Gestern Morgen haben wir am Flughafen Melbourne unser erstes Mietauto übernommen. Gebucht war ein Nissan X-Trail, erhalten haben wir einen (riesigen) Kia Carnival. Getauft haben wir ihn (Big) Roo. Roo ist Kurzform für Kangaroo 😊.

Die Reise führte uns südlich von Melbourne Richtung Küste zur Great Ocean Road. Die wunderschöne Küstenstrasse kennen wir bereits, so konnten wir die Reise richtig entspannt starten.

Als allererstes mussten wir aber noch den ersten Grosseinkauf starten. Im Coles in Waurn Ponds deckten wir uns mit Basics wie Gewürzen, Milch, Butter, Kaffee, Tee, Wasser, Gemüse, Früchte, Fleisch, Brot und, und, und ein. Nun konnte es wirklich losgehen.

Kurz nach Airies Inlet spannt sich der Great Ocean Road Memorial Archway über die Küstenstrasse. Für uns war das ein erster Fotostop wert. Danach kann man die Fahrt einfach mal geniessen, auf der kurvigen Strasse hat man links schöne Ausblicke auf den türkisfarbenen Southern Ocean, auf der anderen Seite erstreckt sich schon bald dichter grüner Regenwald.

In Apollo Bay suchten wir das Apollo Bay Fishermen‘s Co-op auf. Hier wird fangfrischer Fisch und Merresfrüchte lecker zubereitet und man kann so ein Mittagessen mit Blick auf das Meer und den Hafen von Apollo Bay geniessen. Angeschlossen ist auch ein Laden, welcher verkauft was am Morgen alles gefangen wurde. Heute war leider nur Lobster im Angebot. Das wäre zwar superlecker, aber wir wussten nicht was uns für eine Küche erwartet in der gebuchten Unterkunft. So teilten wir stattdessen eine Portion vom „Fish of the Day“… herrlich!

Nach Apollo Bay beginnt der Cape Otway Nationalpark. In den dichten Regenwäldern kann man mit viel Glück Koalas in den Bäumen sehen. Wir sahen leider keine, der Wald mit den hohen Bäumen und den riesigen Farnen ist trotzdem eindrücklich.

Mittlerweile hatte es stark zu winden angefangen, so dass wir beschlossen den Nationalpark ohne Stop zu durchfahren. Nach dem Park führt die Strasse durch Farmland wieder Richtung Meer, zu einem der bekanntesten Wahrzeichen der Great Ocean Road, den 12 Apostles. Unsere gebuchte Unterkunft befand sich 5 Autominuten vorher mitten in der Natur an einem kleinen See.

Mittlerweile war es richtig kalt geworden mit 13 Grad und einem bissigen Wind mit starken Böen. Das in Australien der Sommer begonnen hat, merkte man nicht. Trotzdem beschlossen wir nach dem selbstgekochten Abendessen die Fahrt zu den 12 Apostles zu wagen um den Sonnenuntergang zu geniessen.

Es luftete, regnete, stürmte bei der Aussichtsplattform. Die Sonne sah man dadurch nicht gross. Trotzdem war die Stimmung eindrücklich und dank dem garstigen Wetter waren wir fast allein und konnten trotzdem schöne Fotos schiessen.

Heute Morgen ging die Reise weiter, zuerst noch entlang der Great Ocean Road mit vielen schönen Stops: Loch Ard Gorge, London Bridge, the Grotto, Bay of Martyr und zum Abschluss die Bay of Island. Es windete immer noch stark und war kalt. Wir genossen die schönen Ausblicke trotz allem.

In Warnambool kauften wir noch ein paar Dinge ein und machten uns danach auf den Weg Richtung Norden. Beim Tower Hill Lookout gabs einen kurzen Fotostop bevor wir Richtung Grampians Nationalpark aufbrachen. Schon bald konnten wir von weitem die ersten Berge erblicken.

Die Grampians bilden den westlichsten Teil der australischen Great Dividing Range und bestehen aus vier Höhenzügen, die überwiegend von Norden nach Süden verlaufen: Der Mount William Range im Osten, der Serra Range im Süden und der Mitte, der Victoria Range im Westen und der Mount Difficult Range im Norden. Die Höhenzüge fallen Richtung Osten abrupt ab, mit vielen Steilwänden und Überhängen, während nach Westen hin sanftere Abhänge vorherrschen. Der zentrale Gebirgsstock südöstlich von Halls Gap wird gerne auch mit dem touristisch werbewirksamen Namen Wonderland Range bezeichnet. Die Bergkämme erheben sich mehr als tausend Meter über die umgebende Tiefebene. Die höchste Erhebung ist Mount William im Westen mit einer Höhe von 1167 m. (Quelle: Wikipedia).
Halls Gap war nun unser Ziel. Dort wollen wir zwei Nächte in der Unterkunft Grampians Chalets verbringen. Ein 1966 ausgewanderter Schweizer ist der Besitzer der schönen Anlage und beschenkte uns beim Einchecken mit einer Flasche Shiraz aus der Gegend.
Bei unserer Ankunft am späten Nachmittag, liefen wir nur noch einen guten Kilometer bis ins Städtchen und besuchten die schöne Bierbrauerei „Paper Rock Scissor“ um uns einen Apéro zu genehmigen. Zurück im Chalet wollten wir eigentlich kochen, doch der Strom in ganz Halls Gap war ausgefallen, so dass wir uns bis um 19.00 Uhr gedulden mussten. Doch wir wurden dafür mit der ersten Sichtung von Wallabys entschädigt.
Morgen wollen wir uns ein paar der Sehenswürdigkeiten der Grampians anschauen und die eine oder andere Wanderung machen. Die Wetterprognosen versprechen trockenes Wetter bei immerhin 18 Grad.

 

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4 Kommentare

  1. G’day ihr zwei – merci für die schöne Bilder!!!

    Gniessets u wünsche öuch gueti Fahrt!!

    Liebi Grüess us WA – si im Momänt z’Carnarvon u morn geits gäge d’Shark Bay

    Liebi Grüess

  2. Hallo Sandra, hallo Adrian,

    das sind ja wirklich eindrückliche Bilder. Vielen Dank für die Impressionen – ich glaube, ich muss da auch mal hin und deswegen mit meinem Chef eine zusätzliche Auszeit verhandeln 🙂

    Ich wünsche Euch noch viel Spass im weiteren Reiseverlauf.

    Gruss aus dem verschneiten Spiez
    Ingo

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