Am zweiten Tag im neuen Jahr verabschiedeten wir uns bereits am morgen früh von unserem Appartement in Perth, welches für den Jahreswechsel ideal gelegen war. Wir wollten mit Percy Richtung Osten zur Sehenswürdigkeit «Wave Rock» aufbrechen. Für die Fahrt dorthin waren schon mal 350km zu kalkulieren, in Australien ein Katzensprung. Wir entschieden uns für die etwas längere, nördliche Route, welche landschaftlich mehr zu bieten hat und unter anderem am beschaulichen Örtchen York vorbeiführt. York hat Sandra, während ihrem Sprachaufenthalt in Perth, besucht. Ein gemütliches kleines Städtchen mit einer sehenswerten Mainstreet, die alte, aber gut erhaltene Gebäude aufweist.



Ein kurzer Spaziergang und ein Cappucchino in einem gemütlichen Café und weiter gings ostwärts. Beim Statues Lake, einem grünlichen-gelblich eingefärbten See, machten wir einen kurzen Stopp, um ein weiteres Mal die Beine zu vertreten. Die Farbe sieht zwar giftig aus, ist aber wieder mal eine Laune der Natur, weil Algen in gewissen Jahreszeiten den See in diesen Farben leuchten lassen.

Ca. 100km weiter waren wir am Ziel, einem Kaff namens Hyden, mit einer Tankstelle, etwas Läden und einem grossen Wegweiser Richtung Wave Rock National Park. Percy erhielt noch etwas bleifrei nachgefüllt, bevor wir die paar Kilometer zur Sehenswürdigkeit fuhren und in unser Cottage, 200 Meter vom Wave Rock entfernt eincheckten. Der erste Abstecher ging zum Wave Rock Café um einen ganz kleinen Happen (Pies) zu essen und dann das dort angeschlossene kleinen Wildlife Reserve zu besuchen. Leider für uns eine grosse Enttäuschung: heruntergekommen, unübersichtlich und die ausschliesslich australischen Tiere (hauptsächlich Vögel) aus meiner Sicht nicht artgerecht gehalten. Auch bei den bekannten Spezies wie Känguruh, Wombat und Emu wurde ich das Gefühl nicht los, dass diese nicht wirklich die erforderliche Aufmerksamkeit erhalten, welche bei Zoo’s sinnvoll wäre.


Danach war der Wave Rock angesagt, die Attraktion schlechthin. Es handelt sich um eine 2,7 Milliarden alte Granitgesteinsformation, die durch Erosion und Witterung, zu einer 15m hohen und 110m langen Welle geformt wurde. Beeindruckend, wie am Fusse der versteinerten Welle entlanggelaufen werden kann, um immer wieder spektakuläre Fotos zu schiessen. Ein kleiner Walk um, über und hinter die Welle rundete das Sightseeing ab. Zurück im Cabin kochten wir wieder einmal einheimisches Lammsteak mit Gemüsereis.



Der Wecker ging wie üblich vor Sieben am Morgen. Wir wollten vor unserem «Zmorge» einen ersten Walk machen, um in die Gänge zu kommen. Startpunkt war der Wave Rock und es ging dem Monolithen entlang in die entgegen gesetzte Richtung zum Hippo Yawn ( Gähnendes Hippo). Eine kurze Wanderung führte uns zur imposanten Felsformation, bei der wir einige coole Fotos schiessen konnten.

Den gleichen Weg zurück, das Frühstück zubereiten, mit Früchte-Müesli für Sandra und für mich Brot mit Käse und Honig, packen und dann gings mit Percy die rund 20km zu den Mulka Caves und the Humps. Die Caves waren besonders aufregend, weil ein riesiger Fels eine Art Tunnel bildet der durchquert werden kann und im Inneren sieht man uralte Wandbemalungen (hauptsächlich Handabdrücke) der Aboriginals.

Linkerhand folgte ein Trail auf den höchsten Hügel, wahrscheinlich nicht mal 100m höher gelegen, aber eindrücklich, wie der Pfad sich auf dem nackten Felsen langsam bis nach oben windet. Uns erwartete eine atemberaubende Aussicht über die fruchtbare und intensiv durch Landwirtschaft genutzte Gegend.



Nach der Wanderung mussten wir die Rückreise nach Perth, respektive Fremantle antreten. Die kürzeste Strecke führte uns via Highway 40 zur Westküste zurück. Endlich in Fremantle angekommen, haben wir sofort in unserem Hotel eingecheckt, Percy am Strassenrand stehen lassen und eine Bar für ein erstes Apéro aufgesucht. Echt gemütlich bei angenehmen fast 30 Grad in den Gassen…
Danach ein kurzer Sprung ins Meer, am kleinen Bathers Beach und im Hotelzimmer frisch machen, für den abendlichen Ausgang mit einem einfachen Essen und einem Glas Wein.

Mit diesem Abend ist auch die erste Hälfte unserer Reise zu Ende. Momentan befinden wir uns am Flughafen in Melbourne und warten auf den Weiterflug nach Hobart (Tasmanien). Eine solche Wartezeit kann man tiptop überbrücken, mit Blog schreiben und Apéro nehmen. Wir freuen uns auf Neuland und werden sicher schon bald über die ersten Eindrücke berichten.

ein erstes Espresso und euren Blog geniessen, what else…..
Äs guets Nöis wünsche ig öich 2!
Danke für eure spannenden und unterhaltsamen Beiträge!
LG Christine
Wau !!!!! Das sind eindrückliche Bilder geniesst eure Reise weiterhin … Wir fahren morgen nach Rosswald ⛷️ leider wenig Schnee ….. Liebe Grüesse Lusli u jürg