Nach dem obligaten cholesterinhaltigen Frühstücksburger (der uns doch etwas zum Hals heraushängt), machten wir uns auf den Weg die National Mall abzulaufen.
Die National Mall wird oft auch als das „politische Herz“ der Vereinigten Staaten von Amerika bezeichnet. Diese riesige Grünfläche im Zentrum von Washington D.C. ist von imposanten Denkmälern, ikonischen Regierungsgebäuden und beeindruckenden Museen gesäumt. Sie ist der Ort von Washington, an dem die Hauptstadt der Vereinigten Staaten faszinierend und beeindruckend ist und wo sie ihre ganze Macht ausstrahlt.
Wir starteten beim Capitol, dem Regierungsgebäude, wo der Senat und das Repräsentantenhaus der USA tagt. Es ist 229 Meter lang, bis zu 107 Meter breit und an seiner höchsten Stelle 88 Meter hoch. Es war nach dem weissen Haus das erste größere Bauwerk in Washington, D.C., um das herum die Stadt entstand.


Der Weg führt nun entlang von grossen Museen und Grünflächen bis zum Washington Monument. Es ist ein 196m hoher Obelisk auf einem kleinen Hügel, erbaut zu Ehren des 1. Präsidenten der USA, George Washington.


Von dort sieht man bereits zum Reflecting Pool, einem Wasserbecken, an das ich mich durch den Film Forrest Gump erinnere. Am anderen Ende steht das Lincoln Monument. Das Design ist inspieriert von einem griechischen Tempel und drinnen thront eine übergrosse Statue des 16. Präsidenten der USA. Und hier hattes auch schon richtig viele Touristen.


Uns zog es weiter am Potomac entlang zum Kennedy Center. Es ist das grösste Kulturzentrum in Washington. Wöchentlich, ja täglich finden hier Konzerte und Shows (grösstenteils auch gratis) statt. Das Zentrum wurde nach John F.Kennedy benannt, nachdem er 1963 ermordet worden war. Nebst allen Shows und Konzerten hat man von der Terrasse einen schönen Ausblick über den Potomac.

Wir entschieden uns dann kurz entschlossen weiter am Potomac entlang nach Arlington zu laufen. Vorher gabs aber noch ein leckeres Mittagessen im Founding Farmers Restaurant.
In Arlington befindet sich einer der grössten Soldatenfriedhofe der USA. Mehr als 400‘000 Gräber befinden sich auf einer riesigen Grünfläche mit Sicht über den Potomac nach Washington. Das wohl berühmteste Grabmal gehört John F. Kennedy und seiner Ehefrau Jackie Kennedy Onassis.



Vom Friedhof führt die Arlington Memory Bridge über den Potomac direkt zum Lincoln Memorial. Etwas ausserhalb der Touristenströme fanden wir die Hive Rooftop Bar wo es wieder mal eine Büchse Weisswein gab (Washington-like) und danach war es bereits Zeit für den Sonnenuntergang, den man gemäss unserem Barkeeper vom ersten Abend, am besten vom Rooftop des Kennedy Centers bestaunt.



Für‘s Abendessen hatten wir im Tonic at Quigleys einen Tisch reserviert. Es handelt sich dabei um eine alte Apotheke, die man zum Restaurant umgebaut hat. Für mich gab es einen sehr leckeren Burger und für Manu Chicken mit Kartoffelstock und Bohnen.
Am nächsten Morgen war wieder volles Programm angesagt. Das Tidal Basin ist ein künstlicher See zwischen dem Potomac und der National Mall. Ein schöner Spazierweg führt vorbei an diversen Memorials und im März blühen jeweils hunderte von Kirschbäumen. Wir hatten das Glück und waren während dem Höhepunkt der Blüte in Washington. Man konnte sich kaum sattsehen an den leicht rosaroten Blüten der Bäume. Zwischendurch begegnete uns viel geschichtliches: Das Roosevelt Memorial, das Martin Luther King Memorial, das Korean War Memorial und zum Abschluss das Thomas Jefferson Memorial.





Vom Jefferson Memorial läuft man rund 10 Minuten bis zur Wharf von Washington. Um den alten Hafen gruppieren sich Restaurants, Bars und Hotel sowie der alte Fischmarkt, wo man frische Fisch kaufen kann oder bereits gekochte Langusten, Shrimps und Krabben.



Wir flanierten also die Strasse auf und ab, gönnten uns unterwegs ein Glas Weisswein, buchten eine Schifffahrt auf dem Potomac und kauften für unterwegs auf dem Boot eine Portion Shrimps mit Cocktailsauce.
Es war recht windig auf dem Schiff aber die Shrimps schmeckten hervorragend und Alexandria stellte sich als hübsches und sehenswertes Städtchen heraus, dass einen Besuch wert ist. Wir hatten eine gute Viertelstunde Zeit, dann kam schon das Wassertaxi, dass uns wieder zurück zur Wharf brachte.



Make Rum not War ist das Motto eines hawaiianischen Lokals an der Wharf, mit einer Terrasse im 1. Stock. Das Motto fanden wir gut, entschieden uns dann aber doch für ein Glas Weisswein, welches natürlich wieder in der Büchse daherkam. Dazu eine hawaiianische Pizza, was will man mehr.

Bald mussten wir uns auf den Weg zum Hotel machen. Ein bisschen packen für die Abreise am nächsten Tag und noch einmal fein Seafood essen, war unser Plan. Doch zuerst mussten wir uns durch die am Tidal Basin flanierenden Touristen und Washingtonians hindurchkkämpfen. Alle die konnten, wollten wohl die Kirschblüte bewundern und den schönen warmen Frühlingstag geniessen.

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