Für den letzten Tag auf Lanzarote haben wir uns das wohl grösste Highlight aufgehoben, den Timanfaya Nationalpark. Die Gegend wurde bereits 1974 als Naturschutzgebiet von Spanien erklärt und wird auch Montanas del Fuego (Feuerberge) genannt.

Die Fläche umfasst ca. 51km2 und befindet sich im Südwesten der Insel. Der Besuch mit dem eigenen Auto ist nicht möglich, man kann nur bis zum Besucherzentrum am Islote de Hilario fahren. Dort wird man in einen Bus verfrachtet, der eine Rundtour von ca. 40 Minuten, 14km durch eindrückliche Vulkanlandschaft abfährt.
Wir wussten, dass es sich lohnt, früh vor Ort zu sein um möglichst ohne Anstehen die Sehenswürdigkeit zu erleben. So waren wir bereits um 9 Uhr am Gate und konnten nach einer kurzen Autoschlange unsere Tickets vorweisen. Nach ein paar weiteren Kilometern wurden wir auf einem grossen Parkplatz eingewiesen und konnten sofort in den Bus umsteigen.
Los gings auf einem schmalen geteerten Strässchen mit engen Kurven durch bizarre Vulkanfelder und Hügel. Begleitet von Informationen aus dem Lautsprecher zu der Geschichte, Entstehung sowie der Geologie und der spärlichen Vegetation. Bei besonders eindrücklichen Spots blieb der Bus stehen, damit man einige begehrte Bilder schiessen konnte.




Es war teilweise recht abenteuerlich wie sich der Chauffeur durch die engen und zum Teil steilen Gebilde aus Geröll und Lavafelder manövrierte.

Wieder am Ausgangspunkt angekommen konnte man sich auf dem Gelände, das aus Restaurant und Souvenirshop bestand, frei bewegen. Nun waren aber die Menschenmassen eingetroffen. Unzählige Mietautos und dutzende Car’s die unentwegte neue Besucher anschwemmten.

In dem Gewusel suchten wir uns noch in den ersten Reihen Stehplätze um zu staunen wie die Guides trockenes Gebüsch in ein schwarzes Loch warfen und dies innert 30 Sekunden lichterloh brannte um dann in einem anderen Halbkreis von Touristen, einer einen Kessel Wasser in eine Röhre goss, dass Bruchteile später als dampfender Geysir wieder empor schoss. Spannend wie hier die Hitze des Erdinneren immer noch so nahe an der Oberfläche ist.


Nach diesem sehr interessanten Besuch gings für uns nun weiter, resp. auf der gleichen Strasse zurück und siehe da, wir passierten eine mehrere Kilometer lange Autoschlange, die bereits weit vor dem Parkplatz aufgehalten wurde. Ab und zu wurden wieder ein paar Fahrzeuge durchgelassen, wenn es frei Parkplätze gab. Wir waren beide froh zu den Earlybirds zu gehören, ansonsten hätten wir hier sicher über eine halbe Stunde gewartet.
Unsere nächste Aktivität, war eine Wanderung zu einem erloschenen Vulkan und den sich bis zum Horizont ausdehnenden Lavafeldern, dem Volcan El Cuervo.

Ein Parkplatz am Strassenrand war der Ausgangspunkt, wo sich erst ein guter markierter Weg (Kies aus Lava) ca. ein Kilometer bis zum Vulkan schlängelte. Am Kegel angekommen konnte man rundum wandern (hochsteigen war verboten). Spannend war, dass auf der Rückseite der Kegel aufgebrochen war und man so wirklich in den Vulkan hinein laufen konnte. Gemäss Informationstafeln wurde beim letzten Ausbruch vor ca. 200 Jahren, die eine Flanke weggesprengt, dadurch konnte die Lava rausfliessen und dementsprechend entstanden die riesigen Lavafelder.
Es war eindrücklich mal so nahe an und in einem Vulkan zu stehen. Die Formen und Farben der Lava und Felsen erscheinen aus dieser Nähe nochmals gewaltiger.






Da der Mittag bereits wieder vorbei war, verschlug es uns nach Playa Blanca, einem hübschen kleinen Städtchen ganz im Süden. Dort waren Tapas als Stärkung in einem der vielen einladenden Beizli angesagt. Ein kurzer Spaziergang der Promenade entlang rundete das Sightseeing des Ortes ab.



Unser letzter Punkt auf der heutigen Bucketlist waren die Playa de Papagayo. Eine schlechte Schotterpiste führte an die Strände, leider war bereits diese Gravelroad hoffnungslos überfüllt mit Touris und deren Mietwagen. Diese hatten zum grössten Teil keine Ahnung, wie man über diese Rumpelpiste fährt und standen bei jedem grösseren Kieselstein fast still. Die toll gelegenen Buchten waren aber einen Besuch wert, obwohl das Wetter mit viel Wolken und einem kühlen Wind nicht ganz mitspielte, um noch ein Bad zu nehmen. So blieb es bei den obligaten Fotos und wir machten uns auf den Heimweg.




Am Abend hatten wir bereits lange geplant, auswärts in einem Fischrestaurant in Puerto del Carmen essen zu gehen. Sandra und ich schlemmten beide einen leckeren Fisch (Sea Bass in Salzkruste und Zackenbarsch). Dann gings nach Hause zum packen. Am nächsten Morgen dislozierten wir auf die nächste Insel Teneriffa.

Super!