2. November 2019

Am Morgen um 08.00 Uhr hatten wir die Fähre von Sorrento nach Queenscliff reserviert. Sie verbindet die beiden Aussenpunkte der grossen Bucht von Melbourne (Port Phillip), ansonsten hätten wir via Melbourne die ganze Bucht umrunden müssen um zur Great Ocean Road zu gelangen.

Zum ersten Mal in diesen Ferien regnete es und die Überfahrt war recht stürmisch. Gut dauerte Sie nur ca. 40 Minuten. Grad genug Zeit um einen Kaffee zu trinken. Von Queenscliff aus fährt man 90 Minuten bis der Beginn der Great Ocean Road erreicht ist. Die Strasse wurde nach dem 1. Weltkrieg von rund 3‘000 Soldaten erbaut und gilt als Denkmal für die tapferen Soldaten aus Australien, welche im Krieg gedient haben. Sie ist zudem eine der schönsten Küstenstrassen der Welt und sehr abwechslungsreich. Schöne Strände, Aussichtspunkte und kleine Orte wechseln sich auf dem ersten Teil ab.

 

Wir machten das Beste aus dem regnerischen Wetter und stoppten schliesslich um die Mittagszeit in Apollo Bay. Beim Apollo Bay Fishermen‘s Co-op kauften wir zuerst fangfrischen Snapper für das Nachtessen ein, danach suchten wir uns ein Lokal für einen fischlastigen Lunch. Danach setzten wir die Fahrt Richtung Cape Otway fort.

Beim Bimbi Park Campground reservierten wir vorsorglich einen Campingplatz für die Nacht. Vorsorglich, weil dieses Wochenende ein langes Wochenende für die Melbourner ist, findet doch am Dienstag der Melbourne Cup, eines der höchst dotierten Pferderennen der Welt statt. Nach dem Slogan „the race that stops a nation“ ist dieser erste Dienstag im November ein staatlicher Feiertag und das heisst, dass am Montag alle die Brücke machen. Es waren auch sehr viele Leute unterwegs (trotz Regenwetter)

Nachdem wir den Campingplatz erfolgreich reserviert hatten, fuhren wir noch zum Cape Otway Lighthouse. Der 1848 erbaute Leuchtturm ist einer der ältesten in Australien und steht an einer wichtigen Stelle für die Schiffe, welche den Weg in den Hafen von Melbourne suchten oder suchen. Der Leuchtturm kann besucht werden und das machten wir dann auch. Der Regen kam und ging (richtiges Aprilwetter) und so fiel der Besuch relativ kurz aus. Wir entschlossen uns rasch, den Campingplatz aufzusuchen.

So hatten wir genügend Zeit unseren feinen Snapper mit Reis und Salat zu kochen und aus dem „Fensterkino“ den zahlreichen Menschen zu zu sehen, welche ihre Zelte im Regen errichteten. Australier sind hart im nehmen. Ein bisschen Regen ist kein Grund auf Camping zu verzichten. Und schliesslich zeigte sich die Sonne dann doch noch zum Abschluss des Tages.

 

3. November 2019

Um 06.00 Uhr war Tagwache bei uns und um 08.15 Uhr standen wir bereits beim Visitor Centre bei den 12 Apostles. Dies ist eine der grössten Sehenswürdigkeiten der Great Ocean Road und als Adi und ich Sie vor 3 Jahren besuchten, hatte es trotz Regenwetter soviele Touristen, dass man kaum einen Blick auf die bizarr von Wind und Wetter geformten Steintürme werfen konnte.

Das Wetter zeigte sich doch wieder von der besseren Seite und Touristen waren auch noch fast keine vor Ort. So konnten wir die wunderschöne Küste diesmal in vollen Zügen geniessen. Nach den 12 Aposteln gibt es im Abstand von einigen Kilometern weitere sehenswerte Halte mit kurzen Walks zu den Sehenswürdigkeiten. Ich lasse einfach die schönen Fotos sprechen.

Unser Übernachtungsort war Port Campbell, eine kleine Stadt inmitten der Sehenswürdigkeiten der Great Ocean Road. Um 15.00 Uhr Nachmittags waren wir bereits auf dem Campingplatz, wo wir das Abendessen soweit vorbereiteten, dass wir nur noch die Lammgigot anbraten und das Ofengemüse in den Ofen schieben mussten. Der Grund dafür, war die Bierbrauerei, welche sich in Laufdistanz vom Campingplatz befand. In der „Sow and Piglets“-Brauerei wollten wir ein Biertasting machen und noch einmal auf die vergangenen 14 Tage anstossen.

Damit ist der erste Teil unserer Australienreise bereits zu Ende. Nach ungefähr 2’400 gefahrenen Kilometer werden wir am 4. November unser Motorhome abgeben und zwei Tage Melbourne erkunden. Am 6. November fliegen wir mit Qantas nach Alice Springs, wo wir einen 4×4 mit Dachzelt übernehmen. Wir sind gespannt auf unsere weiteren Abenteuer.

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1 Kommentar

  1. Super!! Super!! Tolle Bilder und sehr interessant eure Blogs! Auf der Karte haben wir die grossen Instanzen gesehen, welche ihr schon zurückgelegt habt!
    Wir wünschen euch weiterhin viel Spass und viele schöne, neue Erlebnisse!
    Liebi Gruess aus der Schweiz
    Ruedi und Thery

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