Heute Morgen hiess es Abschied nehmen von Wehrlis und vom schönen Lac St. Point. Unsere Reise führt uns nun weiter, tiefer in den französischen Jura hinein.

Zuerst noch ein bisschen planlos, wie immer, wenn man etwas nicht so gut kennt, fuhren wir Richtung Champagnole, weil dort ein Einkaufszentrum bis am Mittag geöffnet hatte und wir ein paar Vorräte aufstocken mussten. Mit Hilfe von Google Maps und ein paar Reiseberichten aus dem Internet beschlossen wir anschliessend Richtung Chateau Chalon zu fahren.

Château-Chalon ist eine Gemeinde mit ca. 140 Einwohnern im französischen Département Jura in der Region Bourgogne-Franche-Comté. Sie ist als eines der schönsten Dörfer Frankreichs (Plus beaux villages de France) klassifiziert.

Das Dorf liegt auf einem Vorsprung des ersten Juraplateaus und ist bekannt für den Vin Jaune aus der Weinbauregion Château-Chalon. (Quelle: Wikipedia)

Nach einem Spaziergang vom Tour de Charlemagne zum schönen Dorfzentrum genossen wir vom Belvedere de la Rochette die wunderbare Aussicht auf die umliegenden Dörfer und Weinberge.

Im Besucherzentrum gleich nebenan informierten wir uns über den Weinanbau und gönnten uns eine Weinprobe mit den hiesigen Spezialitäten: Vin Jaune, Vin de Paille und Macvin. Alles Weine, die wir bisher noch nie probiert hatten.

Jetzt kommt etwas, für alle Wein-Interessierten: Der auch als Juragold bekannte Vin Jaune gilt als einer der besten trockenen Weissweine der Welt. Er wird aus der Weinrebe Savagnin hergestellt. Der Wein wird nach einem speziellen Verfahren gekeltert und bleibt mindestens 6 Jahre und 3 Monate im Eichenfass. Wenn man ihn riecht, hat man das Gefühl gleich einen Dessertwein zu trinken. Im Mund ist er dann allerdings tatsächlich trocken. Spannend mal so etwas zu probieren, allerdings war unser Favorit der Vin de Paille. Dieser Wein ist tatsächlich ein Likörwein und wird auch in einem ganz speziellen Verfahren gekeltert. Dazu werden nur die besten Trauben verwendet. Wir haben uns jedenfalls nach der Degu ein Fläschchen gekauft. Der Macvin zu guter letzt ist ein Wein bei dem die Gärung unterbrochen und ein Drittel Marc du Jura beigefügt wird. Dadurch ist er natürlich hochprozentiger als ein normaler Wein.

Nun ging die Fahrt weiter Richtung Baumes-les-Messieurs. Dieses kleine Dorf wird auch als das schönste Dorf in Frankreich betitelt und die Abtei St. Pierre mitten im Dorf ist mehr als 1000 Jahre alt. Baumes-les-Messieurs liegt inmitten von 100m hohen Felswänden in einem Talkessel und steht unter Denkmalschutz.

Ca. 1 km vor dem Dorf liegt am Fluss Seille ein schöner Campingplatz. Diesen steuerten wir gleich als erstes an und durften uns ein schönes Plätzchen aussuchen. Danach gings zu Fuss über einen schönen Spazierweg ins Dorf. Nach der Besichtigung der wenigen Gassen und der eindrücklichen Abtei genehmigten wir uns noch einen lokalen Apéro in einem der Restaurants.

Nun geniessen wir den schönen milden Spätsommerabend auf unserem Campingplatz mit einem Kartoffel-Bohnen Salat und einem Schweinshalssteak (natürlich alles frisch im und um Zeus zubereitet) und freuen uns bereits auf weitere Entdeckungen im Jura.

 

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