Am Montag morgen prasselte der Regen auf unser Camperdach. Eine kurze Internetrecherche ergab, dass das Wetter weiter nordwestlich bedeutend besser war als hier. In diese Richtung befindet sich das Burgund, ein Weingebiet, dass wir auch noch nie besucht haben. Also auf ins Burgund.
Da sich das Wetter beim Zusammenpacken etwas beruhigte beschlossen wir vor der Weiterreise noch ganz hinten ins Tal zu den Cascade des Tufs zu fahren. Ein kurzer Rundweg führt zu den gemäss Internet-Bildern schönen Wasserfall. Nur leider hatte der kein Wasser. Empfehlenswert ist es diesen im Frühling zu besuchen. Vielleicht ein anderes Mal.


Nun ging die Fahrt über Landstrassen weiter Richtung Burgund. Die Landschaft veränderte sich zusehends, nachdem wir den Jura verlassen hatten. Es wurde Ebener und leichte Hügelketten mit Landwirtschaft und Reben säumten unsere Strecken, ja sogar das Wetter wurde immer besser.
In Châlon-sur-Saône beschlossen wir eine kurze Pause zu machen. Die Stadt liegt malerisch an der Saône und hat eine sehr schöne Altstadt zu bieten. Nach einem kurzen Spaziergang durch die Gassen der Innenstadt, genehmigten wir uns auf dem Platz bei der Kathedrale St. Vincent einen Cappuccino.



Nachdem wir Châlon-sur-Saône wieder verlassen hatten, fing das Weingebiet an. Weinreben an Weinreben, wachsen hier die Chardonnay und Pinot Noir Trauben heran, aus welchen die Weine aus dem Burgund gekeltert werden. Noch ca. 30 Minuten Fahrt und wir hatten unser Endziel Beaune erreicht.
Beaune ist das Zentrum des Weinanbaugebiets Côte du Beaune und wird vom Fluss Bouzaise durchquert. Der Campingplatz «Cent Vignes» liegt ca. 15 Minuten zu Fuss nördlich vom Stadtzentrum. Sehr praktisch, wenn man zu Fuss in die Stadt gehen möchte, um Wein degustieren zu können.
Nach der Besichtigung der sehr schönen Altstadt setzten wir uns schliesslich in eine der zahlreichen «Bar du Vin» und probierten uns durch das Sortiment der Weissweine. Der günstigste, ein Aligoté, schmeckte mir schlussendlich am besten.



Recherchen ergaben, dass man im Marché aux Vins aus einer Riesenpalette Wein degustieren kann, also gings weiter dorthin. Das günstigste Angebot: 5 Weine für 25 Euro. Die günstigste Flasche der Degustationsweine wäre dann für 35 Euro zu kaufen, die teuerste für 98 Euro. Wein aus dem Burgund ist ja teuer, das weiss man, aber grad soviel ausgeben, um eine Flasche Wein für das Abendessen zu finden, wollten wir dann doch nicht.
Grad neben dem Marché aux Vins befand sich ein kleiner herziger Weinladen in den wir hinein stachen. Für 10 Euro konnte man 3 Weine degustieren. 2 x 10 Euro ergibt bereits 6 verschiedene Weine, die wir probieren konnten. Die freundliche Madame gab uns dann noch zwei Weine zum probieren obendrauf. Alle Weine kosteten zwischen 15 und 35 Euro pro Flasche. So kauften wir schlussendlich gerne 2 Flaschen Rotwein und 1 Flasche Weisswein. Die 20 Euro für die Degustation mussten wir dann auch nicht bezahlen. Das war wirklich sehr nett und der kleine Shop eine klare Empfehlung, wenn man in Beaune etwas degustieren möchte (Vins fins Ph. Delagrange).

Den Abend verbrachten wir gemütlich auf dem Campingplatz mit einem leckeren Fischfilets, Kürbisrisotto und einer Flasche der in Beaune gekauften Weine.
Am Dienstag Morgen ging es über die Autobahn auf schnellstem Weg wieder Richtung Süden. Unser Ziel war die Schweiz. In Vésanaz am Lac Léman hatten wir bereits einen Campingplatz gebucht und wir wollten am Nachmittag Genf besichtigen, eine Stadt, die wir beide noch gar nicht kannten.
Genf gefällt uns sehr gut und wir haben uns vorgenommen die Stadt einmal mit dem Zug zu besuchen und eine Nacht in der Innenstadt zu übernachten. In der kurzen Zeit in der wir die Stadt besichtigen konnten haben wir gerade mal die Promenade am See mit dem Jet d’Eau und einen Teil der Altstadt mit der Kathedrale gesehen. Es gäbe sicher noch viel mehr zu entdecken.






Auf unserem Campingplatz genossen wir gestern noch eine schöne Abendstimmung mit Sonnenuntergang und heute ein gutes Frühstück mit direkter Seesicht. Auf der linken Seite sieht man bis zur Innenstadt mit dem Jet d’Eau und auf der gegenüberliegenden Seeseite, la Côte, welches unser nächstes Ziel sein wird.

