Heute morgen mussten wir ausnahmsweise den Wecker stellen. Wir hatten ja gestern eine Bootsfahrt in Los Gigantes gebucht. Diese ging um 10.30 Uhr los. Da wir an der Nordküste wohnen haben wir eine Anfahrtszeit gemäss Google Maps von 1 Std. 15 Minuten.

So fuhren wir 08.45 Uhr los und wegen Strassensperrungen und langsamen Autofahrern erreichten wir unser Ziel um 10.20 Uhr. Es ging also zackig, gleich auf unser Boot und um 10.29 Uhr legten wir bereits ab.

Unser Wunsch war es natürlich zumindest Delfine zu sehen und natürlich auch Wale. Momentan ist nicht Walsaison auf den kanarischen Inseln, aber es gibt ein paar „Resident“-Whales (Grindwale) an der Küste von Los Gigantes. Unser Guide erklärte uns das sehr charmant auf Englisch: Einige der Meeresbewohner sind „resident“, die anderen sind „on Holiday“.

Wir fuhren also mit dem Boot ziemlich weit aufs Meer hinaus. in die andere Richtung, die Insel La Gomera und plötzlich ging es ganz schnell. Die Delfine (on Holiday) hatten uns bemerkt und kamen neugierig näher zum Schiff. Sobald unser Bootsführer wieder etwas Gas gab, schwammen und sprangen die Delfine neben uns durchs Wasser. Wenn wir stillstanden, warteten Sie geduldig mit etwas Abstand, bis es wieder losging. Man könnte dem Treiben stundenlang zuschauen.

Dann gab es plötzlich auf der anderen Seite Aufregung. Tatsächlich waren dort die „Resident“-Grindwale aufgetaucht, ein Pärchen, dass mit etwas Abstand an uns vorbeischwamm. Auch hier konnten wir die beiden etwas ruhigeren Tiere (als die Delfine) lange beobachten.

Nach ca. 20 Minuten hiess es Abschied nehmen und wir machten uns mit dem Boot auf zur nächsten Sehenswürdigkeit: die bis zu 500 Meter hohen Klippen von Los Gigantes. Die hatten wir natürlich bereits vom Boot aus gesehen. Nun fuhren wir aber noch richtig nahe ran. An einem besonders sehenswerten Platz setzten wir Anker und wer wollte konnte sich ins Mittelmeer stürzen. Adi wollte und kühlte sich im angenehm temperierten Meer ab.

Anschliessend war es an der Zeit wieder zurück zum Hafen zu kuttern, wo wir nach dem verlassen des Bootes noch ein kleines Mittagessen zu uns nahmen: ein gemütliches Beizli an der Hafenpromenade, geführt von Franzosen, welche japanische-spanische-französische Fusionsküche servieren. Sehr lecker und grad die richtige Portion, um den kleinen Hunger zu stillen.

Via Teide Talstation fuhren wir anschliessend wieder nach La Orotava zurück. Dort war es an der Zeit, endlich auch die hübsche Altstadt zu erkunden und für unser Nachtessen einzukaufen. Auch heute Abend wird wieder gegrillt: Schweinsfilet (gemäss der Metzgersfrau einheimisch), Gemüse vom Grill und einen Rotwein vom Orotava-Tal.

 

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