20. und 21. Oktober 2019

Die rund 30-stündige Reise nach Downunder haben wir problemlos bewältigt. Wenn man bereit ist einen Aufpreis zu bezahlen, so ist die Premium Economy der Singapore Airlines sehr zu empfehlen. Zum sowieso sehr freundlichen Service kommen die breiteren Sitze, der grössere Abstand zur vorderen Reihe, ein grosser Bildschirm und eine kleine Kabine mit 40 – 50 Plätzen hinzu. In Singapore konnten wir tropische Luft schnuppern und dann ging es noch einmal ruckzuck und wir waren in Sydney.

Die Einreise gestaltete sich ähnlich zügig, obwohl Adi und Chrischte beide ein Sackmesser zu deklarieren hatten. Der Zoll liess uns aber problemlos passieren, mit ein wenig Small Talk und einem freundlichen „Welcome to Australia“.

Wir hatten einen Transfer zum Airbnb am Millers Point gebucht und auch das klappte hervorragend. Kurz vor 22.30 Uhr hatten wir unser Reihenhaus an der High Street erreicht und machten uns sofort auf zum Schlummertrunk, bevor wir alle müde aber glücklich ins Bett fielen.

22. Oktober 2019

Am morgen um 08.00 Uhr waren wir bereit für unsere Entdeckungstour durch Sydney. Da wir noch eine australische SIM-Karte kaufen wollten und auch eine OPAL-Card für den öffentlichen Verkehr benötigen, machten wir uns zuerst einmal auf Richtung Innenstadt. In einem gemütlichen Café gab es dann ein deftiges Frühstück mit Eiern und Speck. Auch die OPAL Card war an einem Kiosk schnell gekauft, nur mit der SIM-Karte wollte es nicht klappen, da wir alle dummerweise unsere Pässe im Airbnb gelassen hatten. Wir hätten uns ausweisen müssen und die schweizerische ID ist leider kein offizielles amtliches Dokument in Australien.

Also machten wir uns auf zum Circular Quai. Dieser liegt ziemlich genau zwischen Harbour Bridge und Opera House. Nebst dem grossartigen Ausblick auf die beiden Wahrzeichen, kann man von hier aus die Fähre an verschiedene Destinationen in und um die Stadt nehmen.

Wir spazierten zuerst einmal Richtung Opera House und waren positiv überrascht, wie wenig Touristen wir antrafen. Ich hatte das berühmte Wahrzeichen von Sydney bereits 1995 gesehen und war damals sehr enttäuscht über das von nahem„schäbige“ Aussehen gewesen. Nun, entweder war die Opera restauriert oder gereinigt worden, oder Ich mit zunehmendem Alter viel toleranter. Jedenfalls war ich dieses Mal fasziniert vom Material, der Farbe und dem Glanz.

Weiter ging unser Spaziergang in den Royal Botanic Garden, zu Mrs. Macquaries Chair, von wo aus man einen tollen Blick über den Sydney Harbour geniessen kann. Nach dem vielen Laufen und fotografieren und filmen hatten wir uns in Busbys Bar einen Apéritif redlich verdient. Danach ging es jedoch sogleich weiter neben dem Opera House vorbei zum Viertel The Rocks.

The Rocks ist das ehemalige Quartier der Sträflinge, welche im 18. und 19. Jahrhundert von England nach Australien verschifft wurden. Im Quartier gibt es viele für Sydney alte Gebäude zu besichtigen und ein Spaziergang durch die alten Gassen ist ein wahrer Gegensatz zu der Metropole Sydney mit seinen zahlreichen Wolkenkratzer.

Nachdem wir uns mit einem feinen Mittagessen gestärkt und die ersten Souvenirs gekauft hatten gings weiter auf die Harbour Bridge und den Pylon Lookout, ein Aussichtspunkt auf dem südöstlichen Pfeiler der Brücke. Ein Museum über die Geschichte der Brücke sowie atemberaubende Aussicht über Sydney erwartete uns.

