe mal in den Baum zu schauen. Und tatsächlich, wir entdeckten eine Leopardenmutter mit einem Halbwüchsigen und ihrem Futter, einem armen Impala, das gerade mit viel Appetit gefressen wurde. Trotzdem, man musste schon richtig gut schauen, um etwas zu sehen und wären keine Autos dagestanden, wären wir ahnungslos daran vorbeigefahren.

Beim Weiterfahren kam uns auf einmal eine Hyäne entgegen. Das arme Tier wurde von den anderen Safarigästen weitgehendst ignoriert und so konnten wir ungestört ein paar gute Fotos schiessen. Kurz vor den Wildhunden kehrte Adi unseren Jozi, denn es war Stau und bis wir einen Blick hätten erhaschen können, wäre es noch lange gegangen.

Nun gings zurück nach Biyamiti, wo wir angekommen vor unserem Haus hinter dem Zaun beim Crocodile River noch eine Elefantenherde beobachten konnten. Was für ein Erlebnis!

Nun müssen wir das Erlebte zunächst mal verdauen. Wir haben immerhin Stand heute alle Tiere der Big Five (Löwe, Leopard, Elefant, Nashorn, Büffel) mindestens einmal gesehen! Das machen wir mit leckeren Pouletschenkeli, Broccoli und Knoblauchbrot und mit einem Glas südafrikanischen Pinotage.

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