8. November 2019

Tagwache war um 06.00 Uhr. Die Wetterprognosen versprachen Tagestemperaturen um 35 Grad und wir wollten die kühleren Temperaturen am Morgen für die Umrundung des Uluru zu Fuss nutzen.

Ganz allein waren wir nicht beim Mala Carpark, doch die meisten Touristen laufen nur ein paar hundert Meter den Mala Walk und kehren danach wieder um. Wir jedoch wollten die ganzen 10.6 km laufen. Beim Mala Carpark befindet sich übrigens auch der Aufstieg auf den Uluru, der seit dem 26. Oktober permanent geschlossen ist. Momentan sind Arbeiter damit beschäftigt die Aufstiegsseile zu entfernen.

Der Walk dauerte rund 3,5 Std. während denen es immer heisser wurde. Die Umrundung ist jedoch extrem kurzweilig. Man sieht dass der Uluru nicht einfach ein ovaler Koloss ist, sondern dass es Höhlen, Canyons, Wasserstellen zu entdecken gibt. Immer wieder wird man auf Schildern darauf hingewiesen, dass sich eine für die Aborigines heilige Stelle hier befindet: Höhlen, in denen spirituelle und religiöse Handlungen stattfanden, Stellen, welche für Frauen heilig sind und Stellen, welche für Männer heilig sind. Die Anangas (Stamm der Aborigines) bitten die Touristen darum, diese Stellen nicht zu filmen oder zu fotografieren, was wir selbstverständlich respektierten.

Da wir von Meret und Simu in der Schweiz noch Fliegennetze erhalten hatten, konnten wir diese am heutigen Tag sogar testen, denn die Fliegendichte um den Uluru ist enorm und die australischen Fliegen sind klein, schnell und hartnäckig. Oftmals sind 20 oder mehr Fliegen, die sich liebend gerne im ganzen Gesicht und am allerliebsten auf Lippen, Nasenlöcher oder bei den Augen platzieren. Das war auf jeden Fall ein Grund die Fliegennetze zu tragen.

Nach der Umrundung waren wir dann doch froh, für einen kurzen Moment wieder ins klimatisierte Auto einsteigen zu können. Wir fuhren dann noch zum Cultural Centre, wo man viele Informationen über die Lebensweise der indigenen Bevölkerung erhält und danach gings zurück ins Ayers Rock Resort, wo wir uns eine Glace und im „Sails in the Desert“ Hotel ein Apéro gönnten. Wegen der Hitze sprangen wir auch noch kurz in den Swimmingpool des Campingplatzes.

Kurz vor 18.00 Uhr standen wir am Eingang des Campingplatzes und warteten auf den Car, der uns für das bereits in der Schweiz gebuchte „Sounds of Silence“-Dinner abholte. Wir wurden auf einer Schotterstrasse zu einem Platz in der Wüste transportiert von wo man einen ausgezeichneten Blick auf Uluru und Kata Tjuta hat. Während uns Häppchen mit einheimischen Produkten wie Känguruh und Sekt, Bier und Weisswein serviert wurden und ein Didgeridoo Spieler Musik machte, genossen wir einen wunderschönen Sonnenuntergang.

Anschliessend durften wir an einem schön gedeckten Tisch Platz nehmen. Wir bekamen noch vier Tischnachbaren, Amerikaner, welche in Sydney wohnhaft sind und ein verlängertes Wochenende beim Uluru verbrachten und danach konnten wir richtig schlemmen. Mit Suppe, einem Hauptspeisen-Buffet mit australischen Speisen, einem Dessertbuffet, Wein und Port, das Essen und Trinken liess keine Wünsche offen. Dazu hatten wir wirklich nette Gesellschaft. Zwischen Hauptmenu und Dessert erklärte uns ein „Star-Talker“ den südlichen Sternenhimmel.

Um ca. 22.00 Uhr mussten wir unseren Car wieder besteigen und wurden zurück zum Campground chauffiert.

9. November 2019

Der Wecker klingelte bereits um 05.30 Uhr. Wir wollten den Valley of the Winds Trail bei den Kata Tjuta laufen und da wir am Morgen doch eine Stunde brauchen um die Dachzelte und alles andere reisefertig zu machen und Kata Tjuta doch fast 50 Kilometer vom Resort entfernt ist, hatten wir den Wecker etwas früher gestellt.

Es ist von Vorteil diesen Walk früh zu starten, da er doch etwas anstrengender ist, als der Uluru Base Walk und bei den hohen Temperaturen kommt es öfters vor, dass der Trail nach 11.00 Uhr gesperrt wird. So waren wir lange nicht die Einzigen, welche beim Valley of the Winds Parking starteten. Es war eine wahre Völkerwanderung, welche sich auf dem gut ausgeschilderten Wanderweg Richtung Karu Lookout und Karingana Lookout bewegten. Die Wanderung ist ein „must“, wenn man die Kata Tjutas erleben möchte. Wunderschöne Steinformationen und Ausblicke eröffneten sich uns immer wieder und animierten zum fotografieren und filmen.

Die Fliegenplage war heute etwas weniger schlimm. Vielleicht wegen des Windes. Ob dieser Wind hier immer weht und dem Valley of the Winds seinen Namen gab, haben wir nicht herausgefunden.

Zurück beim Parkplatz sahen wir sogar noch einen Dingo. Welch ein Glück, Adi und ich haben nämlich auf unseren Australienreisen noch nie einen gesehen. Bei der Sunset Viewing Area bei den Kata Tjutas assen wir kurz etwa zu Mittag, danach machten wir noch den stündigen Walpa Gorge Walk, der auch sehr schön zu laufen ist.

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Zurück im Ayers Rock Resort, mussten wir nun im IGA-Supermarkt noch unsere Vorräte aufstocken, danach machten wir uns einen faulen Nachmittag auf dem Campingplatz. Es ist lustig den verschiedenen Campern zuzuschauen, gibt es doch komische Figuren. Zum Beispiel das Paar neben uns, dass die Klimaanlage des Campervans stundenlang laufen liess, obwohl beide draussen sassen oder der Italiener, der stundenlang per Facetime telefonierte, oder die beiden Frauen, welche nur einen PW gemietet hatten und in der brütenden Sonne auf dem Fahrer und Beifahrersitz sassen, weil sie auch keine Campingstühle hatten (in der Nacht schliefen Sie dann auch dort). Wir fragten uns, warum die Camper, welche ich aufgezählt habe überhaupt die lange Reise zum Uluru auf sich nehmen. Jedenfalls war es für uns ausgesprochen kurzweilig.

Zum Abendessen gab es Schweinsfilet in Speck gewickelt, Teigwaren und Salat. Eine rechte Herausforderung auf den zwei Kochplatten und dem begrenzten Platz, denn wir haben, aber geschmeckt hat es herrlich.

 

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2 Kommentare

  1. Merci vielmal für den sehr interessanten, kurzweiligen Bericht! Wir freuen uns jedesmal sehr auf den Reisebericht!
    Weiterhin wünschen wir Euch Vier Lieben wunderschöne, erlebnisreiche Ferien! Häbet Sorg, gniessets! Lgukkk Marianne und Röbi

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