Nachdem wir anschliessend doch noch eine SIM-Karte kaufen konnten, machten wir uns mit einer der zahlreichen Fähren auf zur anderen Seite der Harbour Bridge. Im Licht der untergehenden Sonne liefen wir auf der Brücke wieder der City entgegen. Dieser ereignisreiche und schöne Tag ging dem Ende entgegen, aber nicht bevor wir im neuen Viertel Barangaroo (in der Nähe unseres Apartments) noch ein leckeres Nachtessen zu uns nahmen.

23. Oktober 2019

Nach einem Nespresso Kaffee verliessen wir unser Apartment bereits vor 08.00 Uhr. Wir wollten mit dem Bus nach Coogee Beach. Coogee ist sozusagen die etwas kleinere, entspanntere Schwester von Bondi Beach. In einem der zahlreichen Cafés genehmigten wir uns dann auch einen Zmorge bevor wir zum „Coogee to Bondi Coastal Walk“ starteten.

Der Weg führt mehr oder weniger direkt der Küste entlang, an zerklüfteten Klippen, ausgewaschenen Limestone Felsen, kleinen Buchten und Sandstränden. Die ganze Strecke ist sehr abwechslungsreich und ohne Stops ist man in ca. 1,5 Stunden in Bondi Beach.

Bondi Beach selber ist ein Ort, der wohl fast jeder kennt, auch wenn er noch nie in Australien war und so war es fast ein bisschen wie ein Déjà-vu als wir schliesslich den berühmten Salzwasser Pool und den Surfer Strand vor uns sahen. Bereits jetzt im Frühling ist der Strand gut besucht und jung und alt war am baden, sünnele oder surfen.

Wir entschieden uns für eine Mittagspause im „The Bucketlist“ mit Blick auf den weissen Sandstrand. Anschliessend nahmen wir den Bus Richtung Watsons Bay. Auf der einen Seite ist man hier immer noch am Pazifik, auf der anderen Seite geht es in den Sydney Harbour und deshalb ist Watsons Bay auch mit einer Fähre vom Circular Quay erreichbar. Wir wollten mit der Fähre die Fahrt von Watsons Bay nach Sydney machen, inkl. Fahrt unter der Harbour Bridge bis nach Barangaroo.

Die Sicht auf Sydney mit Opera House und Harbour Bridge ist atemberaubend und wir genossen die Fahrt auf der Fähre in vollen Zügen. Noch die letzten Fotos von dieser schönen Stadt schiessen.

Das Abendessen an unserem letzten Abend in Sydney wollten wir in Darling Harbour geniessen. Das machten wir dann auch in einem Steakhouse wo wir feines australisches Rindfleisch geniessen konnten. Ein letzter Schlummertrunk auf dem Weg zu unserem Apartment und dann hiess es leider bereits Abschied nehmen vom schönen Sydney.

Nun geht es los mit dem Motorhome der Küste entlang bis nach Melbourne.

Australien und natürlich die Australier haben uns herzlich begrüsst. Wieder einmal müssen wir feststellen wie freundlich und relaxt, wie geduldig und hilfsbereit die Australier sind. Hoffentlich können wir viel von dieser Lebenseinstellung mit nach Hause nehmen. Momentan geniessen und zelebrieren wir aber einfach dieses tolle Lebensgefühl. Den Stresslevel haben wir schon ganz toll heruntergefahren.

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2 Kommentare

  1. Hallo zäme

    Meine letzte und bisher einzige Australienreise datiert aus dem Jahr 2007. Wenn ich die schönen Bilder sehe, glustet es mich wahnsinnig. Und es sind ja erst Bilder von Sydney. Mal schauen, wann es bei mir soweit sein wird.
    Auf alle Fälle habt Ihr schönes Wetter, eben Frühling, und das soll so sein. Gute Weiterfahrt.

    LG Hämpu

  2. ❤️lichen Dank für die schönen Fotos und den interessanten, Berichtwir wünschen Euch Vier Lieben weiterhin wunderschöne FerienViele liebe Grüssevon uns Zwei

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