Erstens kommt es anders… und zweitens als man denkt 😉
Mit vier Tagen Verspätung sind wir heute Dienstag in unsere Ferien gestartet.
Eigentlich sollte es bereits am Samstag losgehen. Da Adi in den letzten Tagen über Rückenschmerzen, welche bis in den Fuss ausstrahlten geklagt hatte, ging er am Freitag noch zum Arzt (mit dem Hintergedanken genügend Schmerzmittel für die Reise mitzunehmen). Unsere Hausärztin schüttelte nur den Kopf und schickte ihn notfallmässig zum Neurologen. Dort kam dann die Hiobsbotschaft: Bandscheibenvorfall mit Fusshebeschwäche und zwar so schlimm, dass vermutlich nur noch eine baldige Operation helfen kann. Zuerst gings am Freitag Abend noch ab ins MRI, mit der klaren Aussage des Neurologen die definitive Diagnose am Montag in seiner Praxis zu machen.
So ein Mist. Für uns brach in diesem Moment natürlich eine Welt zusammen, denn wir hatten uns auf unsere Reise gefreut. Bereits im Frühling hatten wir in Konolfingen einen Camper gemietet und wollten damit von uns aus über Italien, Slowenien, Kroatien, Montenegro und Albanien bis nach Griechenland. Die ersten drei Übernachtungen hatten wir bereits vor einigen Tagen gebucht und die Fähre am 18. September von Griechenland zurück nach Italien schon lange reserviert.
Eine kleine Hoffnung blieb, nämlich, dass die Medikamente, welche der Neurologe verschrieb wirkten und dass im MRI, der Schaden an der Wirbelsäule nicht so gross war wie der Arzt vermutete.
Am Montag nun die Stunde der Wahrheit, Adi fühlte sich eigentlich schmerzfrei (Medis sei Dank), der Neurologe meinte, es sieht doch bereits bessert aus und Adi könne den Urlaub antreten, mit dem Versprechen die Übung abzubrechen, wenn ’s wieder schlimmer würde.
So konnten wir gestern unseren Camper, den wir passend zum Endziel Zeus tauften, doch noch übernehmen, packten den ganzen späten Nachmittag durch um Morgen früh loszufahren. Nun sitzen wir bereits in Crnice in Slowenien auf einem Campingplatz inmitten von Weinbergen und geniessen den einheimischen Weisswein, den man praktischerweise auf dem Campingplatz einkaufen kann.
Auf der Reise haben wir fast vier Jahreszeiten erlebt:
Vom verschneiten Simplon…

ging es nach Peschiera del Garda, wo wir frühlingshaftes Wetter genossen.





Auf unserem Campingplatz herrscht herbstliches Wetter, wenn ich die Weinreben mit den vielen saftigen Trauben anschaue:




Nun hoffen wir, dass wir auf unserer Weitterreise auf Sommerwetter treffen. Wir freuen uns auf viele schöne Erlebnisse!
Das tönt doch scho besser! Mir hoffe, dir chönnet‘s ab etz gniessä – haut chli süüferli! Chunnt scho guet!
Wünsche öich zwöi schöni Ferie ☀️u Adi gueti Besserig
Gniessets
Oh, wenn man sich auf die wohlverdienten Ferien freut, ist das gar nicht einfach zu akzeptieren! Wir hoffen, dass ihr jetzt trotzdem schöne, erlebnisreiche Tage geniessen könnt! Adi, dir wünschen wir ganz gute Besserung und euch Beiden alles Liebe und Gute!
Liebi Gruess
Therese und Ruedi