Nach zwei Tagen in der riesigen Stadt gings nun wieder mit einem eigenen Fahrzeug weiter. Dazu mussten wir zu Fuss mit unserem Gepäck vom Hotel nur einen Strassenblock zu Hertz gehen. Dort wartete unser Nissan X-Trail auf uns den wir gleich Queenie tauften. Formalitäten, kurzer Check ums Auto und sich mit den Armaturen, Spiegeln und Knöpfen vertraut machen und los gings. Zuerst mal mussten wir aus dem Zentrum der Stadt herausfinden, mit Navi eigentlich einfach aber trotzdem haben wir zweimal falsch eingespurt und einige Zusatzschlaufen um Häuserblocks herum gemacht, bis wir irgendwann den richtigen Highway Richtung Norden erwischten. Mit viel Verkehr auf den mehrspurigen Strassen gings flott vorwärts, dem dicht besiedelten Küstengebiet entlang, Richtung unserem Tagesziel, Rainbow Beach. Unterwegs noch in einem Einkaufzentrum für unsere kommenden Tage als Selbstversorger wieder das nötigste eingekauft und schon waren wir über 200 Kilometer weiter nördlich angekommen.
Rainbow Beach ist ein kleines touristischen Städtchen mit einem fantastischen Strand. So machten wir uns, von unserem kleinen Appartement aus, das am anderen Ende der Mainstreet liegt gen Beach auf, um das kühle Nass zu testen. Herrlich kräftige Wellen, die richtig Spass machen und angenehme Wassertemperaturen, was will man mehr. Weil unsere kleine, aber gemütliche Wohnung keine Kochgelegenheit bietet, gingen wir auswärts ins «The Deck» essen. Mit einer herrlichen Aussicht aufs Meer genossen wir Spare Rips und Tasmanischer Lachs mit Macadamia-Kruste.


Am nächsten Morgen aufgewacht war ich schon ein wenig nervös. Heute gings auf K’gari (Fraser Island), der grössten Sandinsel der Welt. Muss man sich jedoch nicht vorstellen wie eine riesige Düne: diese Insel ist völlig mit dichtem Urwald überwachsen (der eben auch auf Sand wächst), hat viele Süsswasserseen und die höchsten Erhebungen sind über 200m hoch, bei einer Ausdehnung von 124km und durchschnittlichen Breite von 15km. Aber, es gibt keine befestigten Strassen, die «Mainroad» führt dem ganzen östlichen Strand entlang, Inlandtracks sind Sandpisten im Urwald. Wenn man diese Insel auf eigen Faust erkunden will, muss man ein speziell dafür ausgerüstetes Fahrzeug mieten (übliche Vermieter wie Hertz erlauben dies nicht). So erhielten wir bei Rainbow Beach 4×4 Hire einen Toyota Land Cruiser. Der Vermieter, Merve, ein bodenständiger Aussie mit Bart und sonnengebräunter Haut, wies mich in das Fahrzeug ein. Extrabodenfreiheit, Doppeltank, breite Reifen mit weniger Luft und ein Getriebe mit allen Schikanen für Allrad und Untersetzung. Sonst ist Jamie, von Sandra so getauft, schlicht gehalten und hat bereits einige Jahre auf dem Buckel. Macht nichts, Wichtig ist die Wartung des Fahrwerks und des Motors und da macht Merve einen sehr guten Eindruck. Nach seinen Angaben wartet er auch die Fahrzeuge der lokalen Polizei.

Also, alles was wir für die drei Tage auf K’gari benötigen in Jamie umpacken und los gings an die äusserste Spitze von Rainbow Beach. Der Inskip-Point ist eine Sandzunge die nahe an K’gari reicht. Also, bereits erstmals tiefen Sand fahren, bevor man die Fähre erreicht, die tatsächlich direkt am Sandstrand anlegt und die Klappe herunterlässt. Ein grosser Bus (geländegängig) und mit uns zwei SUV’s fuhren drauf. Nicht viel, ich schätzte es hätten sicher um die 15 Fahrzeuge Platz. Nach der 20-minütigen Überfahrt gings wieder ab auf einen Strand.



So nun waren wir auf der Insel, und ich ging gedanklich all die Regeln, Tipps und Tricks durch fürs Beachfahren. Aber erstmals durften wir noch gar nicht, da war noch der Punkt mit den Beach driving times: wegen Ebbe und Flut gelten explizite Zeiten, an denen der Strand genügend breit ist, um darauf sicher fahren zu können. Der Vermieter will ausdrücklich nicht, dass seine Autos im Salzwasser fahren. So nahmen wir kurzerhand für den ersten Teil den Inlandtrack um dann ca. 30min. später auf dem Beach weiterzufahren. Einfach nur eine super Erfahrung. Mit max. 60kmh im richtigen Abstand zu den Wellen und dem tiefen Sand landeinwärts die optimale Spur zu treffen. Merve hat gesagt, du siehst kurzzeitig ein Silberband vom zurückfliessenden Wasser, einige Meter Abstand davon gegen das Land ist die beste Spur, harter flacher Sand. Ich sag’s euch, das ist gar nicht so einfach. Jamie will manchmal nicht genau dorthin und ja es hat natürlich bereits andere Spuren.


Nach einigen Kilometern gings bereits wieder landeinwärts, weil wir die Strecke zu den Seen nahmen. Das war nun der zweite anspruchsvolle Part des Fahrens. Zwei Geleise, zum Teil mit tiefem Sand im Dschungel, uneben und holprig gings sehr langsam im Schritttempo vorwärts. Aber es ist beeindruckend durch diese Natur zu fahren, ausser du hast Gegenverkehr. Irgendwann ein kleiner Parkplatz und der Lake Benaroon war erreicht. Kurzer Fotostopp und es gings zum nächsten, dem Lake Birrabeen.




Einer schöner als der andere aber unser Ziel war der weltberühmte Lake McKaenzie. Nach ungefähr zweieinhalb Stunden Fahrzeit für die ca. 30km waren wir dort. Erstmals nicht mehr einsam, ich glauben alle SUV’s von Queensland hatten sich hier versammelt. Aber der See war tatsächlich paradiesisch und wir stürzten uns natürlich sofort in die Badesachen und anschliessend ins Süsswasser.



Nach der Erfrischung gings zu unserem Resort (K’gari Beach Resort in Eurong) auch wieder über einen holprigen Track durch den Urwald.
Im Resort, welches einen General Store, Tankstelle, Pool und Restaurant bietet, haben wir eine gemütliche Wohnung, in der wir selbst kochen können. So liessen wir den Abend bei einem Porterhouse Steak und Gemüse ausklingen.

(Fortsetzung folgt)
Unsere Lieben , wie immer wunderschöne Fotos, sehr intressanter, spannender Bericht, denn wir immer voller Freude lesen und mit schönen Resorts die wir immer Googeln! Nun freuen wir uns auf die Fortsetzung! Häbet Sorg, vili liebi Grüess u Küssli vo üs Zwöi
Hei üsi liebe zwöi wäutebummler ungloublech, da wird me ja ganz „ chribelig „ weme di sand strecki gseht wo dir da fahret!! Einmalig schön o für üs das mir das mit föteli u filmli chöi miterläbe! Öies rucksäckli isch gli randvou vo schöne, erläbnisriche idrück!! Häbets witerhin guet u viu spass!! Liebi grüessli u muntsch♂️♀️