Gestern ging es endlich los. Welch eine Erleichterung. Obwohl in Italien überall in der Öffentlichkeit eine Maskenpflicht herrscht und wir uns momentan in einem vom BAG deklarierten Quarantänegebiet befinden. Da wir die Region Campagna aber in einigen Tagen verlassen werden und hoffen, dass keine weiteren Gebiete Süditaliens auf die Liste kommen spielt das momentan keine Rolle.

Das Fliegen zu Zeiten von Corona ist auch kein grosses Problem. Der Flug nach Neapel dauerte knapp 1,5 Std. und war praktisch ausgebucht, obwohl am Flughafen wirklich nicht viel los ist.

Bei der Einreise in Neapel wurde überhaupt nichts kontrolliert. Gleich vis-à-vis vom Terminal hat Sixt eine Niederlassung wo wir unseren VW T-Cross für die nächsten 18 Tage in Empfang nahmen.

Unser Tagesziel haben wir rasch erreicht. In einer schönen Apartmentanlage mitten in Pompei haben wir für zwei Nächte ein kleines Apartment gemietet. Das Einchecken ging dann auch ganz fix und kurz nach 17.00 konnten wir uns im Zentrum von Pompei unser erstes Apéro genehmigen.

In einem kleinen gemütlichen Lokal in der Nähe des alten Pompejis gönnten wir uns dann noch eine feine Meeresfrüchte Platte und anschliessend einen Teller Pasta. Das Highlight des Abends war aber, als wir noch einen Grappa bestellten und der Wirt uns die Flasche grad auf den Tisch stellte und meinte wir sollen uns grad selber einschenken.

Heute Morgen starteten wir mit der Fahrt zum Parkplatz „Quota 1000 sul Vesuvio“. Die letzten 2 km wanderten wir zu Fuss bis zum Eingang für die Wanderung zum Kraterrand. Leider vergeblich, wir hätten wegen Corona die Tickets bereits online kaufen müssen. Das holten wir dann auch nach, man muss jedoch die Uhrzeit angeben und so konnten wir für 15.15 Uhr Tickets bestellen. Die Sonne schien jedoch noch und so gab es noch das eine oder andere schöne Föteli

Wir beschlossen die Wartezeit mit einem Besuch der antiken Stadt Ercolano zu überbrücken. Diese Stadt ist nicht ganz so bekannt wie Pompei, die Anlage ist kleiner und übersichtlicher aber die Gebäude sind im grossen und ganzen besser erhalten. Es ist eindrücklich zu sehen wie die Römer schon Jahre vor Christus bauen konnten. Wir genossen es, fast alleine durch die alten Strassen von Ercolano zu bummeln.

Und dann war doch noch der Vesuv an der Reihe. Mittlerweile hatten sich die Wolken etwas verdichtet, es regnete aber wenigstens nicht, wie es am Morgen auch noch kurz der Fall gewesen war. Allerdings zogen Nebelschwaden auf, die sich auf unserer Wanderung am Kraterrand immer mehr verdichteten. Anfangs sah man noch in den Krater hinunter, später war das nicht mehr möglich. Trotzdem, die Wanderung auf dem Vulkankrater ist eindrücklich. Wenn man sieht wieviele Menschen an den Hängen des Vesuvs leben, hofft man einfach, dass sich der Vulkan noch möglichst lange still hält.

Nun machen wir uns kurzum auf den Weg ins Centro von Pompei. Nach der Wanderung haben wir uns ein Apéro verdient und wir haben Appetit auf eine Pizza. Morgen brechen wir auf Richtung Amalfiküste.

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