Heute war mal nur ein kurzer Fahrtag angezeigt. Von Port Augusta wollten wir etwas am Spencer Gulf entlang Richtung Süden fahren und danach noch den Mount Remarkable Nationalpark besuchen.
Landschaftlich ist die Gegend sehr ansprechend. Am Meer entlang für uns natürlich sehr schön und dann im Landesinneren ziemlich Emmental-Like. Es folgt Dorf auf Dorf, was jetzt doch etwas ungewohnt war, nach der langen Reise durchs Outback. In Melrose am Fuss des Mount Remarkable beschlossen wir dann schlussendlich auf dem sehr schön gelegenen Campground zu bleiben.
Zuerst wollten wir jedoch noch die Alligator Gorge im Mount Remarkable Nationalpark besuchen. Wie die Gorge zu ihrem Namen kommt ist unbekannt, denn bekanntlich gibt es in Australien ja keine Alligatoren und hier im Süden Australiens auch keine Krokodile. Trotzdem genossen wir die Aussicht über die Gorge und unterwegs die Sicht aufs Meer und aufs Tal.

Nun war bereits der letzte Abend mit unserer Miss Rosie (Camper) angebrochen. Eigentlich sehr schade, denn alles hat wunderbar geklappt und sie hat uns sicher von Darwin in den Süden gebracht. Trotzdem mussten wir zugeben, dass wir fast ein bisschen froh waren, morgen im Hotel übernachten zu dürfen. Es wurde am Abend bitterkalt auf dem Campingplatz und wir vermuten, dass dies so weitergehen wird mit den kühlen Temperaturen.
Jedenfalls haben wir in der Nacht von unserem 2m breiten Bett maximal die Hälfte gebraucht… Wir mussten uns gegenseitig richtig warmgeben und am morgen früh stachen gerade mal knapp unsere Nasenspitzen aus der Decke hervor.
Bevor wir Miss Rosie in Adelaide ablieferten fuhren wir noch durch das Eden Valley, ein Weingebiet welches uns durch unseren australischen Weinlieferanten „Wyhus Ryf in Belp“ bereits bekannt war. Einer unserer Lieblingswein aus Australien kommt vom Weingut Skillogallee, welches im Eden Valley beheimatet ist. Nachdem wir also im Hauptort Clare eine Kaffee und Kuchenpause eingelegt hatten fuhren wir zum Skillogallee Weingut um den feinen Wein vor Ort zu degustieren.
Skillogallee ist wunderbar gelegen und der Wein schmeckt auch in Australien sehr sehr fein. Am Samstag ist man im australischen Weingebiet jedoch nicht der einzige Gast und so hatten wir unsere paar Weine recht rasch degustiert und entschieden uns zwei Flaschen zu kaufen, damit wir den Wein noch in Ruhe an den nächsten Abenden geniessen konnten.


Am frühen Nachmittag trafen wir in Adelaide ein, wo wir unseren Camper unkompliziert abgeben konnten. Ein Taxi brachte uns sodann zu unserem Hotel in der Franklin Street Downtown Adelaide.
Von allen Seiten hatten wir immer wieder gehört, dass wir ja nicht zulange Zeit in Adelaide verschwenden sollten, denn die Stadt sei langweilig und habe nichts zu bieten. Das können wir so nicht ganz unterschreiben. Adelaide ist sehr übersichtlich. Es ist auch eine „geplante Stadt“ (also Schachbrettmuster). Trotzdem gibt es einige Ecken, welche uns gut gefallen haben: z. B. die schwarzen Schwäne am Torrens River, die Rundle Street mit den vielen gemütlichen Beizen und alte Gebäude neben neuen Hochhäusern. Fakt ist, dass man die Stadt in einem Tag gesehen hat, trotzdem ist sie meiner Meinung nach nicht langweilig sondern halt einfach klein aber fein, ähnlich wie Bern!

So hatten wir unser Sightseeing recht schnell abgeschlossen und da Freitag war und am Freitag bei uns beiden am Abend immer Apéro angesagt war, fanden wir schnell eine gemütliche Rooftop Bar für das Bier und den Weisswein bevor wir in einem Restaurant an der Rundle Street noch fein assen.
