4. November 2019
Die Fahrt über die Schnellstrasse bis Melbourne verging wie im Flug und schlussendlich hatten wir das Motorhome abgegeben, waren im Taxi nach Dockland chauffiert worden und hatten unser Apartment bezogen. Riesig kam es uns vor nach der Zeit zu Viert im Camper. Doch wir hatten keine Zeit zum geniessen, wir wollten auch etwas von Melbourne sehen und erleben.
Vor drei Jahren waren Adi und ich bei Regenwetter in der Stadt. Wir haben damals festgestellt, dass man in Melbourne weder verhungern noch verdursten kann… so viele Bars, Cafés und Lounges draussen am Yarra River… wir haben schon damals gestaunt, aber wegen des schlechten Wetters konnten wir nichts testen.
Nachdem wir mit dem Tram (die Haltestelle befindet sich direkt vor unserem Apartment) bis Flinders Street Station gefahren und uns den alten Bahnhof sowie den Federation Square angesehen hatten, spazierten wir zum Yarra River und suchten uns ein gemütliches Plätzchen. Das Wetter war jedoch nur unwesentlich besser als 2016 und so beschlossen wir spontan Online Tickets für den Eureka Tower zu lösen. Das Hochhaus rühmt sich die höchste Aussichtsplattform der südlichen Hemisphäre zu haben. Auf 280 m kann man sich einen Überblick über die Stadt verschaffen.



Anschliessend war bereits Zeit fürs Abendessen. Am Yarra River entlang kann man Richtung Docklands laufen und unterwegs hat es zahlreiche Restaurants. Mit feinem Fleisch und Fisch ging der erste Abend zu Ende.
5. November 2019
Unser ganzer Tag in Melbourne begann mit einem ausgiebigen Zmorge in einem schönen Café in den Docklands. Danach ging es sofort mit dem City Circle Tram in die City (Die Trams in der City Zone sind übrigens alle gratis und Melbourne rühmt sich das grösste Tramnetz der Welt zu haben). Unsere Besichtigungstour umfasste die AC/DC Lane (zu Ehren der australischen Band), Bourke Street Mall, Federation Square, das Rod Laver Stadion (wo Roger Federer bereits ein paar Mal das Australian Open gewonnen hat, den Yarra River und wieder alle die schönen Outdoor Lokale.



Danach gab es einen kurzen Break in unserem Apartment. Wir mussten noch unsere dreckigen Kleider fertigwaschen (damit hatten wir selbstverständlich schon am Vortag begonnen, nachdem wir die Waschmaschine und den Trockner im Apartment entdeckt hatten) und packen, damit wir am Mittwoch mit dem Flugzeug nach Alice Springs fliegen konnten.
Nach getaner Arbeit, bestellten wir ein Uber, welcher uns zum St. Kilda‘s Beach chauffierte. Der St. Kilda Beach ist das Pendant zum Bondi Beach in Sydney, aber total anders. Kein Surfer Beach, aber auch wieder viele gemütliche Bars direkt am Strand. Das Highlight sind jedoch die Zwergpinguine, welche jeden Abend bei Sonnenuntergang am St. Kilda Pier von einem Tag im Meer zurückkommen.
So positionierten wir uns eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang am Pier und konnten einen wunderschönen Sunset bestaunen und tätsächlich kurz nachdem die Sonne untergegangen war, konnten wir die herzigen Pinguine beobachten wie Sie zum steinigen Pier schwammen und an Land gingen. Ein Schauspiel, dass sich absolut lohnt.



Nun gab es für uns nur noch eine Pizza und zuhause einen Schlummertrunk.
Noch ein kurzes Fazit zu Sydney vs. Melbourne: Welche Stadt ist schöner. Bei uns steht es 2:2.
