05.01.2023

Seit 18 Stunden befinden wir uns im südlichsten Teil von Australien auf der Insel Tasmanien und ganz genau in der Hauptstadt Hobart.

Hobart ist die Hauptstadt von Tasmanien. Die Stadt mit rund 200.000 Einwohnern liegt an der Flussmündung des Derwent Rivers und am Fuß des 1271 m hohen Mount Wellington im südlichen Landesteil der Insel. Hobart verfügt über einen Hafen und einen internationalen Flughafen. (Quelle: Wikipedia)

Genau an diesem Flughafen, der etwas grösser als Bern-Belp ist, landeten wir gestern Abend spät. Mit einem Taxi erreichten wir recht schnell unser Airbnb-Apartment in Sandy Bay im Süden von Hobart.

Heute morgen haben wir uns ein Café gesucht (Café Sisterhood) und leckere Egg Benedict gefrühstückt, im Woolsworth unsere Frühstücksvorräte wieder aufgestockt und sind danach via Battery Point bis ins Zentrum von Hobart gelaufen.

Hobart ist eine übersichtliche Stadt, in der man sich schnell zurechtfindet. Besonders gut gefallen hat uns die Gegend um den Salamanca Square. Dort wäre am Samstag ein Markt, der gemäss Internet, Reiseführer und Erfahrungsberichten sehr empfehlenswert ist. Leider sind wir dann bereits wieder unterwegs. Uns gefiel die ganze Atmosphäre aber auch ohne Markt, hat es doch viele coole Bars und Restaurants und wir werden morgen sicher noch einmal in dieser Gegend anzutreffen sein.

Auch die Hafengegend mit Schiffsverkehr sowie die Fussgängerzone mitten im Zentrum gefiel uns gut und obwohl wir eigentlich zuerst vor hatten ein Hop on Hop off-Busticket zu lösen sind wir schlussendlich alles gelaufen.

Während wir im Westen in den letzten Tagen Temperaturen von 30+ erlebt haben, sind es heute momentan nur knapp 18 Grad. Die gute Nachricht ist jedoch, dass die Wetterprognosen keinen Regen ankünden und die Temperaturen ab morgen wieder 20+ sein werden.

Am Abend gönnten wir uns im Blue Eye Seafood Restaurant genau diese Blue Eye, ein dorschähnlicher Fisch mit Broccolini und Mash. Sehr, sehr lecker.

06.01.2023

MONA, das Museum of old and new Art liegt nördlich von Hobart am Derwent River. Am Vorabend hatten wir noch Tickets für die Fähre zum MONA gebucht. Die Hinfahrt war für 10.15 Uhr reserviert. Alle Museumsliebhaber muss ich leider enttäuschen, denn wir hatten tatsächlich nur die Fähre hin und zurück (je 25 Minuten) gebucht, damit wir einen Teil des Derwent River mit der markanten Tasman Bridge abfahren konnten. Zudem gibt es auf dem Gelände des Museums sonst genug zu tun, befindet sich dort doch eine Winery, welche uns bedeutend mehr interessierte als alte und neue Kunst.

Als wir die Fähre bestiegen hingen noch graue Wolken über Hobart, je nördlicher wir kamen, desto sonniger wurde das Wetter. Beim MONA war es richtig angenehm, so dass wir unsere Jacken im Rucksack verstauen konnten. Ein bisschen Kunst durften wir trotzdem erleben, denn alles um das Museumsgebäude herum hat irgendwie damit zu tun, angefangen bei den 99 Treppenstufen, die man von der Schiffländte hochsteigen muss.

Nachdem wir uns einige der Outdoorkunstwerke angesehen hatten, genehmigten wir uns in der Weinbar zuerst ganz seriös einen Cappucchino bevor wir ein Glas der lokalen Winery (einen sehr süffigen Riesling) sowie ein IPA von der Moo Brew Brewery genehmigten. Neben uns wurde fleissig für den Nachmittag aufgebaut. Ein riesiger Foodstand mit grossen Fleischspiessen und anderen Leckereien, im Garten nebenan bequeme Sitzkissen und Picknicktische und eine grosse Bühne.

Von Hobart her kommend, entweder mit der Fähre oder mit Auto über den Landweg, strömte nun richtig viel Volk heran und platzierte sich rund um die Bühne, wo ein Musiker zu spielen begonnen hatte. Richtig schön mit dem sommerlichen Wetter, leider mussten wir uns um 12.45 Uhr bereits wieder von MONA verabschieden und enterten die Fähre zurück.

Für uns gings in der City weiter, wo wir noch etwas auf unserer Liste abhaken mussten: Die Spezialität Scallop Pie wollen wir unbedingt noch probieren. Jakobsmuscheln werden in einer pikanten Currysauce gekocht und im Blätterteig gebacken. Das Rezept datiert aus dem 19. Jahrhundert und wird natürlich mit den kleinen und sehr leckeren tasmanischen Jakobsmuscheln gekocht.

Jeweils am Freitag Abend im Sommer findet in der City von Hobart das Street Eats @Franko statt. Am Foodmarket  gibt es nur Food und Drinks mit lokalen, tasmanischen Zutaten und und so genossen wir gestern Abend noch ein paar entspannte Stunden bei netter Gesellschaft (Tina und Familie aus Sydney), guter Musik und Sonnenschein.

Heute werden wir wieder einen Camper übernehmen und werden Tasmanien in 11 Tagen ausserhalb von Hobart erkunden. Wettertechnisch bedingt werden wir voraussichtlich zuerst Richtung Westen, Richtung Strahan fahren. Wir sind gespannt, was uns erwartet.

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