Noch ein bisschen Sonne tanken, bevor der Winter kommt: Das war unsere Idee als wir im Frühling merkten, dass wir noch eine Woche Ferien verplanen können. So buchten wir je 5 Nächte auf Lanzarote und Teneriffa.
Gestern ging es los. Mit Edelweiss flogen wir am Vormittag mit etwas Verspätung ab Zürich ab und entflohen tatsächlich dem stürmischen Nord-/Westeuropäischen Wetter.


Als wir dann kurz vor 15.00 Uhr unseren José, einen VW T-Cross übernahmen, zeigte das Thermometer angenehme 25.5 Grad an.
Unser Airbnb in Lanzarote liegt in La Asomada etwas oberhalb an der Ostküste von Lanzarote. Wir haben Blick auf die Anflugschneise des Flughafens in Arrecife und befinden uns hier mitten im Weingebiet der Insel. Das ist reiner Zufall, ich hatte mich einfach in die Fotos des Airbnb verliebt und wollte etwas abseits der Touristenströme wohnen. Den restlichen Tag verbrachten wir mit einkaufen, Haus geniessen und gemütlichem Znacht kochen.


Heute morgen war erstmal ausschlafen (bis 08.00 Uhr) angesagt. Danach gut frühstücken mit frischen Brötchen, die uns jeden Morgen geliefert werden und anschliessender Fahrt Richtung Norden, um einen ersten Teil der Insel zu erkunden.
Den ersten Stopp machten wir beim Monumento al Campesino, dem sogenannten Bauerndenkmal und mit angeschlossenem Freilichtmuseum. Hier kann man zuschauen, wie Handwerk auf der Insel entsteht, so z.B. Seifen oder Töpferwaren. Wir waren noch etwas früh und viele Handwerkshops hatten noch geschlossen, die grossen Tourbusse aus Puerto del Carmen und Arrecife fuhren trotzdem bereits vor. Es langte noch grad für ein paar schöne Föteli und dann flüchteten wir weiter Richtung Norden.



Eigentlich wäre nun vorgesehen gewesen, weitere Werke des einheimischen Künstlers César Manrique zu besichtigen. Er hat die Insel wie kein anderer geprägt und man sieht seine Kunstwerke überall, sogar an den zahlreichen Kreiseln auf der Insel. So gäbe es diverse, architektonisch sehr spezielle Wohnhäuser zu besichtigen, doch überall wo wir ankamen standen bereits mehrere Tourbusse auf den Parkplätzen. Das ist so nicht, was wir erleben möchten. Also Programmänderung: wir entschlossen uns stattdessen die nicht so touristische Nordwestküste zu erkunden. Unser erster Halt dort war das kleine Fischer und Surferdorf Caleta de Famara. Ein richtig gemütlicher Ort mit kleinen Bars und einem spektakulären Strand mit hohen Wellen, ein richtiges (Kite-) Surf Mekka. Wir haben dort einen Café con Leche getrunken und uns dazu Croquetas de Pescada gegönnt.



Weiter ging die Fahrt hinauf in die Berge zum Mirador de El Risco de Famara. Der letzte Kilometer zum Aussichtspunkt war richtig abenteuerlich zu fahren, auf Schotterpiste, irgendwo ins nirgendwo. Und tatsächlich gar nicht touristisch, aber richtig schön.



Als nächstes kam der Aussichtspunkt Mirador del Rio. Der war wiederum von César Manrique erbaut worden, also eher touristisch aber wahrscheinlich wegen der Anfahrt auf engen Passstrassen wenigstens von den Touristenbussen verschont. Manrique hat dort mitten im Lavafeld einen Aussichtspunkt mit einem Restaurant mit riesigen Panoramafenstern gebaut, eigentlich sehr gut gemacht, denn der Bau fügt sich einfach so in die Landschaft ein. Auch hier war die Aussicht auf den Atlantik und die kleine Insel La Gloriosa einfach nur schön.




Nun gings auf engen und spektakulären Passstrassen wieder hinunter ans Meer, diesmal an die Ostküste und in das kleine Städtchen Arrieta, nur ein wenig touristisch. Gleich neben dem Städtchen liegt ein kleiner schöner Sandstrand, der Playa de la Garita, mit einer gemütlichen Strandbar. Nun war es an der Zeit fürs erste Apéro.


Anschliessend gings Richtung heimwärts. Einen letzten Halt machten wir noch auf dem Weingut El Grifo, wo wir zum ersten Mal lanzarotischen Wein degustierten und gleich einen Weisswein und einen Rotwein einkauften.



Nun geniessen wir unsere schöne Finca mit Blick auf den Atlantik, einem einladenden Whirlpool und freuen uns auf unser Rindsentrecote mit einem Gurken-Tomaten-Salat. Dazu schmieden wir Pläne für den morgigen Tag. Es gibt noch soviel zu sehen.
sehr schön! Geniesst die warmen, sonnigen Tage!
Liebe Grüsse
Ruedi und Therese